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Antidoping Schweiz: Im Jahr 2019 2’017 Dopingkontrollen durchgeführt

05.05.2020 |  Von  |  Schweiz

Das Geschäftsjahr 2019 von Antidoping Schweiz stand im Zeichen der Kontinuität.

Antidoping Schweiz konnte die gesteckten Jahresziele erreichen oder übertreffen. Im laufenden Jahr wird der Fokus auf die Ermittlungstätigkeit gelegt und diese Aktivitäten ausgebaut.

Anzahl Dopingkontrollen auf gleichem Niveau wie im Vorjahr

Im Jahr 2019 führte Antidoping Schweiz 2’017 Dopingkontrollen nach eigenem Kontrollkonzept durch, 1’344 davon ausserhalb eines Wettkampfes und 673 im Wettkampf.

Die Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic (DK) fällte im vergangenen Jahr sechs Entscheide zu Dopingverstössen. Daraus resultierten sechs Sanktionen von 12 bis zu 48 Monaten Sperre. Zwei Fälle betrafen die Anwendung von Testosteron, einer den Konsum diverser SARMs, ein weiterer den Konsum eines Hormon- und Stoffwechsel-Modulators und je ein Fall den Konsum von Kokain sowie Cannabis.

Ausbau der Ermittlungstätigkeit

Ein einschneidendes Ereignis im Jahr 2019 war zweifellos die “Operation Aderlass”, welche zur Aushebung eines Blutdoping-Netzwerks rund um einen Deutschen Arzt führte. Die Ermittlungen im Nachgang dazu sind nach wie vor nicht abgeschlossen und zogen ihre Spuren auch in die Schweiz. Antidoping Schweiz war von Beginn an mit den deutschen und österreichischen Behörden und Anti-Doping-Agenturen im Austausch.

Zugleich erfolgte auch eine Koordination auf nationaler Ebene mit der Bundespolizei fedpol und den kantonalen Polizeibehörden und Staatsanwaltschaften. Einerseits veranschaulichte diese erfolgreiche Kooperation exemplarisch das grosse Potenzial einer Zusammenarbeit zwischen Antidoping Schweiz und den Behörden, andererseits zeigte die “Operation Aderlass” aber auch klar auf, dass in diesem Bereich mehr Ressourcen nötig sind für eine effektive Ermittlungsarbeit.

Aus diesem Grund hat der Stiftungsrat von Antidoping Schweiz die Schaffung einer zusätzlichen Ermittlungsstelle noch im laufenden Jahr beschlossen. Damit kann die Ermittlungstätigkeit zum Schutz des sauberen Sportes signifikant ausgebaut und die Zusammenarbeit national sowie auch international intensiviert werden.

Nachwuchsathleten im Zentrum der Dopingprävention

Auch im Jahr 2019 lag der Fokus der Prävention auf den Nachwuchs-Kaderathleten sowie auf den Betreuungspersonen im Leistungssport. Insgesamt wurden in 128 Referaten und Workshops rund 3’300 Personen ausgebildet und mit den wichtigsten Regeln und mit ihren Rechten und Pflichten vertraut gemacht. Die komplett neu überarbeitete Webseite von Antidoping Schweiz bietet dank konkreten Handlungsempfehlungen mehr Hilfe für den Athletenalltag. Zudem bietet sie allen Interessierten einen einfacheren Zugang zu den relevanten Informationen.

Finanzen

Abschliessend brachte das Geschäftsjahr 2019 ein positives finanzielles Ergebnis. Der Entscheid des Bundesgerichtes von 2018, wonach auf den Beiträgen des Bundes keine Mehrwertsteuer mehr zu entrichten ist, wirkt sich auch auf die Erfolgsrechnung 2019 entscheidend aus, die Aufwandreduktion beträgt CHF 142’000.-. Zum guten Resultat beigetragen haben zudem die erhöhten Einnahmen aus den Kontrollen für Dritte.

Ausblick

Obwohl Antidoping Schweiz auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurückblicken kann, ist dies kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Die Umsetzung der neuen WADA-Anforderungen sowie die damit verbundenen Mehraufwände stellt Antidoping Schweiz vor grosse, auch finanzielle, Herausforderungen. Die diesbezüglichen Gespräche mit Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport sind fortgeschritten, Ziel ist es noch im laufenden Jahr eine entsprechende Vereinbarung zu unterzeichnen.

 

Quelle: Stiftung Antidoping Schweiz
Titelbild: Symbolbild © GlebSStock – shutterstock.com

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