Hefenhofen TG: Mehr als 90 Pferde sollen am 17. August in Bern verkauft werden

14.08.2017 |  Von  |  News, Thurgau, Tierwelt
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Die im thurgauischen Hefenhofen beschlagnahmten und zurzeit im Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere untergebrachten mehr als 90 Pferde sollen am kommenden Donnerstag, 17. August in Bern verkauft werden.

Das hat das Veterinäramt des Kantons Thurgau bekanntgegeben. Der Schweizer Tierschutz STS kritisiert dieses übereilte Vorgehen aufs Schärfste.

Die jahrelang erfolglosen Versuche der Behörden gegen einen notorischen Tierquäler vorzugehen, haben die Tiere auf dem Hof des U.K. in Hefenhofen mit Unterernährung, schlechter Pflege, teils gar mit dem Tod bezahlt. Nun muss alles getan werden den beschlagnahmten Tieren, nach all der Quälerei und all dem Leid, ein besseres, tiergerechtes Leben zu ermöglichen.

Mit einer seriösen und überlegten Vermittlung der Pferde an fachkundige HalterInnen hätten die Verantwortlichen des Kantons Thurgau die Möglichkeit gehabt, zumindest etwas an den Tieren wiedergutzumachen. Dass dies nicht geschieht, sondern vielmehr ein eigentlicher „Pferde-Ausverkauf“ stattfinden soll, ist unverständlich und skandalös.

Der Schweizer Tierschutz STS hatte in der vergangenen Woche dem Thurgauer Regierungsrat Schönholzer Unterstützung bei der Platzierung der Pferde angeboten. Das Angebot beinhaltete auch eine kostenlose Begutachtung möglicher neuer Plätze durch STS-Pferdefachleute. Regierungsrat Schönholzer fand es nicht einmal für nötig, dem STS auf dieses Angebot zu antworten. Stattdessen werden die Pferde nun der Einfachheit halber verschachert, es wird noch Geld beim Tierverkauf herausgeschunden und was davon übrig bleibt wohl dem Tierquäler gutgeschrieben.

 

Quelle: Schweizer Tierschutz STS
Artikelbild: Symbolbild © VICUSCHKA – shutterstock.com

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3 Kommentare


  1. ich bin der Meinung das die Tiere zuerst Gesund gepflegt werden und der Erlös der Tiere sicher den Herrn zugeführt wir. sind ja sicher Tierarzt kosten vorhanden

  2. Das Veterinäramt Thurgau hätte jetzt die Möglichkeit gehabt, nach den jahrelangen Versäumnissen wenigstens etwas an den Pferden wieder gut zu machen, aber offenbar hat man nichts dazu gelernt. Die 93 Pferde sollen in einer Blltzaktion husch husch per sofort verschachert werden, ohne dass jemand kontrolliert, wie die neuen Plätze aussehen? Vielleicht ein Kesselring 2? Oder direkt in den Schlachthof? Auch die neuen BesitzerInnen haben keine Möglichkeit, sich die Tiere anzuschauen und sie kennen zu lernen. So sieht absolut unseriöser Tierhandel aus! Dass die Armee bzw deren „Kompetenzzentrum“ (worin kompetent?) dazu Hand bietet ist mehr als bedauerlich, es ist skandalös!

  3. Es ist eine grosse Schweinerei was hier abgeht , wenn es Menschen wären würde man sie artztlich betreuen schauen das sie eine geiignete Unterkunft bekommen und täglich ihr Sackgeld nun sind es leider nur Tiere (Pferde) . Der Kanton Thurgau sollte gut überlegen was Sie machen die Pferde sollten mindesten 2 Monate im Sand Schönbühl bleiben bis sie sich von ihren Strapatzen einigermassen erhohlt haben. Ich Appeliere an den gesunden Menschenverstand und an den Tierschutz das sie die geplante Auktion zuverhindern wissen .

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