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Sorens FR: Landwirt erschiesst Vater und Sohn mit Jagdgewehr – Leichen in Jauchegrube versenkt

Infolge einer besorgniserregenden Vermisstmeldung eines im Waadtland wohnhaften Vaters und seines Sohnes, haben die in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Waadt durchgeführten Suchaktionen zum Auffinden von zwei Leichen in Sorens/FR geführt.

Der mutmassliche Täter, ein Landwirt aus Sorens, wurde verhaftet. Er hat zugegeben, die beiden Personen getötet zu haben. Die Untersuchung ist im Gange.

Am Mittwoch, 25. März 2020, gegen Mittag, wurde die Kantonspolizei Freiburg über die besorgniserregende Vermisstmeldung eines Vaters und seines Sohnes, im Alter von 47 respektive 23 Jahren, Staatsangehörige von Mazedonien, von ihrem Wohnort in Cugy/VD in Kenntnis gesetzt.

Laut den ersten Informationen von Angehörigen, sollen der Vater und sein Sohn sich am Abend des vergangenen 24. März zusammen auf den Weg nach Sorens zu einem Landwirt gemacht haben. Sie sollten eine Transaktion für den Kauf von drei landwirtschaftlichen Traktoren abschliessen. Ab diesem Moment, hatte die Familie kein Lebenszeichen mehr erhalten.

In Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Waadt wurde auf dem Gemeindegebiet Sorens ein umfangreiches polizeiliches Suchdispositiv eingerichtet. Dieses führte zur Entdeckung des Fahrzeuges der Vermissten in der Region Prarys. Die Kennzeichen waren abgenommen worden. Zur gleichen Zeit wurde der betroffene Landwirt an seinem Wohnort in Sorens widerstandslos angehalten.

Bei der Einvernahme hat der 30-jährige Landwirt zugegeben, mit einem Jagdgewehr vorsätzlich auf die beiden Opfer geschossen zu haben, als sie sich in einer Alphütte, Gemeinde Sorens, befanden; er führte die Ermittler vor Ort, wo die beiden Leichen vorgefunden werden konnten.

Die bis heute durchgeführten Ermittlungen haben ergeben, dass der Täter seine Opfer im Stall der besagten Alphütte vermutlich mit Schüssen aus einem Jagdgewehr grossen Kalibers getötet hat. Anschliessend soll er Beiden heftige Schläge am Kopf zugefügt haben, bevor er die Leichname in die Jauchegrube der Alphütte – die zur Tatzeit mit Wasser gefüllt war – geworfen hat. Die mobilen Telefone der beiden Opfer wurden ebenfalls in der Grube gefunden. Er soll ebenfalls die Kennzeichen des Fahrzeugs der Opfer versteckt haben.

Bei der Hausdurchsuchung haben die Ermittler das Jagdgewehr, das höchstwahrscheinlich in dieser Tragödie zur Anwendung kam sowie die verbrauchten Patronenhülsen aufgefunden.

Die Autopsien zeigen, dass die Leichname mit Schüssen getroffen worden sind, die kompatibel sind mit Schüssen aus einem Jagdgewehr. Die beiden Opfer zeigten auch Anzeichen dafür, dass sie mit einem oder mehreren stumpfen Gegenständen am Kopf geschlagen worden sind. Die formelle Todesursache der beiden Opfer ist noch nicht bekannt.

Der 58-jährige Vater des Täters, sowie die 17-jährige Freundin des Täters wurden einvernommen und nach der Befragung wieder auf freien Fuss gesetzt.

Zahlreiche Ermittlungen sind noch im Gange, unter anderem im gerichtsmedizinischen, technischen und ballistischen Bereich. Es müssen ebenfalls noch Einvernahmen geführt werden. Die Untersuchung wird somit unter der Führung des zuständigen Magistrats weitergeführt.

Angesichts der unvorstellbaren Tragödie, welche der Familie der Opfer wiederfahren ist, fordert ihre Rechtsanwältin, Coralie Devaud, die Medienvertreter auf, ihren Schmerz und ihre Privatsphäre zu respektieren und Zurückhaltung zu zeigen. Zu der laufenden Untersuchung wird kein Kommentar abgegeben.

Staatsanwalt Marc BUGNON ist fortan für die Untersuchung zuständig. Er steht den Journalisten heute 31.03.2020, von 1400 bis 1600 Uhr unter der Telefonnummer 026 / 305 39 39 zur Verfügung.

 

Quelle: Kantonspolizei Freiburg
Titelbild: Dmitriy Yermishin – shutterstock.com

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