Schweizer Presserat: Filme von Giftgasopfern kamen nicht von Islamisten

15.03.2017 |  Von  |  News
Schweizer Presserat: Filme von Giftgasopfern kamen nicht von Islamisten
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Der Schweizer Presserat hat eine Beschwerde gegen einen Beitrag der Nachrichtensendung „10vor10“ des Schweizer Fernsehens abgewiesen. Ein Zuschauer hatte den Beitrag „Syrische Regierung setzte Chlorgas ein“ vom 31. August 2016 bemängelt:

Die eingespielten Filmsequenzen über die Opfer der Giftgasangriffe vom März 2015 stammten seiner Meinung nach von einer Medienanstalt der terroristischen Nusra-Front. Das schloss der Zuschauer aus den links oben im Bild zu sehenden arabischen Signeten.

Die Redaktion „10vor10“ konnte jedoch gegenüber dem Presserat überzeugend nachweisen, dass die Videosequenzen nicht von der radikalislamistischen Nusra-Front kamen. Sondern einerseits von lokalen syrischen Anbietern, andererseits von den zivilen Helfern der Organisation Weisshelme.

Das Fernsehen belegte zudem, dass es die Herkunft der Filmbilder und deren Glaubwürdigkeit sorgfältig geprüft hatte.

Trotzdem teilt der Presserat die Kritik des Beschwerdeführers in einem Punkt: Die arabischen Signete sagten wohl den wenigsten Zuschauern etwas. Ein knapper, klarer Hinweis zur Herkunft der Filmsequenzen hätte dem Publikum gedient.

 

Quelle: Schweizer Presserat
Symbolbild: © wellphoto – shutterstock.com


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