Kanton Zürich: Warnung vor Betrugsfällen und Diebstählen mit Kryptowährungen

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Mit dem Boom von Kryptowährungen nehmen auch Betrugsfälle und Diebstähle mit Kryptowährungen zu.

In Kryptowährungen zu investieren, birgt spezielle Risiken. Wer zum Beispiel ein Franken- oder Euro-Konto bei einem herkömmlichen Finanzinstitut hat, kann sich grundsätzlich auf das Finanzinstitut verlassen und davon ausgehen, dass das Geld dort sicher ist.

Bei Dienstleistern von Kryptowährungen handelt es sich meist um private Anbieter oder man ist getreu dem Werbeslogan „be unbanked“ gar vollkommen selbst für seine Vermögenswerte verantwortlich. Wenn man sie durch ein Delikt verliert, haftet niemand dafür.

Investoren in Kryptowährungen recherchieren oft nicht oder nicht sorgfältig genug und den Apps und Onlinediensten wird blindlings vertraut. Alles muss möglichst einfach zu jeder Zeit und an jedem Ort funktionieren, unter Umständen auf Kosten der Sicherheit. Ungenügendes Wissen über die Kryptowährungen und fahrlässiger Umgang mit Zugangsdaten zu Wallets, Keys oder Seeds führen zunehmend zu Betrugshandlungen, in der Regel mit Totalverlust.

Als Beispiel können wir zwei Fälle nennen, bei denen IOTA mit einem Gegenwert von total circa einer Million Franken gestohlen wurden.

IOTA ist eine Kryptowährung, die in Zukunft im „Internet of Things“ verwendet werden soll. Beispielsweise könnte damit ein digitales Bezahlsystem, mit dem Ihr Auto die Parkhausgebühr bei der Einfahrt selber bezahlt, realisiert werden.

Wir gehen davon aus, dass die Täterschaft in den Besitz von Teilen des privaten Schlüssels der User gelangt ist. Der Rest des Schlüssels könnte mit Hilfe eines Brute-Force-Angriffs geknackt worden sein.

Brute-Force nennt man eine Hacker-Methode, wo mit einer einfachen Software in sehr kurzer Zeit sehr viele Zeichenkombinationen ausprobiert werden, bis die richtige gefunden ist.

Mit diesem gehackten Schlüssel und weiteren Aktivitäten konnte die Täterschaft IOTA-Diebstähle begehen.

Neben zum Beispiel Bitcoin, Etherum und Monero existieren zurzeit über 1400 Kryptowährungen, welche verschiedene Eigenheiten aufweisen. Die Kantonspolizei Zürich rät deshalb, sich gewissenhaft über die Anbieter und die Risiken im Zusammenhang mit Investitionen in zu informieren, sowie im Umgang mit Kryptowährungen vorsichtig zu sein. Es wird empfohlen, beim Verwenden von Onlinedienstleistern eine Zweifaktorenauthentifizierung zu aktivieren und seine Zugangsdaten sicher zu verwahren. Die Mehrfachverwendung von gleichen Passwörtern bei verschiedenen Diensten sollte vermieden werden. Ebenso sollten unverschlüsselte Zugangsdaten nicht in Cloud-Diensten oder Mailkonten gespeichert oder versendet werden.

 

Quelle: Kantonspolizei Zürich
Artikelbild: Symbolbild © Kantonspolizei Zürich

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