UNO-Gedenktag: CSI informiert auf Webseite über religiöse Gewalt in Nigeria

21.08.2019 |  Von  |  News, Weltgeschehen
UNO-Gedenktag: CSI informiert auf Webseite über religiöse Gewalt in Nigeria

Christliche Kinder in einem Flüchtlingslager von Maiduguri im Nordosten von Nigeria, Bundesstaat Borno. Sie mussten vor der Gewalt der islamistischen Terrormiliz Boko Haram fliehen. (August 2017) Quelle: CSI, Verwendung kostenlos Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/de/nr/100007062 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/CSI Christian Solidarity International"

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Die UNO-Generalversammlung hat am 28. Mai 2019 mit dem 22. August einen neuen Gedenktag eingeführt, den „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer von Gewalthandlungen aufgrund der Religion oder der Weltanschauung“.

CSI widmet eine neue Website den Gewaltopfern in Nigeria – in keinem anderen Land wurden in den letzten Jahren mehr Christen wegen ihres Glaubens umgebracht.

„Die Generalversammlung ist zutiefst besorgt über die anhaltenden Intoleranz- und Gewalthandlungen aufgrund der Religion oder der Weltanschauung (…) und über die zunehmende Anzahl und Intensität solcher Vorfälle“, heisst es in der UNO-Resolution A/RES/73/296 vom 28. Mai 2019, mit der die Generalversammlung den 22. August als Gedenktag für die Opfer religiöser Gewalt einführte.

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CSI begrüsst die UNO-Resolution – und fordert Taten

Die Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI) begrüsst die Einführung des neuen Gedenktags für die Opfer religiöser Gewalt. Doch damit ist es nicht getan: „Auf die lobenswerten Worte müssen nun unverzüglich Taten folgen“, sagt CSI-Geschäftsführer Dr. John Eibner. „Gerade in Nigeria darf die internationale Gemeinschaft nicht länger zuschauen.“ In den letzten Jahren kamen bei religiös motivierten Angriffen Zehntausende ums Leben. Gegenwärtig sind drei Millionen Nigerianer auf der Flucht.

„Die religiöse Gewalt in Nigeria ist viel komplexer als die grob vereinfachenden und die Religion ausklammernden Darstellungen, die gegenwärtig weitverbreitet sind“, so John Eibner. „Oft porträtieren sie Boko Haram im Nordosten Nigerias als eine isolierte Terror-Bande auf der Flucht und die weitverbreitete Gewalt der Fulani in Zentralnigeria als einen lediglich lokalen Konflikt zwischen Nomaden und Bauern.“

Neue CSI-Website stellt religiösen Aspekt der Attacken ins Zentrum

Der religiöse Aspekt ist für das Verständnis der eskalierenden Gewalt in Nigeria zentral. Dies verdeutlicht CSI auf der Website www.nigeria-report.org. Die neue CSI-Website sammelt relevante internationale Medienartikel, verweist zu nützlichen Websites und Berichten, gibt Opfern eine Stimme und führenden – grösstenteils nigerianischen – Intellektuellen eine Plattform, auf der sie ihre Lösungsansätze präsentieren können. Die bisher sechs Gastbeiträge stammen von Chinedu Ike, Baroness Caroline Cox, Onyemaechi F.O. Ogbunwezeh, Sr Mary Rose-Claret Ogbuehi, Msgr. Obiora Ike und Hassan John.

„Die eskalierende religiöse Gewalt bedroht längst nicht mehr nur Nigeria selbst, sondern auch seine Nachbarn“, mahnt John Eibner. „Der fehlende Wille oder die Unfähigkeit der nigerianischen Armee, der religiösen Gewalt entgegenzutreten, öffnet internationalen Terrornetzwerken Tür und Tor – auch für Aktivitäten bei uns. Wir müssen jetzt handeln.“

 

Quelle: CSI Christian Solidarity International
Titelbild: obs/CSI Christian Solidarity International


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