Gegen Kunstfälschung: Schweizer Firma Artentika patentiert neue Technologie

06.06.2017 |  Von  |  News
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Artentika (Pty) Ltd, ein südafrikanischer Startup in schweizerischem Besitz, leitete massgebliche Schritte gegen Kunstfälschung ein, indem es bekanntgibt, zwei bahnbrechende Technologien zum Patent angemeldet zu haben, mit denen sich ermitteln lässt, ob ein Kunstwerk tatsächlich echt ist.

Artentikas CEO, Albertus Geldenhuys, erklärt: „Unsere Erfindungen verwenden entweder Quantentechnologie oder DNA in Verbindung mit anderen Methoden, um ein zusammengesetztes Rendering des Werkes zu erstellen. Die Interaktion des Künstlers oder der Künstlerin mit Werkzeugen und Materialien ergibt einen unverkennbaren ‚Fingerabdruck‘. Zieht man zudem die molekulare Zusammensetzung der Materialien in Betracht, so ergibt sich eine einzigartige ‚Artomatrix(TM)‘ mit vielfachen Eigenschaften, die sich unmöglich nachmachen lässt.“

Geldenhuys und sein Team verfügen über jahrzehntelange Erfahrung mit Fingerabdruck-Biometrie in grossen forensischen Systemen und Zutrittskontrolleinrichtungen, die sowohl in der Dritten Welt als auch in Hightech-Umgebungen eingesetzt werden.

„Dank unserer besonderen Fähigkeit, nutzbare Daten aus praktisch unsichtbaren Fingerabdrücken zu extrahieren, wurden wir, über ein Partnerunternehmen, von der FIFA ausgewählt, in ihrem Hauptsitz in Zürich ein Fingerabdruck-Zutrittskontrollsystem einzurichten.“

Geldenhuys, der sich ausserdem stark für Quantentechnologie interessiert, hat mehrere Technologien zur Authentifizierung von Menschen und Objekten miterfunden und patentieren lassen.

„Es war allerdings ein automatisiertes System zur Fingerabdruckerkennung, das uns vor vier Jahren dazu veranlasst hat, ein automatisiertes Kunstauthentifizierungssystem (Automated Art Authentication System, AAAS(TM)) zu erforschen“, erläutert er.


Logo Artentika (Bild: PRNewsfoto/Artentika (Pty) Ltd.)

Logo Artentika (Bild: PRNewsfoto/Artentika (Pty) Ltd.)


Artentika verwendet mobile Geräte, um die Erfassung von Daten vor Ort zu ermöglichen. Geldenhuys betont: „Es ist beschwerlich und kostenaufwändig, ein Gemälde von einem Haus, Büro oder Zolllager ins Labor zu transportieren. Es besteht immer das Risiko, dass es dabei beschädigt, gestohlen oder ausgetauscht wird. Wenn wir die Quanten-Route wählen, verwenden wir ein Multifunktionsgerät, das in einen Reisekoffer passt. Das Scannen dauert weniger als vier Minuten. Danach erstellen wir eine Referenzdatenbank, indem wir mehrere Werke desselben Künstlers scannen, worauf wir das untersuchte Werk mit dieser Datenbank vergleichen. Unser Bericht ist innerhalb von 24 Stunden fertig. Wenn wir DNA verwenden – weil zum Beispiel keine weiteren, relevanten Werke existieren oder diese nicht zugänglich sind -, ist der Prozess zeitaufwändiger und kann Tage oder sogar Monate dauern.“

Artentikas Schweizer Kunstauthentifizierungsdienst (Swiss Art Authentication Service) wird ab Herbst dieses Jahres zur Verfügung stehen. Abgesehen von Sammlern rechnet das Unternehmen mit Museen, Auktionshäusern, Finanzinstitutionen, Versicherungen und Regierungsbehörden als Kunden.

„Wir freuen uns darauf, einige intrigierende Kunstgeheimnisse der Welt lösen zu können“, erklärt Geldenhuys abschliessend.

 

Quelle: Artentika (Pty) Ltd
Artikelbild: © sirtravelalot – shutterstock.com


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