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Kanton VD: Mutmasslicher Corona-Hilfsgeld-Betrug in Millionenhöhe

Am 19. Mai 2020 wurde die Staatsanwaltschaft des Kantons Waadt über einen mutmasslichen Betrug in Millionenhöhe informiert und führte am 19. Mai 2020 eine umfangreiche Operation zur Festnahme mehrerer Personen durch, die verdächtigt wurden, sich betrügerische, vom Bund garantierte Kredite verschafft zu haben, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie zu mildern.

Die Räumlichkeiten wurden durchsucht. Zahlreiche Konten wurden gesperrt. Mehr als anderthalb Millionen Franken wurden angeblich ins Ausland überwiesen. Inhaftierung
eines der verhafteten Verdächtigen wurde beantragt.

Die Eröffnung der Untersuchung durch die Abteilung für Wirtschaftskriminalität der Staatsanwaltschaft erfolgte nach einem Bericht der Meldestelle für Geldwäscherei des Bundesamtes für Polizei (MROS), die mehrere Mitteilungen eines am Kreditprogramm COVID-19 beteiligten Grossbankinstituts erhielt. Es wurde eine Untersuchung wegen Betrugs, Untreue, schwerer Misswirtschaft, Wertpapierfälschung, Geldwäsche und Verstoss gegen die Verordnung über gesamtschuldnerische Bürgschaften im Zusammenhang mit COVID-19 eingeleitet.

Unter der Autorität des Staatsanwalts wurden die Räumlichkeiten mehrerer Unternehmen von der Polizei durchsucht. Viele Konten wurden gesperrt. Bei den mutmasslichen Tätern handelt es sich um Schweizer Bürger aus der Türkei. Sie werden verdächtigt, von verschiedenen Banken aufgrund falscher Angaben Hilfen in Höhe von mehreren Millionen Franken erhalten zu haben. Insbesondere wird ihnen vorgeworfen, die Banken über den Umsatz der begünstigten Unternehmen getäuscht zu haben, indem sie die im System vorgesehenen begrenzten Kontrollen ausgenutzt haben. Sie werden auch beschuldigt, die geliehenen Mittel für andere Zwecke als den gewöhnlichen Bedarf der Empfängerunternehmen verwendet zu haben. Mehr als anderthalb Millionen Franknen scheinen ins Ausland überwiesen worden zu sein. Es wurden Schritte unternommen, um sie wieder zurückzuholen.

Der zuständige Staatsanwalt hat die Untersuchungshaft eines der Täter beantragt und durch das Tribunal für Zwangsmassnahmen erwirkt.

Schliesslich teilt die Staatsanwaltschaft des Kantons Waadt mit, dass sie eingehende Ermittlungen gegen jede Person einleiten wird, die verdächtigt wird, gegen die Bestimmungen der während der Coronavirus-Krise eingeführten Notstandsgesetzgebung zur Solidarität verstossen zu haben.

 

Quelle: Staatsanwaltschaft Waadt
Titelbild: N.Vector-Design / shutterstock

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