Mehr Geld für Pflege und Betreuung nötig

Die Forderung der Gewerkschaft Unia nach umfassenden Investitionen und Gesamtarbeitsverträgen in der Gesundheitsbranche erhielt durch den nun veröffentlichten Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Situation im Pflege- und Betreuungsbereich Rückenwind. Die Gewerkschaft nutzte diesen, um die Schweiz aufzufordern, die Empfehlungen der WHO umzusetzen und mehr in diesen Bereich zu investieren.

Der Bericht des WHO Hochkommissariats für Gesundheitsberufe und wirtschaftliches Wachstum (High Level Commission on Health Employment and Economic Growth) zeigt klar auf, dass Investitionen in den Gesundheitsbereich nicht nur Patienten und Angestellten zugutekommen, sondern auch zu mehr Wirtschaftswachstum führen.

Eine Studie des internationalen Gewerkschaftsbundes zeigte bereits früher, dass Investitionen von 2 Prozent des Bruttoinlandproduktes in den Gesundheitsbereich zu einem Wachstum von bis zu 8 Prozent führen können.

Entwicklung eines Investitionsplans als Forderung

Konkret fordert die Unia die Schweiz auf, einen Investitionsplan für mehr Stellen und gute Arbeitsbedingungen in Pflege und Betreuung zu entwerfen. Denn diese werden zu Unrecht als reine Kostentreiber angesehen. Sie sind nicht nur weltweit die am schnellsten wachsenden Bereiche. Sie bieten auch der Schweiz die Chance, neue und gesellschaftlich wichtige Arbeitsplätze mit guten Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Gemäss der WHO sollten die Sozialpartner und der Staat gemeinsam für gute Arbeitsbedingungen sorgen, da dies der Qualität der Pflege und Betreuung als auch der wirtschaftlichen Entwicklung zu Gute kommt. Die Unia sieht sich deshalb auch in ihrer Forderung nach allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsverträgen für Pflege und Betreuung bestätigt.

 

Artikel von: Unia
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