Zunächst sommerlich, am Abend stürmisch

22.09.2018 |  Von  |  News, Wetter
Zunächst sommerlich, am Abend stürmisch
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Pünktlich zum kalendarischen Herbstanfang morgen Sonntag zeigt sich Herbststurm Fabienne für unser Wetter verantwortlich. Im Vorfeld wird nochmals sehr warme Luft herangeführt, so dass es vielerorts erneut einen Sommertag geben dürfte.

Der Südwestwind frischt im Tagesverlauf aber immer mehr auf, am späteren Abend muss im Flachland verbreitet mit Sturmböen, auf den Bergen sogar mit teils schweren Orkanböen gerechnet werden.

Wie MeteoNews mitteilt, befindet sich das Tiefdruckgebiet mit Namen Fabienne derzeit noch über dem Atlantik. Bis morgen Sonntagabend verstärkt sich das System weiter und entwickelt sich zu einem ausgewachsenen Herbststurm, vermutlich erreicht Fabienne sogar Orkanstärke. Am südlichen Rand eines umfangreichen Tiefdruckkomplexes bei Skandinavien gewinnt Herbststurm Fabienne als sogenannter „Schnellläufer“ noch weiter an Fahrt und wird in der kommenden Nacht den Ärmelkanal und Nordfrankreich überqueren. Am Sonntagmorgen, pünktlich zum Beginn des kalendarischen Herbstanfang, dürfte sich das Zentrum von Fabienne bei Luxemburg befinden, bis zum Abend zieht das Sturmtief nach Polen weiter. Voraussichtlich an seiner Südseite werden sich morgen Nachmittag, am Abend und in der Nacht auf Montag die stärksten Winde entfalten. Im Schweizer Flachland sind bereits am Nachmittag Windböen von 50 bis 70 Kilometer pro Stunde möglich, in den Abendstunden und in der ersten Nachthälfte muss mit Eintreffen der Kaltfront und mit Winddrehung auf West- bis Nordwest verbreitet mit teils kräftigen Regengüssen und Sturmböen von 75 km/h bis 90 km/h gerechnet werden, an exponierten und in leicht erhöhten Lagen sind durchaus 100 km/h und mehr möglich. Auch in den Alpentälern dürften am späteren Abend beziehungsweise in der ersten Nachthälfte Sturmböen auftreten, durch Kanalisierungseffekte sind dort lokal auch Orkanböen bis rund 120 km/h denkbar. Noch mehr Wind wird auf den Bergen erwartet. Sowohl auf den Jurahöhen, wie auch auf den Voralpen- und Alpengipfeln ist bereits am Vormittag mit Sturm zu rechnen, am Nachmittag und Abend sowie in der Nacht auf Montag muss gar mit schwerem Sturm begleitet von schweren Orkanböen von 120 km/h bis etwa 150 km/h gerechnet werden.

Im Vorfeld werden in einer kräftigen südwestlichen Strömung morgen Sonntag aber nochmals sehr warme Luftmassen in die Schweiz transportiert, so dass ab der Mittagszeit verbreitet nochmals Temperaturwerte von 25 bis 27 Grad verzeichnet werden können, was einem weiteren Sommertag entspricht. In Genf sind sogar fast 30 Grad möglich. Den spätesten Hitzetag auf der Alpennordseite gab es diesen Freitag, den 21. September 2018, als in Chur 30.3 Grad verzeichnet werden konnten.

Die meisten Bäume sind aktuell noch belaubt und bieten daher eine grosse Angriffsfläche für den Wind. Weil der Frühling und Sommer zudem sehr trocken verliefen, sind viele Bäume geschwächt, sogar ohne äussere Einwirkung sind deswegen immer wieder Äste abgebrochen. Vom Aufenthalt im Wald oder ganz allgemein betrachtet in der Nähe von Bäumen wird morgen Sonntag dringend abgeraten, auch in den Tagen darauf besteht in den Wäldern eine erhöhte Gefahr von Astbruch und umstürzenden Bäumen.

Am Montag beruhigt sich das Wetter rasch wieder, nach Restwolken entlang der Berge und vereinzelt letzten Tropfen setzt sich zunehmend die Sonne durch. Mit 14 bis 16 Grad ist es aber markant kühler als noch am Sonntagnachmittag. Dies macht sich auch an der Nullgrad- bzw. an der Schneefallgrenze bemerkbar, in den Morgenstunden sind Flocken bis unter 2000 Meter, vereinzelt in den Voralpen bis gegen 1500 Meter möglich. Trotz viel Sonnenschein bleiben die Temperaturen auch am Dienstag noch deutlich unter der 20-Grad-Marke, wegen der zügigen Bise fühlen sich diese Werte noch etwas frischer an. Ab Mittwoch steigt bei weiterhin meist sonnigem Wetter das Temperaturniveau voraussichtlich wieder an, am Donnerstag und Freitag werden am Nachmittag jeweils warme 21 bis 23 Grad erwartet.

 

Quelle: MeteoNews
Artikelbild: Symbolbild © Kichigin – shutterstock.com

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