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Weisse Hautflecken – wie gefährlich sind sie?

07.01.2015 |  Von  |  Gesundheit

Sanfte sommerliche Bräune – und plötzlich entdeckt man sie: Weisse Flecken zerstören die Vollkommenheit des Bronzeteints! Schlimm? Gefährlich? Gründe für die Flecken gibt es einige, aber gefährlich? Nein: Die meisten sind harmlos.

Gerade im Sommer sind viele Menschen in aller Welt stolz auf ihre herrliche Sommerbräune, die Urlaub und genussvolle Freizeit, etwa in den Bergen, anzuzeigen scheint, Im Winter, bei blasser Haut, fallen weisse Flecken selten auf.

Kaum bekommt die Haut aber ein bisschen Sonne ab, sieht das anders aus: Flecken an den Armen, an Beinen und Brust, auf Bauch und Rücken… Manche klein, manche gross wie Placken. Doch bevor bei diesem Anblick Panik entsteht, erklären wir, warum die Angst um die eigene Gesundheit nahezu immer unbegründet ist.

Pigmentstörungen – ganz harmlos!

Wie Altersflecken, die als dunkle Punkte oder Flächen irgendwann jede Haut erreichen, sind die weissen Flecken fast immer einfache Pigmentstörungen. Das sind kleine Schäden, die dadurch entstehen können, dass wir häufig längeren UV-Strahlungen ausgesetzt sind. Die Mediziner nennen das Hypomelanosis guttata. Da diese Flecken ihre Ursache in der Bestrahlung durch die Sonne haben, tauchen sie natürlich besonders an exponierten Orten auf: an den Unterarmen und an den Beinen. Oft trifft es Menschen, die sowieso eine höhere Lichtempfindlichkeit haben als der Durchschnitt – und vor allem Menschen über vierzig. Extrem auffällige Flecken lassen sich durch dezente Kleidung überspielen, besonders bei einem wichtigen Date.

Die Furcht, es könnte sich um eine Art von Hautkrebs handeln, ist also fast immer unbegründet. Vor allem deshalb: Hautkrebs zeigt sich in der Regel durch rötliche Flecken, die oft auch erhaben sind.

Angeborene Hautmale – nichts mit Pigmenten!

Medizinisch nennt man ein weisses Hautmal Nevus depigmentosus. Solche Male trägt man von Geburt an mit sich – ohne Risiken. Die Male können überall am Körper auftreten, sie werden erst deutlich sichtbar, wenn die entsprechende Stelle braun wird. Wer damit geboren wird, behält seine Male für immer. Und braucht dabei nicht zu befürchten, dass die Male wachsen oder ihre Form verändern.

Weissfleckenkrankheit – eine genetisch bedingte Erkrankung

Die Weissfleckenkrankheit, in der Fachsprache Vitiligo, ist etwas ganz anderes. Sie zählt zu den seltenen Autoimmun-Erkrankungen und hat genetische Ursachen. Bei den Betroffenen schreitet die Depigmentierung der Haut ständig fort, was schwere Folgen haben kann. Bei dieser Krankheit können ständig neue Flecken an irgendwelchen Stellen entstehen, die nie wieder verschwinden. Bestehende weisse Flächen können sich vergrössern. Wer die genetisch bedingte Weissfleckenkrankheit in sich trägt, muss damit rechnen, dass sie bereits im Laufe der Pubertät auftreten kann. Bei manchen Menschen allerdings zeigt sie sich erst im höheren Erwachsenenalter – manchmal erst mit etwa vierzig.

Oft beginnt die Krankheit an Stellen, die besonders exponiert sind oder dort, wo die Haut stark beansprucht wird. Auch an Narben können sich die Symptome zeigen. Heilbar ist diese Krankheit nicht, der Verlauf lässt sich aber verzögern – etwa durch Lichttherapien. Viele Erkrankte meiden die Sonne aus Angst vor einer Verschlechterung oder sogar weil sie denken, ihr Hautkrebsrisiko sei höher – das stimmt aber nicht: Wer Vitiligo hat, sollte mit den Themen Sonne, Hautkrebs und Körperbräune ebenso vorsichtig umgehen wie alle anderen. Bei einer Sache allerdings sollten Betroffene der Weissfleckenkrankheit mehr aufpassen: Ein ordentlicher Sonnenbrand kann den Verlust von Pigmenten beschleunigen.



Vorsich, Pilz: Infektionsgefahr!

Ein kleiner Hefepilz mit bösen Folgen: Der Pityriasis versicolor kann die Produktion von Melanin verhindern! Ansteckend ist dieser Pilz nicht, wer aber viel Stress hat, stark schwitzt oder gerade eine Infektion überstanden hat, gehört zu seiner Zielgruppe. Bei Männern sind vor allem der Schulterbereich und der Nacken gefährdet, bei Frauen der Bereich unter der Brust. Der Pilz zerstört die Produktion des Stoffes, der für die Bräune verantwortlich ist: Melanin. So entstehen wiederum weisse Flecken. Die können dann auch noch schuppen – also am besten gleich zum Arzt, wenn der erste Verdacht aufkommt! Der verschreibt wahrscheinlich ein Shampoo für den ganzen Körper, das antimykotisch ist. So wird der Pilz in die Knie gezwungen. Und dann erübrigt sich auch die Frage: Steigt mit einer Pilzinfektion das Krebsrisiko? Eben: nein.

 

Oberstes Bild: © Axel Bueckert – shutterstock.com

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