Neue DNA-Testlösungen zur Identifizierung vermisster Personen vorgestellt

24.10.2017 |  Von  |  News, Vermisst
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Die Internationale Kommission für Vermisste Personen (ICMP, International Commission on Missing Persons) gab heute die Einführung eines hochmodernen, in Zusammenarbeit mit QIAGEN N.V. entwickelten Next-Generation-Sequencing-Workflows (NGS-Workflows) für das DNA-Identifizierungslabor für vermisste Personen der ICMP in Den Haag bekannt.

Diese Lösung integriert QIAGENs GeneReader NGS System und deckt alle Aspekte des Laborworkflows von der Probenextraktion bis zur endgültigen Analyse der DNA ab, wodurch eine einzigartige „Sample-to-Insight“-Nutzererfahrung entsteht. Der Workflow enthält automatisierte QIAGEN-Instrumente und Verbrauchsmaterialien für DNA-Extraktion, Liquid Handling, Quantifizierung, Probenvorbereitung sowie massive parallele Sequenzierung (MPS) der nächsten Generation.

„QIAGENs Unterstützung für die ICMP kommt zur rechten Zeit, ist gezielt und umfangreich“, erklärte heute Kathryne Bomberger, Generaldirektorin der ICMP. „Unsere Partnerschaft mit QIAGEN und anderen führenden Technologieunternehmen ermöglicht es der ICMP, weiterhin das weltweit führende Hochdurchsatz-Laborsystem zur Identifizierung von Menschen auf Basis der DNA-Technologie zu unterhalten. Dieses Laborsystem versetzt uns in die Lage, schnell, wirtschaftlich und effizient überall auf der Welt auf Szenarien mit Vermisstenfällen zu reagieren.“

Peer Schatz, Chief Executive Officer von QIAGEN, ergänzte: „Diese Zusammenarbeit beruht auf einer gemeinsamen Leidenschaft für die Anwendung hochmoderner Technologien zur Bewältigung eines sehr schwierigen Problems. Kriege, Katastrophen und andere Ereignisse, die Opfer von Ihren Familien trennen, hinterlassen unbeantwortete Fragen und unsagbares Leid.

Wir sind überzeugt, dass die Anwendung dieser hochmodernen Technologien für dieses Problem das Potenzial hat, Menschen, die eine solch schreckliche Unsicherheit erfahren, zu helfen. Die globale Rolle der ICMP bei der Sicherstellung der Zusammenarbeit von Regierungen und anderer Behörden zur Bearbeitung von komplizierten oder umfangreichen Vermisstenfällen erfordert den bestmöglichen DNA-Analyseworkflow. Dies zu erreichen ist ein weiteres Beispiel für QIAGENs Auftrag, eine Verbesserung der Lebensqualität zu ermöglichen.“

Die ICMP und mehrere wissenschaftliche Institute arbeiteten eng mit QIAGEN zusammen, um ein leistungsfähiges SNP-Panel (Einzelnukleotid-Polymorphismen) zu entwickeln, das speziell für die Identifizierung vermisster Personen ausgelegt ist. Das MPs-Plex der ICMP deckt mehr als 1400 Stellen im menschlichen Genom ab und nutzt dabei die Leistungsfähigkeit der massiven parallelen Sequenzierung. Neben dem individualisierten Panel wird QIAGEN die ICMP kontinuierlich auch mit Software, Reagenzien, Verbrauchsmaterialien und technischem Support unterstützen.

Seit 2001 verfügt die ICMP über ein hochmodernes DNA-Laborsystem, das ausschliesslich für die Identifizierung vermisster Personen bestimmt ist. Das System bietet hohe Durchsatzleistungen und unterstützt damit Regierungen bei der Identifizierung einer grossen Zahl an Personen, die aufgrund von Konflikten, Menschenrechtsverletzungen, Katastrophen natürlichen oder menschlichen Ursprungs, organisiertem Verbrechen, irregulärer Migration sowie durch andere Umständen vermisst werden.

Das System wurde zur Bearbeitung der schwierigsten Fälle entwickelt. Dank des hohen Durchsatzes konnten bislang 50.000 DNA-Analysen auf Basis von degradierte Skelettresten abgeschlossen werden, womit das Laborsystem zur Identifizierung von weltweit mehr als 20.000 Personen beigetragen hat. Das neue Labor der ICMP in Den Haag ist für bis zu 10.000 Fälle pro Jahr ausgelegt.

Im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte wurde die ICMP bei einer Vielzahl von komplexen Vermisstenfällen in mehr als 40 Ländern tätig. Die ICMP unterstützte unter anderem Bosnien-Herzegowina bei der Identifizierung von nahezu 90 Prozent der mehr als 8.000 Opfer des Völkermords in Srebrenica und stellte nach dem Tsunami in Südostasien im Jahr 2004 in Zusammenarbeit mit INTERPOL ihr forensisches Fachwissen als Teil eines gross angelegten internationalen Programms zur Identifizierung von Katastrophenopfern zur Verfügung. Das Laborsystem ist auch ein zentraler Bestandteil des Trainings-Exzellenzzentrums der ICMP und unterstützt die Programme der Organisation im Westbalkan, der MENA-Region und Lateinamerika.

 

Quelle: QIAGEN N.V.
Artikelbild: Symbolbild © ESB Professional – shutterstock.com


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