Kanton LU: Warnung vor Vorschussbetrug und dubiosem Bitcoin-Handel

Bei der Luzerner Polizei gingen in letzter Zeit mehrere Meldungen ein, wonach Personen von sogenannten Vorschussbetrügern bei Online-Geschäften um mehrere tausend Franken betrogen wurden. Die Polizei rät zu besonderer Vorsicht bei Onlinegeschäften mit Kryptowährungen wie beispielweise mit Bitcoins.

Im Internet und in Sozialen Medien kursieren mehrere dubiose Werbungen für Geldanlagen rund um Kryptowährungen.

Nicht selten werden dazu auch die Namen von Prominenten missbraucht. Es werden sehr hohe Renditen versprochen, meist bleibt aber völlig unklar, womit man das Geld verdienen soll und wie das entsprechende Geschäftsmodell funktioniert. Die Geschädigten klicken auf ein solches Inserat und melden sich mit einem Formular an. Anschliessend meldet sich ein Kundenberater und bringt die Geschädigten dazu, einen Betrag per Kreditkarte zu bezahlen. Oftmals werden die Opfer dazu gedrängt weitere Beträge einzuzahlen, um dann so an die entsprechenden Gewinnauszahlungen zu kommen.

Irgendwann ist dann der persönliche Berater nicht mehr erreichbar. Im Kanton Luzern wurden mit diesem Vorgehen in den vergangenen Monaten Beträge von mehreren zehntausend Franken, in einigen Fällen von über einhunderttausend Franken ergaunert. Bei der Luzerner Polizei wurden rund zehn Anzeigen diesbezüglich erstattet. Das investierte Geld ist in der Regel verloren, da die Betrüger aus dem Ausland operieren und kaum belangt werden können. Hinzu kommt, dass die Internetseiten nicht selten in Ländern wie Panama oder den Marshall-Inseln registriert sind.

Wie schützen Sie sich und Ihr Vermögen vor Betrügern?

  • Vertrauen Sie niemanden, den Sie nur über das Internet kennen.
  • Ignorieren Sie Angebote mit auffallend hohen Renditen oder unrealistischen Einkommensversprechungen.
  • Holen Sie sich Informationen über den Anbieter ein, bei dem Sie Geld anlegen wollen. Konsultieren Sie dazu die FINMA-Warnlisten oder die Hotline für Privatpersonen.
  • Misstrauen Sie intransparenten und unverständlichen Geschäftsmodellen zu denen Sie erst nach der Kontaktaufnahme der Registrierung mehr Informationen erhalten.
  • Geben Sie niemals Ihre Passwörter oder Ihre amtlichen Dokumente weiter.
  • Geben Sie niemandem Zugriff auf ihren Computer (Fernwartungs-Software)
  • Leisten Sie nie eine Vorauszahlung, wenn Sie dem Gegenüber nicht vollständig vertrauen.
  • Betroffene sollten die verwendete Kreditkarte umgehend sperren lassen.

 

Quelle: Luzerner Polizei
Titelbild: Wit Olszewski – shutterstock.com

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