Gaskochfeld: Ist das Kochen mit Gas gefährlich?

02.11.2017 |  Von  |  News, Prävention
Gaskochfeld: Ist das Kochen mit Gas gefährlich?
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Wer ein Haus oder eine Wohnung mit Gasanschluss mietet, der tut dies oft mit gemischten Gefühlen. In den Köpfen der Menschen geistern oft Bilder von ausgebrannten Häusern. Hollywood inspiriert diese wilden Gedanken zusätzlich noch mit explodierenden Häusern.

Wenn es um den Kauf eines Gasherds oder einer Gasheizung geht, dann sind zahlreiche Kunden ebenfalls skeptisch. Viele verzichten auf die Installation, da sie die Geräte als gefährlich erachten.

Dabei bietet Gas viele Vorteile: So lässt sich beispielsweise beim Kochen mit Gas die Wärmezufuhr viel besser regulieren als mit einem Elektroherd. Profis und Hobbyköche haben den Vorteil des Kochen mit Gas schon lange für sich entdeckt, denn man kann auf den Punkt garen.

Experten halten die Sorgen vor der Gefahrenquelle Gas für unbegründet, wenn bestimmte Vorsichtsmassnahmen beachtet werden.

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Was ist dran an der Angst einer Gasexplosion?

Gasheizungen und Gasherde sind heutzutage sicher. “Die Geräte, die in Deutschland zum Einbau zugelassen sind, erfüllen technische Regeln für Gasinstallation und sind auch alle entsprechend zertifiziert“, erklärt Fridolin Wolfmaier, Inhaber eines Gas-Wasser-Installationsbetriebs. Die Zertifizierung erkennt man an der CE – Kennung am Typenschild. Dort befinden sich ebenfalls die Gerätekategorie und der Anschlussdruck.

Damit das Haus nicht à la Hollywood in die Luft fliegt, sind alle Geräte, die im Haus installiert werden, mit einer sogenannten Zündsicherung versehen. Diese ist dafür zuständig die Gaszufuhr zu stoppen, wenn die Flamme erlischt. „Trotzdem sollte jedes Gasgerät einmal im Jahr von einem Fachmann gewartet werden“, empfiehlt Wolfmaier. Nur ein Fachmann kann beurteilen, ob ein Gerät den Anforderungen entspricht oder aber erneuert werden muss.

Wie erkenne ich Unregelmässigkeiten?

Der Laie erkennt zum Teil auch, ob etwas mit seinem Gasgerät nicht stimmt.

Brennt die Flamme zum Beispiel unregelmässig, sind Verfärbungen oder Russspuren sichtbar, so sollte das Gerät vom Fachmann überprüft werden. Deutliche Alarmsignale sind auch ungewöhnliche Geräusche beim Anspringen oder ein auffälliger Gas-Geruch.

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Wie erkenne ich Gasgeruch?

Wer einen Gasanschluss im Gebäude hat, kann in der Regel auf die Zuverlässigkeit von Sicherheitsstandards vertrauen. Allerdings schadet es auch nicht zu wissen, wie man sich in einer vermeidlich bedrohlichen Situation richtig reagiert.

Beissender Geruch als erstes Warnsignal

Kommt Gas mit Sauerstoff in Verbindung besteht prinzipiell eine erhöhte Explosionsgefahr. Bei einer Konzentration von 4,5 Volumenprozent (das ist sehr wenig!) besteht die Gefahr einer Gasexplosion.

Um dieser gefährlichen Konzentration entgegenzuwirken, werden dem Gas Duftstoffe beigemischt, damit unsere Nase Alarm schlägt.

Wie riecht Erdgas?

Normalerweise riecht Erdgas, bzw das explosive Gemisch mit Stoff nach Ammoniak. Der Geruch wird als faulig, modrig, stechend, unangenehm und vor allem einmalig beschrieben.

Der Geruch ist so intensiv, dass bereits geringste Mengen an ausgetretenem Gas deutlich wahrgenommen werden können. Zündet man also sein Gaskochfeld einfach nur an und hält den Gashebel etwas länger gedrückt, besteht nicht gleich Explosionsgefahr. Nur wenn der Geruch unklar und unbeabsichtigt ist, sollte der Geruch als Alarmsignal gesehen werden.

Flammen und Feuer sofort löschen

Erkennt man einen Gasgeruch als potentielle Gefahr, muss man sofort alle brennenden Feuerquellen löschen und für Durchzug sorgen.

Dies sollte man auch recht schnell tun, denn falls das Gas schon eine geraume Zeit ausgetreten ist und die Konzentration in der Luft den Mindestwert erreicht hat, reicht schon ein kleiner Funke, um Gas zu entzünden.

Kann man die Feuerquelle nicht schnell löschen, da es sich dabei um einen Kamin oder Ofen handelt, sollte man für Frischluft sorgen. Fenster und Türen sollten dabei geöffnet werden, damit die Gaskonzentration schnell abfällt.

Lüften sollten Sie aber in jedem Fall!

Finger weg von elektrischen Geräten

Funkenschlag ist ebenso wie offenes Feuer eine Zündquelle für ausströmendes Gas.

Durch die Betätigung eines Geräte- oder Lichtschalters oder auch durch das Entfernen eines Steckers aus einer Steckdose, kann sich im schlimmsten Fall eine Gasexplosion entwickeln. Darum sollte man nach den ersten Gegenmassnahmen keine elektrischen Geräte mehr benutzen. Selbst das Handy kann bei einer hohen Gaskonzentration schon der nötige Auslöser sein.

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Untere Stockwerke und Keller meiden

Gas ist schwerer als Luft. Das heisst, dass sich ein explosives Gasgemisch vor allem nah am Boden und in unteren Stockwerken bewegt.

Dabei sind Türen und Treppen keinen Barriere. Daher ist der Ursprung einer Gasexplosion meistens im Keller. Stellt man im Haus also einen Gasgeruch fest, ist es sehr gut möglich, dass tiefer liegende Räume und Stockwerke eine deutlich stärkere Gasbelastung haben. Diese Räume sollten also weitestgehend gemieden werden

Gashahn abdrehen

Stellt man einen unerklärlichen Gasgeruch fest, dann sollte man sofort den Haupthahn der Gasleitung abdrehen. Liegt dieser im Keller, gilt es besonders vorsichtig zu sein.

Nach dem Abdrehen gibt es jedoch keinen Grund zur Entwarnung. Die Gefahr ist erst dann gebannt, wenn alle Räume vollständig durchlüftet sind und die Quelle des Gasgeruchs unschädlich gemacht wurde.

Gebäude evakuieren

Es genügt, wenn eine Person für die Durchlüftung und Sicherung von eventuellen Feuerquellen sorgt.

Die anderen Hausbewohner sollten tunlichst das Haus verlassen. Wohnen mehrere Parteien im Haus, sollten diese ebenfalls aus dem Haus gehen.

Feuerwehr rufen

Sind alle Bewohner in Sicherheit und sind erste Massnahmen gegen eine steigende Gaskonzentration unternommen, sollte schnellstens die Feuerwehr verständigt werden.

Diese wird den Gasgehalt im Haus messen und die Feuerquelle suchen

Bereitschaftsdienst informieren

Auch sollte der Bereitschaftsdienst des Gasnetzbetreibers informiert werden.

Gibt es einen Defekt an der Gasleitung, wird dieser ihn beheben.

Wie gehe ich auf Nummer Sicher?

Der Laie kann ohne besondere technische Fähigkeiten bestimmte Dinge regelmässig überprüfen:

Die Gasleitung

  • Ist die Hauptabsperreinrichtung frei zugänglich? Der Hebel sitzt in der Regel dort, wo die Gasleitung aus der Wand kommt.
  • Ist die Gasleitung gut befestigt und hängt nicht irgendwo durch?
  • Sind die Leitungen gut in Schuss, blättert Farbe ab oder sieht angegriffen aus?

Den Gaskochstelle

  • Bekommt das Gerät genügend Luft?
  • Ist das Gaskochfeld an eine Gassteckdose angeschlossen, sollte der Schlauch nicht hinter den Herd geführt sein, so dass man ihn regelmässig angucken kann. Der Schlauch sollte keine Knicke haben

Wer wartet mein Gerät und wer bezahlt die Wartung?

In Mietwohnungen hat man meistens nicht die Wahl, ob man mit Gas heizen oder kochen kann. Als Mieter muss man in der Regel das nehmen, was vorhanden ist.

Aber wie sieht es dann mit den Kosten für die Wartung von Herd und Heizung aus?

Die Rechtslage sagt, dass der Vermieter für die Wartung von Gasleitungen zuständig ist und diese auch bezahlen muss. Häufig wird dies aber in den Nebenkosten trotzdem auf die Mieter umverteilt.

 

Artikelbild: worapot noicharoen – shutterstock.com

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