Verdacht der Beihilfe zum Landesverrat – Anklage gegen Deutsch-Afghanin erhoben

Karlsruhe. Die Bundesanwaltschaft hat am 12. Dezember 2019 vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Koblenz Anklage gegen die deutsch-afghanische Staatsangehörige Asiea S. erhoben.

Die Angeschuldigte ist der Beihilfe zum Landesverrat (§ 94 Abs. 1 Nr. 1, 27 Abs. 1 StGB) hinreichend verdächtig.

In der nunmehr zugestellten Anklageschrift ist im Wesentlichen folgender Sachverhalt dargelegt:

Der Ehemann der Angeschuldigten, Abdul S., war seit Jahren als Übersetzer und Landeskundlicher Berater bei der Bundeswehr tätig. In dieser Eigenschaft gab er Erkenntnisse an einen iranischen Nachrichtendienst weiter, wobei die übermittelten Dokumente ein Staatsgeheimnis darstellten. Von Beginn an unterstützte Asiea S. ihn bei dieser Verratstätigkeit.

Gegen Abdul S. hat die Bundesanwaltschaft bereits am 12. August 2019 vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Koblenz Anklage erhoben. Dieser war am 15. Januar 2019 festgenommen worden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

 

Quelle: Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (GBA)
Titelbild: Symbolbild © create jobs 51 – shutterstock.com


Ihr Kommentar zu:

Verdacht der Beihilfe zum Landesverrat – Anklage gegen Deutsch-Afghanin erhoben

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.