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Schleitheim SH: 8 Kilogramm synthetisch behandeltes Marihuana

Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) hat am Sonntagnachmittag (23.02.2020) in Schleitheim einen deutschen Personenwagenlenker mit rund 8 Kilogramm an vermeintlichem CBD-Marihuana angehalten.

Ermittlungen der Schaffhauser Polizei haben in der Folge ergeben, dass es sich beim Cannabis-Produkt um legale CBD-Blüten handelte, die jedoch mit einer synthetisch hergestellten, verbotenen THC-Substanz behandelt worden waren. Der Fahrzeuglenker wurde vorläufig von der Schaffhauser Polizei festgenommen und die Betäubungsmittel wurden sichergestellt.

Mitarbeitende der EZV hielten am Sonntag (23.02.2020) um 15.15 Uhr, an der Schaffhauserstrasse in Schleitheim, einen deutschen Personenwagen an und kontrollierten diesen. Im Zuge der Fahrzeugkontrolle stellten sie im Kofferraum des Autos rund rund 8 Kilogramm an Marihuanablüten fest.

Weitere Ermittlungen durch die Schaffhauser Polizei haben ergeben, dass es sich beim vom Fahrzeuglenker angepriesenen ”legalen” CBD-Marihuana tatsächlich um CBD-Marihuana-Blüten handelte, die jedoch nachträglich mit einer verbotenen, synthetisch hergestellten Substanz (5F-MDMB-PICA, synthetisches Cannabinoid) behandelt worden sind. Die besagte Substanz ist in der Schweizer Betäubungsmittelverzeichnisverordnung (BetmVV-EDI) als verbotene Substanz gelistet.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen eröffnete daraufhin ein Strafverfahren wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der fehlbare Mann wurde nach den ersten Ermittlungen durch die Schaffhauser Polizei entlassen und wird sich nun gegenüber der Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen verantworten müssen.

Forensische Labore in der Schweiz konnten schon vermehrt CBD-Produkte überprüfen, die nachträglich mit synthetischen Cannabinoiden behandelt worden sind. Ein Unterschied von legalem CBD-Marihuana zu nachträglich mit synthetischen Cannabinoiden behandeltem Marihuana ist von blossem Auge nicht zu erkennen. Seitens der Suchtprävention wird vor dem Konsum dieser Produkte dringend gewarnt, da die gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Risiken noch zu wenig bekannt sind.

 

Quelle: Schaffhauser Polizei
Bildquelle: Schaffhauser Polizei

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