Zürich ZH: Vermehrte „Spoofing“-Fälle – Betrüger geben sich als Polizisten aus

07.12.2017 |  Von  |  Betrug, Polizeinews, Schweiz, Zürich
Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!

In der Stadt Zürich kam es in den letzten beiden Tagen zu mehreren Telefonbetrugsversuchen. Die Anrufer gaben sich jeweils als Polizisten aus und versuchten so an das Bargeld oder andere Wertgegenstände ihrer Opfer zu kommen.

Diese neue Tätermasche wird als „Spoofing“ bezeichnet, ein englischer Begriff für Verschleierung oder Vortäuschung.

Seit dem Mittwoch, 6. Dezember 2017 wurden in der Stadt Zürich über ein Dutzend Personen telefonisch von Unbekannten angerufen, die sich als Polizistin oder Polizist ausgaben. Weil die Betroffenen auf ihrer Telefonanzeige zudem die Notrufnummer 117 aufleuchten sahen, lag die Vermutung bei ihnen nahe, dass sich tatsächlich die Polizei bei ihnen meldete.

Die meist hochdeutsch sprechenden Unbekannten gingen stets gleich vor und versuchten zuerst das Vertrauen der Opfer zu gewinnen. Nachdem dies scheinbar gelungen war, teilten ihnen die falschen Polizisten mit, dass kriminelle Personen es auf ihr Vermögen abgesehen hätten und darum ihr Geld auf den Bankkonten nicht mehr sicher sei.

Sie forderten die Leute auf, das Bargeld zu holen und es dann einem zivilen Polizisten, der demnächst vorbeikommen werde, zur sicheren Verwahrung zu übergeben. Glücklicherweise waren die Angerufenen immer skeptisch, schenkten der Geschichte keinen Glauben und informierten die Polizei. Zurzeit sind der Stadtpolizei Zürich keine Fälle bekannt, bei welchen es zu einer Geldübergabe gekommen ist. Die polizeilichen Ermittlungen laufen.

Um sich vor Telefonbetrügern zu schützen, rät die Stadtpolizei Zürich folgendes:

  • Überprüfen Sie, ob es sich um einen echten Polizisten handelt, indem Sie die Nummer 117 wählen und nach dem anrufenden Polizisten fragen.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn jemand und sei es auch ein Polizist Sie dazu bringen will, Geldsummen bei der Bank abzuheben, zu zahlen, jemandem zu übergeben oder irgendwo zu deponieren. Die Polizei verlangt nie telefonisch Bargeld.
  • Nehmen Sie Warnhinweise von Bankangestellten ernst und erlauben Sie diesen bei geringsten Zweifeln, die Polizei zu verständigen.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen an Ihnen nicht bekannte Personen.
  • Deponieren Sie keinesfalls irgendwo Geld oder Wertsachen.
  • Notieren Sie sich ihnen nicht bekannte Telefonnummern.
  • Polizisten weisen sich immer mit ihrem Dienstausweis aus.
  • Melden Sie verdächtige Anrufe oder geplante persönliche Kontaktaufnahmen umgehend der Polizei auf der Notrufnummer 117.

 

Quelle: Stadtpolizei Zürich
Artikelbild: Symbolbild © Stadtpolizei Zürich

Über belmedia Redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.


Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!

1 Kommentar


  1. Da Dummheit grenzenlos ist, und junge wie alte Menschen betrifft, ist es ganz normal, dass lichtscheues Gesindel diesen Umstand nutzen wollen, um sich zu bereichern !
    Es gibt keine Polizei auf dieser Welt, welche auf telefonischem Weg Menschen kontaktiert und sie auffordert, Geld oder Wertsachen zur Aufbewahrung abzuholen ! das macht auch keine Bank der Welt, falls die Gauner ihre “ Masche “ wechseln !!!

Ihr Kommentar zu:

Zürich ZH: Vermehrte „Spoofing“-Fälle – Betrüger geben sich als Polizisten aus

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.