Mordfall Claudia Ruf (†11): 945 Männer gaben Speichelprobe ab

Hemmerden. 23 Jahre nach dem Mord an der damals elfjährigen Claudia Ruf aus Grevenbroich-Hemmerden haben 945 Männer an dem ersten Teil einer DNA-Reihenuntersuchung teilgenommen.

Sie waren an den vergangenen beiden Wochenenden der Einladung der Staatsanwaltschaft und der Polizei gefolgt und gaben in der Grundschule in Hemmerden ihre Speichelproben ab.

Zunächst waren von den Ermittlern 800 Männer aus Hemmerden eingeladen worden. In der vergangenen Woche erhöhte sich die Anzahl auf 1000, weil weitere Männer ermittelt werden konnten oder sich selber gemeldet hatten, die im Jahre 1996 Bezugspunkte nach Hemmerden hatten. Auch die an diesem Wochenende genommenen Speichelproben werden in das Landeskriminalamt NRW nach Düsseldorf gebracht. Dort werden sie mit der tatrelevanten Spur abgeglichen. “Dieser Vorgang wird voraussichtlich zwei bis drei Monate in Anspruch nehmen”, erklärte der Leiter der Mordkommission, Erster Kriminalhauptkommissar Reinhold Jordan.

Die Ermittlungen gehen weiter

Für die Beamtinnen und Beamten der Mordkommission sind die Ermittlungen damit nicht beendet. “Die Männer, die trotz Einladung nicht zu den Terminen in der Grundschule erschienen sind, werden durch die Beamtinnen und Beamten aufgesucht. Außerdem gilt es, die Speichelproben von weiteren 900 Männern zu erfassen, die damals einen Bezugspunkt nach Hemmerden hatten, aber mittlerweile in anderen Städten und Orten in Deutschland oder sogar im Ausland leben. Diese Männer werden über die örtlich zuständigen Polizeibehörden oder die Ermittlungsteams der Mordkommission kontaktiert und vor Ort um Abgabe einer Speichelprobe gebeten. Einige Personen, die in das Raster passen, sind bereits verstorben. In diesen Fällen werden wir deren Verwandte aufsuchen” so Jordan.

 

Quelle: Polizei Bonn
Titelbild: Symbolbild © Olaf Ludwig – shutterstock.com


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