Zahlungsverfahren beim Online-Shopping

18.03.2015 |  Von  |  Konsum
Zahlungsverfahren beim Online-Shopping
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Online-Shops werden immer beliebter. Die Frage nach sicheren Online-Zahlungsmöglichkeiten gewinnt entsprechend ebenfalls an Bedeutung. Sehr verschiedene Systeme haben sich mittlerweile im E-Commerce etabliert.

Neben den Klassikern wie Vorkasse, Kreditkartenzahlung oder Lastschriftverfahren kann man in der Regel ebenfalls mit einem der sogenannten E-Payment-Dienste zahlen, welche die Bezahlung im Internet einfacher und sicherer machen sollen. Die wichtigsten Zahlungsmethoden und ihre Vor- und Nachteile stellen wir Ihnen kurz vor:

Beleglose Nachnahme (BLN):

Bei der Zahlung per belegloser Nachnahme zahlt der Kunde den Einkauf direkt bei Erhalt der Ware an den jeweiligen Zusteller. Diese Zahlungsart ist sowohl für den Kunden als auch Verkäufer ziemlich sicher, für den Kunden, weil er seine Kontodaten im Internet nicht preisgibt, für den Verkäufer, weil der Kunde die Ware erst erhält, wenn er gezahlt hat.

Dennoch erfreut sich diese Methode keiner grossen Beliebtheit. Das ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass das Verfahren für den Kunden vergleichsweise teuer ist. Mindestens 15 CHF Zuschlag kostet sie den Empfänger. Hinzu kommt, dass die Paketannahme durch andere Personen erschwert ist. Ein Nachbar darf zwar prinzipiell die Ware in Empfang nehmen, sofern er die fällige Summe bezahlt. Ein Postbote wird aber selbstverständlich nicht ohne entsprechende Hinweise in der Nachbarschaft fragen, ob jemand bereit ist, ein Paket gegen Geld anzunehmen. Das finden viele Kunden unpraktisch.

Auch für die Gläubiger kann diese Methode Nachteile haben: Wenn der Kunde das Paket nicht annimmt oder abholt, wird es zurückgeschickt. In einem solchen Fall muss zunächst einmal der Händler für die Versandkosten aufkommen. Er muss dann oftmals mühselig diese Gebühren beim Kunden einfordern.

Vorkasse:

Bei der Vorkasse überweist der Zahlungspflichtige die fällige Summe zuerst. Wenn der Zahlungsempfänger das Geld erhalten hat, schickt er die Ware los. Für den Kunden hat diese Methode lediglich den Vorzug, dass er seine Kontodaten nicht im Internet preisgeben muss. Hat er jedoch einem unseriösen oder insolventen Händler sein Geld geschickt, wird er vielleicht niemals seine Ware erhalten oder muss seinem Geld lange hinterherlaufen. Wenn er die Ware doch nicht kaufen möchte, muss er auf die Rückerstattung warten. Kommt das Paket nicht an, hat er zunächst einmal den Schaden. Für den Händler hingegen hat diese Zahlungsmethode nur Vorteile. Der Kunde muss sich schliesslich als zahlungsfähig und -willig erweisen, bevor er das Produkt verschickt.

Kauf per Rechnung:

Die Zahlung per Rechnung kann mit Blick auf ihre Vor- und Nachteile für Käufer und Verkäufer als das Gegenstück zur Vorkasse betrachtet werden: Sie beinhaltet letztlich wesentliche Nachteile für den Verkäufer, aber grosse Vorteile für den Käufer. Der Zahlungspflichtige zahlt dabei ohne Zusatzkosten per Überweisung nach Erhalt der Ware. Wenn ihm die Ware nicht gefällt, schickt er sie zurück und überweist die Portogebühren. Zahlt der Kunde nicht oder nicht rechtzeitig, hat der Händler den Ärger. Kommt das Paket nicht an, hat der Verkäufer zunächst einmal den Schaden und den Aufwand.

Lastschrift:

Bei diesem Verfahren erteilt der Zahlungspflichtige seinem Gläubiger entweder eine Einzugsermächtigung oder seinem Kreditinstitut einen Abbuchungsauftrag. Kunden und Händler schätzen dieses Verfahren häufig wegen seiner Bequemlichkeit und Einfachheit. Läuft jedoch etwas schief, ist der Kunde in der Regel gegenüber dem Händler im Vorteil.

Der Kunde kann nämlich im Notfall die Einzugsermächtigung zumindest eine gewisse Zeit lang widerrufen. Schlimmstenfalls bleibt der Verkäufer auf den Kosten einer Rücklastschrift sitzen. Der Verkäufer hat zudem im Streitfall oftmals schlechte Karten, weil er keine unterschriebene Einzugsermächtigung vorweisen kann. Nachteile für den Zahlungspflichtigen hat das Verfahren dennoch: Er gibt seine Kontodaten im Internet preis und hat keine Garantie, dass keine Dritten diese Daten abfangen.


Moderne Bezahlmethoden machen das Leben leichter. (Bild: © Andrey_Kuzmin - shutterstock.com)

Moderne Bezahlmethoden machen das Leben leichter. (Bild: © Andrey_Kuzmin – shutterstock.com)


Kreditkarte:

Den Nachteil, dass womöglich unerlaubt Dritte die Daten einsehen können, trägt der Zahlungspflichtige auch bei der Kreditkartenzahlung. Dennoch gilt diese Zahlungsmethode als ziemlich sicher, sofern die Kunden auf verschlüsselte Verbindungen bei der Eingabe achten. Auch für den Gläubiger gilt diese Methode als vorteilhaft, insbesondere wenn es sich um internationale Geschäfte handelt, denn die Zahlung erfolgt direkt nach der Bestellung. Widerspruch kann der Kunde für gewöhnlich via Telefonanruf bei seinem Kreditinstitut einlegen.

E-Payment-Systeme:

Im Zuge der steigenden Zahl von Interneteinkäufen und dem Bedürfnis nach Sicherheit und einfachen Zahlmethoden sind viele neue Zahlungsmethoden entstanden. Zu Ihnen gehören die sogenannten E-Payment-Systeme, auch Online-Inkassoverfahren genannt: Sie funktionieren auf sehr unterschiedliche Weise und haben entsprechend auch verschiedene Vor- und Nachteile.

Gemeinsam ist den Methoden, die speziell auf die Bedürfnisse des Online-Shoppings ausgerichtet sind, dass die Zahlung über einen Drittanbieter läuft. Am häufigsten anzutreffen sind E-Mail-basierte Verfahren (zum Beispiel PayPal), kartenbasierte Verfahren (zum Beispiel paysafecard) und Mobiltelefon-basierte Verfahren (zum Beispiel mpass). Beim E-Mail-basierten Verfahren richtet man sich für gewöhnlich einen Account bei einem entsprechenden Anbieter ein, dem man dann seine E-Mailadresse und seine Kreditkarten- oder Kontodaten mitteilt.

Bei dem kartenbasierten Verfahren hingegen braucht man keine Bankverbindung anzugeben. Stattdessen richtet man sich online bei Dienstleistern wie paysafecard ein Konto ein, das mit Benutzername und Passwort gesichert ist.

Um das Konto mit Guthaben aufzuladen, gibt man die PIN einer Karte ein, die man in einem lokalen Geschäften erworben hat. Bei der Mobiltelefonzahlung gibt der Kunde bei der Zahlung seine Mobiltelefonnummer, ein Passwort sowie eine TAN an, welche er zuvor per SMS erhalten hat. Sein Konto kann der Zahlungspflichtige beispielsweise mithilfe des Lastschriftverfahrens oder Überweisung aufladen.

Fazit:

Die klassischen Zahlungsmethoden haben alle verschiedene Vor- und Nachteile. Je nach Methode liegt die Last mehr bei den Käufern oder bei den Verkäufern. Als für Händler und Kunden ziemlich bequeme und risikoarme Methode gilt nach wie vor die Kreditkarte. Ob die modernen E-Payment-Methoden demgegenüber als fortschrittlich zu betrachten sind, kann nicht verallgemeinerbar beantwortet werden. Es scheint jedenfalls dabei zu bleiben, dass die Varianten entweder etwas aufwendiger, aber sicher sind oder bequemer, aber etwas unsicherer.

 

Oberstes Bild: © Manczurov – shutterstock.com

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1 Kommentar


  1. Klasse gemachte Seite, das Layout gefaellt mir sehr gut!
    War bestimmt ne menge Aufwand.

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