Entwicklung der Kommunikation – ein Überblick

19.12.2014 |  Von  |  Neue Medien

Kommunikation nimmt eine zentrale Rolle in unserem Leben ein. Nur mit ihrer Hilfe können Menschen miteinander in Kontakt treten und sich verständigen – kommunizieren eben. Moderne Formen der Kommunikation unterscheiden sich teilweise erheblich von ihren Vorgängern.

Gerade in den letzten Jahren haben sich vor allem über das Internet Wege entwickelt, sich untereinander auszutauschen, die noch vor 30 Jahren kaum vorstellbar schienen. Gleichzeitig nimmt das Sprechen im Alltag immer noch eine zentrale Rolle ein.

Die spannende Geschichte der Kommunikation und damit verbundener Hilfsmittel zeigt, wie gross die Unterschiede zwischen modernen Formen der Verständigung und solchen der Zeit vor hundert Jahren sind.

Die Entstehung der Sprache

Die Entstehung der Sprache gilt als zentraler Abschnitt in der Entwicklung des Menschen. Genau datieren lässt sie sich allerdings bislang nicht. Ebenso wenig geklärt ist, wie die ersten Sprechformen des Menschen beschaffen waren. Vor wenigen Jahrhunderten gingen viele Menschen davon aus, dass die Sprache ein Geschenk Gottes sei. Allerdings gab es schon früh Menschen, die diese Theorie anzweifelten. Bekannt in diesem Zusammenhang ist das Gerücht von Kaiser Friedrich II., der angeblich Kinder ohne jeglichen Kontakt mit anderen Menschen aufwachsen liess, um dem Ursprung der Ursprache auf den Grund zu gehen.

Heute stehen sich mehrere Forschungsansätze zur Entwicklung der Sprache gegenüber. So gibt es zwei grundsätzlich gegensätzliche Ansichten:

  1. Die menschliche Sprache hat sich aus verschiedenen Ursprachen entwickelt, die in verschiedenen Teilen der Welt entstanden.
  2. Es gibt eine zentrale Ursprache, von der alle heutigen Sprachen abstammen.

Eine 2011 veröffentlichte Studie des Forschers Quentin D. Atkinson unterstützt die Ansicht, es gebe einen gemeinsamen Ursprung moderner Sprachen, und lokalisiert diesen in Afrika. Unumstritten ist dieser Ansatz natürlich auch nicht. Kaum umstritten ist dagegen, dass Sprachen untereinander verwandt sind und europäische Sprachen eine gemeinsame Urform besitzen, das sogenannte Indogermanisch oder Indoeuropäisch. Ebenso gibt es sogenannte Sprachinseln, die sich durch eine weitgehende Isolation bestimmter Völker – oder auch Stämme – über die Zeit kaum veränderten.

Der Brief – eine grosse Errungenschaft der Menschheit

Heute hat der Brief eine starke Konkurrenz durch E-Mails und andere Formen der elektronischen Kommunikation bekommen. Jahrhundertelang stellte er aber eine zentrale Form des schriftlichen Austausches zwischen Menschen dar. Bis ins 3. Jahrtausend vor Christus kann seine Geschichte zurückverfolgt werden. Zu dieser Zeit beschrieben die Ägypter Papyrusrollen mit Rohrfedern und verschickten diese. Die Griechen und Römer griffen dieses System in der Antike auf. Im römischen Reich fanden ausserdem Wachstafeln als Briefe Verwendung. Auch die Kommunikation frühchristlicher Bischöfe fand über ein Briefnetzwerk statt.

Später ersetzte das Papier Papyrus und Wachstafeln. Zunächst waren Briefe im Mittelalter in erster Linie Sache der Geistlichen, zumindest im Abendland, und in lateinischer Sprache gehalten. Erst später wurden sie auch in nationalen Sprachen und von anderen Personenkreisen verfasst.


Brief - eine grosse Errungenschaft der Menschheit (Bild: © De-V - shutterstock.com)

Brief – eine grosse Errungenschaft der Menschheit (Bild: © De-V – shutterstock.com)


Zur Beförderung standen bis ins 20. Jahrhundert hinein mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, darunter vor allem:

  • Die Beförderung zu Fuss oder durch Reiter
  • Der Transport in Postkutschen
  • Die Beförderung über Schiffe

Dazu kam schliesslich die Beförderung der Post per Bahn. Moderne Transportmittel sorgen dafür, dass Briefe heute auch grosse Strecken in vergleichsweise kurzer Zeit überwinden können. Dauerte es früher oft Wochen, bis ein Schriftstück beim Empfänger ankam – wenn überhaupt – so ist es heute in der Regel möglich, einen Brief schon in wenigen Tagen von einem Ende der Welt zu einem anderen zu senden.

Auch die Art und Weise, wie Briefe geschrieben werden, hat sich erheblich verändert. In früheren Zeiten war es üblich, sie per Hand zu verfassen. Eine zentrale Bedeutung dabei nahm Tinte ein. Erste, russhaltige Formen entstanden im alten Ägypten und China. Daneben entwickelten sich schnell spezielle Formen von Tinte, die besonderen Persönlichkeiten vorbehalten waren. Sie basierten beispielsweise auf Gold oder Silber.

Im Mittelalter setzte sich nach Informationen von tonerpartner.ch als gewöhnliche Tinte Eisengallus-Tinte durch. Damit war laut dem Tinten-Profi ein entscheidender Schritt hin zu der chemischen Weiterentwicklung von Tinte und zur Entstehung ihrer modernen Formen getan. Auch heute noch findet Tinte Anwendung, vor allem bei sehr persönlichen Briefen. Andere Schriftstücke werden aber in der Regel gedruckt. Hier hat der Computer die Schreibmaschine schon lange abgelöst.

E-Mails und soziale Medien als moderne Kommunikation

Heute bestimmt das Internet immer mehr die zwischenmenschliche Kommunikation. Nach dem Bundesamt für Statistik hat die Internetnutzung in der Schweiz in den letzten Jahren in allen Altersgruppen stark zugenommen, auch wenn in dieser Beziehung immer noch eine Kluft zwischen jüngeren und älteren Jahrgängen besteht.

Für den täglichen „Schriftverkehr“ nutzen die meisten Menschen inzwischen E-Mails, sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich. Gedruckte Briefe werden in erster Linie für den offiziellen Schriftverkehr verwendet und handschriftliche Exemplare sind mittlerweile die Ausnahme – die meist bei besonderen Anlässen Verwendung findet. Die erste E-Mail versandte übrigens der Entwickler Ray Tomlinson 1971 an seine Kollegen. Für das Programmieren der betreffenden Datei hatte Tomlinson sechs Stunden gebraucht.

Neben der E-Mail haben vor allem im privaten Bereich soziale Medien eine zentrale Stellung inne. Über mobile internetfähige Geräte besteht heute die Möglichkeit einer ständigen Anbindung an Netzwerke wie Facebook – eine Möglichkeit, die vor allem junge Menschen intensiv nutzen. Der Nachrichtenaustausch über Chats hat sogar neue Symbole und spezielle Begriffe hervorgebracht, die älteren Computernutzern oft nicht gebräuchlich sind. Damit entwickeln sich Formen der Kommunikation, die sich auch sprachlich immer stärker von geschriebenen Briefen abheben.

Das Rad dreht sich immer schneller – dies gilt auch im Bereich der Kommunikation. In den letzten Jahren sind eine Fülle neuer Kommunikationsmittel und -wege aufgekommen, eine Entwicklung, die es älteren Menschen manchmal schwermacht, mit ihr Schritt zu halten. Nach wie vor nimmt das persönliche Gespräch aber immer noch eine zentrale Stellung ein – eine Tatsache, die sich wohl so schnell nicht ändern wird. Schliesslich können keine E-Mail und auch keine Chatnachricht den persönlichen Kontakt mit einem anderen Menschen ersetzen. Wir sind also weiterhin auf Sprache angewiesen und können sich über die Möglichkeiten freuen, die sie eröffnet.

 

Oberstes Bild: © Rawpixel – shutterstock.com


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