Sarmenstorf AG: Sohn erstach seine Eltern – er muss in die Psychiatrie

Sarmenstorf AG: Sohn erstach seine Eltern – er muss in die Psychiatrie
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Andreas S. (33) erstach im Juli 2015 seine Eltern in Sarmenstorf AG. Er stand nun vor dem Bezirksgericht Bremgarten AG. Das Gericht schickte den Mann statt ins Gefängnis in eine Klinik.

Geschehen ist die blutige Tat am 8. Juli 2015: Weil er sich „ungerecht behandelt“ fühlte, erstach Andreas S. seine Eltern Annemarie (†60) und Ernst (†64) in Sarmenstorf AG mit einem Klappmesser.

Für seine Tat musste sich Andreas S. nun vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft beantragte für den psychisch labilen Mann eine stationäre Massnahme. Dem Antrag wurde stattgegeben. Andreas S. leidet unter einer paranoider Schizophrenie – er befindet sich bereits in der Psychiatrie Königsfelden.

Täter strafunfähig

Gestützt auf ein psychiatrisches Gutachten kam die Anklage zum Schluss, dass der Beschuldigte strafunfähig sei. Laut dem Gutachten hat sich der Mann zur Tatzeit in einem akut psychotisch-wahnhaften Zustand befunden.

Gemäss Anklage war das Verhältnis den Eltern und ihrem Sohn über Monate angespannt. Der Sohn meinte, nicht korrekt behandelt zu werden. Ausserdem habe seine Mutter ihn „unter Beimischung von Würmern im Essen“ umbringen wollen.

Am Tattag artete eine Aussprache zwischen Andreas S. und seinen Eltern aus: In der Küche des Elternhauses griff Andreas S. nach seinem Technocraft-Klappmesser und stach auf die Eltern ein. Laut Anklageschrift fügte er ihnen mit der 8,5 cm langen Klinge „35 Stich- und Schnittverletzungen im Hals-, Brust- und Rückenbereich“ zu.

Täter hat „schreckliche Bilder“ im Kopf

Nach seiner Bluttat verliess der Sohn das Haus. Die Eltern verbluteten in der Küche. Andreas S. entsorgte Messer, Schuhe und Socken und versteckte sich bei seiner Schwester. Später kam ihm die Polizei auf die Spur – und er gestand seine Tat.

Andreas S. gab vor Gericht an, dass er noch heute „schreckliche Bilder“ im Kopf habe. An den Tathergang könne er sich allerdings nicht erinnern. „Wenn etwas so Schreckliches geschehen konnte, muss etwas mit mir nicht in Ordnung gewesen sein“, gab er zu Protokoll.

 

Quelle: Übernommen von BLICK und bearbeitet von belmedia-Redaktion
Artikelbild: Symbolbild © necla bayraktar – shutterstock.com

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