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Kantonspolizei Zürich leitet grossen Einsatz in der WEF-Woche 2020

Das World Economic Forum (WEF) stellt einen Grosseinsatz für die Polizeikorps der Schweiz dar, auch ausserhalb von Davos. Der Einsatz wird gesamtschweizerisch geplant.

Die Kantonspolizei Zürich wirkt wie schon in den Vorjahren bei der polizeilichen Sicherung des WEF massgeblich mit. Dies haben Sicherheitsdirektor Mario Fehr und Kommandant Thomas Würgler am Montagvormittag vor den Medien aufgezeigt.

Die Kantonspolizei ist dabei in dreierlei Hinsicht stark für die Sicherheit der Gäste und der Bevölkerung engagiert. Erstens stellt sie wie die meisten kantonalen Polizeikorps und grösseren städtischen Korps im Rahmen eines interkantonalen Polizeieinsatzes (IKAPOL) zahlreiche Einsatzkräfte zur Unterstützung der Kantonspolizei Graubünden in Davos zur Verfügung. Zweitens ist die Kantonspolizei Zürich im eigenen Kanton vor allem mit der Einreise und dem Transfer der WEF-Gäste befasst. Und drittens ist trotz der Mehrbelastung die polizeiliche Versorgung im Kanton weiter zu garantieren.

Einsatzabschnitt Graubünden: Den Einsatz im Bündnerland leitet die Kantonspolizei Graubünden. Sie weist den Kontingenten aus den andern Korps Aufgaben und Einsatzorte zu. Dabei ist vor allem an Personenschutz- oder allgemeine Sicherungsaufgaben zu denken. Genaue Angaben zur Anzahl an Polizeiangehörigen, die zur Unterstützung nach Davos entsandt werden, können nicht bekannt gegeben werden, da diese Rückschlüsse auf das polizeiliche Dispositiv zulassen würden.

Einsatzabschnitt Zürich: In diesen Tagen reisen zahlreiche völkerrechtlich geschützte Vertreterinnen und Vertreter ausländischer Regierungen und internationaler Organisationen über den Flughafen Zürich in die Schweiz ein und machen sich auf den Weg ans WEF.

Für die sichere Einreise und das Begleiten der zahlreichen Gäste leistet die Kantonspolizei Zürich einen grossen Einsatz. So werden zum Beispiel in diesen Tagen rund 130 völkerrechtlich geschützte Gäste wie etwa 5 Angehörige von Königshäusern, 22 Präsidentinnen und Präsidenten sowie 23 Premierministerinnen und Premierminister erwartet, für welche die Polizei im Auftrag des Bundessicherheitsdiensts (BSD) Schutzmassnahmen trifft. Zu diesen kommen eine grosse Anzahl weitere Gäste mit erleichterter Einreise hinzu wie beispielsweise Regierungsmitglieder, die zwar keinen Personenschutz erhalten, für die aber dennoch bei Einreise und Ausreise im Auftrag des BSD polizeiliche Massnahmen durch die Kantonspolizei Zürich zu treffen sind.

Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf den Sicherheitsmassnahmen rund um den Flughafen Zürich. Um die Sicherheit von Reisenden und Zuschauern zu gewährleisten, werden vermehrt Personen- und Fahrzeugkontrollen durchgeführt. Zudem stellt die Kantonspolizei für den Flugplatz Dübendorf die Grenzkontrolle sicher. Weiter liegt die sichere Verschiebung der Konvois nach Davos in der Verantwortung der Kantonspolizei. Beim Begleiten der Konvois nach Davos wird sie auch von der Stadtpolizei Zürich unterstützt, die daneben für die sicherheitspolizeilichen Aufgaben in der Stadt Zürich zuständig ist.

Sicherheit im Kanton Zürich: Die Polizeiarbeit im Kanton Zürich kann gemäss heutiger Planung ohne Abstriche auch während der WEF-Woche erfolgen. Es werden weder Öffnungszeiten von Polizeiposten gekürzt, noch werden Patrouillendienste gestrichen. Um dafür die ganze Woche hindurch über genügend personelle Reserven zu verfügen, hat die Kantonspolizei Zürich eine Ruhetagsperre für Polizistinnen und Polizisten ausgesprochen.

In den vergangenen Jahren leisteten die Mitarbeitenden der Kantonspolizei Zürich insgesamt im Durchschnitt rund 18‘000 Arbeitsstunden für eine sichere Durchführung des WEF und während dieser Zeit für die Sicherheit im Kanton Zürich; etwa ein Fünftel dieser Stunden fiel am Austragungsort Davos an. An Spitzentagen waren jeweils über 400 Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei Zürich ausschliesslich oder vor allem für das WEF im Einsatz.

Der Einsatz im Bündnerland wird nach den geltenden IKAPOL-Ansätzen vom Kanton Graubünden entschädigt. Alle Arbeiten zur Sicherheit von völkerrechtlich geschützten Gästen, die vom BSD in Auftrag gegeben wurden, werden dem Bund wie üblich in Rechnung gestellt.

Besuch des amerikanischen Präsidenten

Insbesondere mit Blick auf die für Dienstagmorgen erwartete Anreise des amerikanischen Präsidenten verstärkt die Kantonspolizei Zürich ihr Sicherheitsdispositiv rund um den Flughafen noch einmal. Die Polizei ist dann mit zahlreichen Einsatzkräften am Flughafen präsent. Es ist vermehrt mit Personen- und Fahrzeugkontrollen zu rechnen, um die Sicherheit von Zuschauern und Reisenden zu gewährleisten.

Die Kantonspolizei Zürich rechnet damit, dass eine grosse Zahl Schaulustiger den Anflug und die Landung des prominenten Gasts vor Ort mitverfolgen möchte. Das dürfte rund um den gesamten Flughafen den Verkehrsfluss beeinträchtigen; die Parkmöglichkeiten werden voraussichtlich rasch erschöpft sein. Interessierte oder Flugreisende benützen mit Vorteil die Öffentlichen Verkehrsmittel, allen andern wird empfohlen, den Flughafen weiträumig zu umfahren.

 

Quelle: Kantonspolizei Zürich
Titelbild: Symbolbild © Philipp Ochsner

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1 Kommentar


  1. Finde ich super. Könnte man so nicht auch das ganze Jahr hindurch die illegale Einwanderung und das Untertauchen in den Griff kriegen? Vielleicht bräuchte es mehr Personal, wäre aber sicher kostenneutral, wenn nicht gar billiger?

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