Mammern TG: Raser-Opfer verlor Bein – „Sie nahm in Kauf, dass ich verrecke!“

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Andrea Kolb (47) hat ein schweres Schicksal. Im Sommer 2016 wurde sie von einer 19-jährigen Fahrerin regelrecht über den Haufen gefahren. Die Junglenkerin, die gerast sein soll, haute einfach ab! Das Unfallopfer verlor ein Bein – und hat nun das ganze Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Der schreckliche Unfall geschah am 24. August 2016. Gegen 21 Uhr spaziert Andrea Kolb (47) mit ihrem Hund Anges die Strasse entlang. Plötzlich kommt ein Auto angerast und erfasst Kolb mit voller Wucht. Ihr rechtes Bein wird bei dem heftigen Zusammenprall abgerissen, mit dem Arm durchbricht sie die Windschutzscheibe. Die Frau am Steuer – Julia B. (19) – fährt einfach weiter.

Im Spital der Albtraum: Andrea Kolb muss ein Bein amputiert werden. Ihr altes Leben ist radikal vorbei.

Unfallfahrerin lässt sich nicht blicken

Zwei Tage nach der Kollision meldet sich Unfallfahrerin Julia B. (19) über ihren Anwalt bei der Polizei. Warum sie nicht angehalten hat, erklärt sie den Ermittlern so: Sie habe geglaubt, ein Tier angefahren zu haben. Doch diese Version nimmt ihr Kolb nicht recht ab: „Sie nahm in Kauf, dass ich dort verrecke!“

Laut Zeugen soll Julia B. vor dem Unfall gerast sein. Doch die Fahrerin bestreitet das – sie will maximal 83 km/h gefahren sein. Bei ihrem Opfer hat sie sich nie blicken lassen.

Nur ein Brief voller Selbstmitleid schreibt sie an Andrea Kolb. Während sie sich im Spital an ein Leben ohne Bein gewöhnen muss, macht Julia B. Ferien. Kolb: „Ich könnte mit der Sache besser umgehen, wenn mich nicht so ein egoistischer Mensch überfahren hätte.“

Andrea Kolb muss gegen Versicherung kämpfen

Das Unfallopfer Andrea Kolb steht vor den Trümmern ihrer Existenz: Ihrer Tätigkeit im Event-Bereich kann sie nicht mehr nachgehen. Auch ihre Beziehung scheitert – und um die Prothese entbrennt ein Versicherungsstreit. „Die würden mir am liebsten ein Holzbein anlegen“, sagt Andrea Kolb über die Versicherung. Das Problem: Ein gerichtliches Urteil gegen die Unfallfahrerin steht noch aus.

Trost in der schweren Zeit spendet Andrea Kolb nur ihr Hund Anges. Für Kolb ist er ihr „Lebensretter“. Jetzt will sie sich für eine Hunde-Rettungsmission in Rumänien einsetzen. „Ich will für diese Tiere kämpfen. Sie geben mir Kraft. Schritt für Schritt, Tag für Tag.“

 

Quelle: Übernommen von BLICK und bearbeitet von belmedia-Redaktion
Artikelbild: Symbolbild © gyn9037 – shutterstock.com

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2 Kommentare


  1. Und wieder ein beispiel von tausenden, das Opfer noch mehr bestraft werden und Täter geschützt werden. Es sollte ein Gesetz geben das solchen Opfern eine sofort Hilfe bereit steht. Der Täter sollte für den rest des lebens die Steuern zahlen des opfers, plus schadensersatz!

  2. Wasssss???? Als Chaffeur hab ich soviele Pflichten und diese Julia B hat noch den Führerschein und kann noch weitere Leute uberfahren??

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