Umfrage: Sollen Schweizer Terroristen die Todesstrafe erhalten?

Sollen Terroristen mit dem Tod bestraft werden? Ein beachtlicher Teil der Schweizer Bevölkerung sagt gemäss einer soeben durchgeführten repräsentativen Umfrage „Ja“.

So halten es 40 Prozent der Befragten für richtig, dass die beiden Schweizer Doppelbürger, die eine Rolle bei der grausamen Ermordung der beiden skandinavischen Camperinnen im vergangenen Dezember gespielt haben sollen, mit dem Tod bestraft werden, falls das zuständige Gericht in Marokko sie für schuldig befindet.

Dies und weitere Resultate hat eine repräsentative Online-Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com Schweiz bei 1‘000 Personen von 14 bis 65 Jahren aus der Deutsch- und Westschweiz ergeben.

Dabei befürworten Männer eher die Todesstrafe als Frauen. Im Fall der ermordeten Camperinnen in Marokko sind es 45 Prozent der Männer und 34 Prozent der Frauen. Auf der anderen Seite lehnen 39 Prozent der insgesamt Befragten die Todesstrafe ab. Rund ein Fünftel (22%) können sich nicht eindeutig zu einem ein Ja oder Nein durchringen. Bei den Unentschiedenen ist der Anteil der Frauen mit 25 Prozent deutlich höher als jener der Männer mit 18 Prozent.

Terroristen: Jeder Fünfte befürwortet Todesstrafe in der Schweiz

Auch unabhängig vom Fall in Marokko zeigt sich ein ähnliches Bild zur Todesstrafe. Gilt sie in einem Land, befürworten 36 Prozent der Befragten gemäss dem Motto „andere Länder, andere Sitten“, dass dort Terroristen, die gezielt töten, hingerichtet werden.

Jede/r Fünfte (18%) der Befragten ist gar der Meinung, dass die Schweiz die Todesstrafe für solche Verbrechen in Erwägung ziehen sollte. 35 Prozent halten die Todesstrafe dagegen nie für gerechtfertigt und wollen sie weltweit verboten sehen.

 

Quelle: Marketagent.com Schweiz
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