Schweiz und Thailand vereinbaren engere polizeiliche Zusammenarbeit

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Die Schweiz und das Königreich Thailand haben am 8. März 2017 ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Gestützt auf dieses MoU wollen die Schweiz und Thailand die grenzüberschreitende Kriminalität künftig besser bekämpfen: Polizeiliche Ermittlungen werden gegenseitig unterstützt, die Strafverfolgung wird intensiviert.

Das Memorandum of Understanding (MoU), welches die Schweiz und das Königreich Thailand am 8. März 2017 unterschrieben haben, eröffnet ein weiteres wichtiges Kapitel der bilateralen polizeilichen Zusammenarbeit.

Beide Staaten wollen verschiedene Formen der Kriminalität noch gezielter bekämpfen, in erster Linie den Menschenhandel und die sexuelle Ausbeutung von Kindern.

Im MoU erklären sie sich einverstanden, gemeinsame Ziele zu verfolgen und sich in laufenden Ermittlungen zu unterstützen. Die Bekämpfung grenzüberschreitender Delikte ist komplex. Es soll von Fall zu Fall eine optimale Lösung angestrebt und erarbeitet werden. Auf operationelle oder strategische Verpflichtungen wird deshalb verzichtet. Auf Schweizer Seite ist fedpol für die Koordination zuständig.

Konkrete Vorteile

Konkret ergeben sich aus dem Memorandum folgende Vorteile.

  • Strategische, polizeiliche oder operative Informationen können schneller ausgetauscht werden, insbesondere auf dem Kanal Interpol.
  • Grössere Ermittlungen der Royal Thai Police gemeinsam mit fedpol werden beschleunigt und besser gemeinsam koordiniert.
  • Mit lokalen Partnerbehörden in abgelegenen Regionen Thailands kann schneller und optimaler ermittelt werden.
  • Reisebewegungen und Lokalisierung erkannter Straftäter in Thailand können wesentlich effizienter abgeklärt werden (Thema Pädokriminalität).
  • Gegen die organisierte Kriminalität (z.B. Drogenhandel) sind gemeinsame Strategien einfacher als bisher zu erarbeiten, da die beiden Länder gemeinsame strategische Arbeitsgruppen bilden können.
  • Gefördert werden auch gemeinsame Arbeitsgruppen in laufenden Ermittlungsverfahren.
  • Schweizer Rechtshilfegesuche können im Rahmen der laufenden Ermittlungsverfahren schneller abgewickelt werden.

Ausser den Delikten Menschenhandel, sexuelle Ausbeutung, Pädokriminalität, organisierte Kriminalität und Drogenhandel bekämpfen die Schweiz und das Königreich Thailand gemeinsam auch den Menschenschmuggel, die Cyberkriminalität und die Geldwäscherei.

Eine wichtige Rolle spielt dabei der seit 2004 in Bangkok stationierte Schweizer Polizeiattaché. Er arbeitet mit den thailändischen Partnern effizient zusammen und hat zugunsten der Schweizer Strafverfolgungsbehörden ein vertrauenswürdiges und funktionierendes Kontaktnetz aufgebaut. Neben seiner intensiven Tätigkeit für die verschiedensten Deliktsbereichen, bearbeitet er auch seit längerem mehrere signifikante Fälle von Menschenhandel mit internationalem Bezug.

 

Quelle: Bundesamt für Polizei
Artikelbild: ESB Professional – shutterstock.com

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