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Kanton Uri: Fünf Verkehrstote 2017 – mehr Schwer- und Leichtverletzte

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Im Jahr 2017 ereigneten sich auf den Urner Strassen 428 (Vorjahr: 410) polizeilich registrierte Verkehrsunfälle.

Fünf Personen verunfallten tödlich (2). Insgesamt verletzten sich 150 (133) Personen bei Verkehrsunfällen. Der Sachschaden beläuft sich auf 3’704’000 (2’898’600) Franken.

Todesopfer und Verletzte

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Uri 428 (410) polizeilich registrierte Verkehrsunfälle. Dabei haben 5 (2) Personen ihr Leben verloren. 23 (19) Personen verletzten sich schwer und 127 (114) leicht. Insgesamt stieg die Anzahl der verunfallten Personen gegenüber dem Vorjahr um 14.8 Prozent. Diese Erhöhung ist auf die gestiegene Anzahl der Schwer- und Leichtverletzten zurückzuführen. Eine (4) Person wurde auf einem Fussgängerstreifen verletzt.

Unfallbeteiligte

An den Verkehrsunfällen waren insgesamt 849 (794) Personen beteiligt. Davon waren 6 (11) Personen Fussgänger und 843 (783) Lenker oder Mitfahrer von Fahrzeugen.

Unfallorte

Am meisten Unfälle ereigneten sich in der Gemeinde Altdorf 62 (88); am wenigsten in den Gemeinden Isenthal und Bauen mit je 2 (3); dicht gefolgt von Attinghausen mit 3 (3). Die Verkehrsunfälle innerorts stiegen von 137 auf 151 an. Ausserorts erhöhten sie sich von 166 auf 194. Auf der Autobahn sank die Anzahl Unfälle auf 83 (107).

Unfallzeiten

Die unfallträchtigsten Monate waren der Juni mit 54, der August mit 48 und der Juli mit 42 Unfällen. Am meisten Kollisionen ereigneten sich am Montag 75 (Freitag 78) und am wenigsten am Donnerstag 47 (Dienstag 46). Auf die Tageszeit bezogen ereigneten sich die meisten Unfälle, insgesamt 38, zwischen 15.00 Uhr bis 15.59 Uhr (43, zwischen 13.00 Uhr bis 13.59 Uhr und 16.00 Uhr bis 16.59 Uhr), die wenigsten, nämlich 2 Unfälle, zwischen 01.00 Uhr bis 01.59 Uhr (2, zwischen 00.00 Uhr bis 00.59 Uhr und 04.00 Uhr bis 04.59 Uhr).

Häufigste Unfallursache

An der Spitze der Unfallursachen liegen erneut Unaufmerksamkeit und Ablenkung mit 198 (191) sowie das Nichtanpassen an die Geschwindigkeit in 69 (52) Fällen.

Sachschaden

Der Sachschaden beläuft sich auf 3‘704‘000 (2’898’600)Franken.

Präventionstätigkeiten

2017 wurden unter anderem folgende Präventionstätigkeiten durchgeführt: In der Fasnachtszeit erfolgte die Empfehlung „Wer fährt, trinkt nicht.“ Auf dem Urnerboden wurde zusammen mit der Kantonspolizei Glarus der „SuperBiker“ Präventionstag durchgeführt. Dabei erhielten die Motorradlenker wichtige Tipps zum sicheren Fahren und zur Unfallverhütung. Mit der Kampagne „Keine Ablenkung“ haben wir Verkehrsunfällen präventiv entgegengewirkt. Ein E-Bike ist wilder als man denkt. Darum die Frage: „Beherrschen Sie Ihr E-Bike?“ Diesen Lenkern wurde eine defensive und vorausschauende Fahrweise empfohlen. Bei der Kampagne „Schulbeginn“ war die Bereitschafts- und Verkehrspolizei (BVP) vermehrt bei Schulhäusern und auf Schulwegen an neuralgischen Stellen präsent. Ausserdem wurden in dieser Zeit (Schulbeginn August und Schulbeginn nach Herbstferien) zusätzliche Geschwindigkeitskontrollen im Bereich von Schulhäusern gemacht.

Ausblick – Analyse, Aufklärung und Prävention bleiben im Fokus

Auch weiterhin gilt es Bewährtes, wie beispielsweise die Kampagne zum Schulbeginn weiterzuführen, sowie neue Aktionen zu den Themen Fahren unter Medikamenteneinfluss oder zur Sichtbarkeit im Strassenverkehr einzuführen.

Bei der Analyse des Strassennetzes besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Baudirektion. Gemeinsam werden Unfallschwerpunkte analysiert und Massnahmen getroffen.

Im Bereich Kontrollen und Aufklärung wird die Zusammenarbeit mit den Nachbarkantonen gefördert und intensiviert. So sind unter anderem auf den Urner Passstrassen wiederum präventive und repressive Aktionen geplant. Namentlich wird zusammen mit der Kantonspolizei Glarus auf der Klausenpassstrasse erneut die Aktion „SuperBiker“ durchgeführt.

In Zusammenarbeit mit der Pro Senectute wird im Mai 2018 erstmalig ein E-Bike Fahrsicherheitskurs angeboten. Auf einer Erlebnistour im Urner Talboden werden dabei Inhalte wie Gefahrenerkennung, Sichtbarkeit, Geschwindigkeit und Anhalteweg praxisbezogen thematisiert.

 

Quelle: Kantonspolizei Uri
Artikelbild: Symbolbild © Kantonspolizei Uri

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