Bellinzona TI: Regierungsrat über Gotthard-Raser: „Den bringen wir hinter Gitter!“

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Der verurteilte deutsche Gotthard-Raser Christian R. (42) lacht über die Schweizer Justiz (wir berichteten). Fragt sich nur, wie lange noch. Denn: Das Vergehen des Deutschen soll nicht ungestraft bleiben. Regierungsrat Norman Gobbi (39) erklärt den Fall zur Chefsache. Er möchte den Raser im Gefängnis sehen.

Der Deutsche war im Sommer 2014 mit 200 km/h durch den Gotthard-Tunnel gerast und überholte dabei zehn Mal im Tunnel. Mit seiner Wahnsinnsfahrt prahlte der Raser gegenüber BLICK: „Ich bin durchgebolzt wie ein Affe und es hat Spass gemacht!“ Letzte Woche wurde Christian R. in Lugano TI für sein Vergehen zu 30 Monaten Haft verurteilt, davon zwölf unbedingt.

Das Urteil wurde in seiner Abwesenheit verkündet. Der Raser frech: „Das Urteil interessiert mich nicht. Ausserdem habe ich in der Schweiz schon alles gesehen.“ Laut BLICK denkt Christian R. nicht daran, gegen das Urteil zu rekurrieren. Der Kontakt zu seinem Schweizer Anwalt sei abgebrochen. Trotz Schuldspruch wiegt sich der verurteilte Deutsche in seiner Heimat offenbar in Sicherheit.

Regierungsrat strebt Haftbefehl an

Doch im Tessin will man Christian R. nicht einfach so davonkommen lassen. Die Causa wird jetzt zur Chefsache. „Wir werden alles daran setzen, diesen Raser dingfest zu machen. Den Typen bringen wir hinter Gitter!“, zitiert BLICK den Lega-Regierungsrat Norman Gobbi (39).

Sobald das Urteil rechtskräftig sei, werde umgehend ein nationaler Haftbefehl erstellt. Dafür werde er persönlich sorgen, so Gobbi zu BLICK. Er verspricht, dass das Tessiner Zwangsmassnahmengericht das Bundesamt für Justiz anweisen werde, eine Auslieferung von Christian R. in die Schweiz zu beantragen. Wenn Deutschland den Verurteilten nicht ausliefere, solle er seine Freiheitsstrafe zumindest dort absitzen, so der Tessiner.

Weiter fordert Gobbi: „Es muss geprüft werden, ob Christian R. überhaupt tauglich ist, Auto zu fahren. Sonst sollte man ihm den Führerschein wegnehmen. Für immer.“ Denn dieser Mann habe das Leben anderer Menschen riskiert. Der Gotthard sei eine der gefährlichsten Strecken Europas.

Bundesamt für Justiz hat das letzte Wort

Gobbi will in der Sache nun alles unternehmen, auch wenn das letzte Wort das Bundesamt für Justiz hat. Nur dort kann die Auslieferung des verurteilten Rasers beantragt und die Übertragung der Freiheitsstrafe auf andere Länder angefragt werden. Auch die Erteilung eines internationalen Haftbefehls ist nur von Bern aus möglich.

Dann allerdings könnte Christian R. auch ausserhalb seines Heimatlandes verhaftet und an die Schweiz ausgeliefert werden. Am Ende würde er dort landen, wo Gobbi ihn sehen möchte – im Gefängnis im Tessin.

 

Quelle: Übernommen von BLICK und bearbeitet von belmedia-Redaktion
Artikelbild: Symbolbild © Inked Pixels – shutterstock.com

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1 Kommentar


  1. Es ist schrecklich das er weder reuw noch ein eingestehen zeit
    Nur eiskalt noch lacht und protzt
    Gott sei Dank ist kein Unfall passiert
    Die vielen UNSCHULDIGEN menschen hâtten ihr leben gelassen
    Gefângnis wâhre wirklich noch gnâdig fûr solch einen Menschen
    TRAURIG

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