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Kuh-Attacken in Tirol: Deutsche Familien von Rindern angegriffen

14.06.2020 |  Von  |  Österreich, Polizeinews

Tannheim/Innsbruck – Brisante Duplizität der Ereignisse: Nahe des Vilsalpsees in Tirol sind am Freitag (12. Juni) – teils unabhängig voneinander – binnen weniger Stunden mehrere Wanderer aus Deutschland von Kühen verletzt worden.

Die Vorfälle ereigneten sich in ein und demselben Weidegebiet, wie die österreichische Polizei mitteilte. Beide Male waren Familien mit Kindern betroffen. Die Wanderer waren am Brückentag nach Fronleichnam in den Tiroler Alpen unweit der deutschen Grenze bei Tannheim unterwegs.

Österreich: Kühe attackieren deutsche Familien – zwei Fälle unabhängig voneinander

Zum ersten Fall kam es den Angaben zufolge gegen 12.30 Uhr: Ein Paar durchquerte mit seinen zwei Kindern die Weidefläche, als sich eine Mutterkuh von der Herde löste und die Frau zu Boden stieß. Der Versuch ihres Ehemannes, das Tier zu verscheuchen sei erfolglos geblieben, hieß es.

Die 37 Jahre alte Frau erlitt laut Tiroler Polizei Verletzungen „unbestimmten Grades“ – sie wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik im bayerischen Immenstadt geflogen.

Österreich: Wanderer von Rindern verletzt – Frau und Kind mussten in Klinik

Rund anderthalb Stunden später erlebten zwei weitere aus Deutschland stammende Familien ähnliches. 50 Meter vom Weidegatter entfernt lief eine Gruppe von Kühen auf die Menschen zu. Ein 48 Jahre alter Mann und ein vier Jahre altes Kind wurden von den Tieren zu Boden gestoßen.

Der Mann wurde leicht verletzt – das Kind musste von Rettungskräften in das Krankenhaus Reutte nahe der deutsch-österreichischen Grenze gebracht werden. Über den Grad der Verletzungen des Mädchens wurde zunächst nichts bekannt.

Kuh-Attacken in Österreich: Vorfälle in Weidegebiet mit Mutterkuhhaltung

Den Angaben zufolge befinden sich in dem Weidegebiet insgesamt 44 Rinder in Mutterkuhhaltung. Das Areal sei vollständig umzäunt und sei an den Gattern mit Warnschildern versehen, betonte die Tiroler Polizei in ihrer Mitteilung.

Der Hinweis erklärt sich aus vorangegangenen Fällen – Angriffe von Kühen auf Menschen ereignen sich in den Alpen immer wieder. So stürzte nach der Attacke eines Rinds im Sommer 2019 ein Wanderer-Paar in Österreich einen Abhang hinab, wie Merkur.de* berichtete.

Schlagzeilen hatte – ebenfalls in Österreich – schon zuvor ein tödlicher Angriff auf eine Wanderin gemacht. Auch in Bayern werden Urlauber nun mit Schildern vor den Tieren gewarnt*.

 

Quelle: Merkur.de
Artikelbild: Symbolbild © FooTToo – shutterstock.com

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3 Kommentare


  1. Ob Kuh oder Mensch: Welche Mutter würde ihr Junges/Kind nicht verteidigen? Man sollte überall Schilder aufstellen mit der Warnung “Wandern auf eigene Gefahr” oder “Wandern verboten auf der Weidefläche”. Wo das der Fall ist, ist der Fall ohnehin klar. Die Tiere sind dort auf Privatgrund und zu Hause. Der Mensch muss nicht meinen, nur weil er mal ein paar Stunden in der Natur ist, muss er auf nichts Rücksicht nehmen. Die Umwelt muss mehr respektiert werden, das schliesst die Tier- und Pflanzenwelt mit ein. Rücksicht – ein Manko in unserer Zeit. Die nächste Generation sollte besser damit klarkommen, als sie es jetzt tut. Da ist zuviel Gleichgültigkeit in der Luft. Wir sind hier, um mit offenen Augen und Ohren unser Leben zu leben. Mattscheibe ist peinlich, ist meine Devise.


    • Niemand geht in eine (elektro-umzäunte) Weidefläche, schon gar nicht mit Kindern.
      In diesem Punkt misstraue ich der Berichterstattung.
      Wenn aus 50m Entfernung ein aggressives Rindvieh ankommt veranlasst es jeden zur Flucht.

  2. Eigentlich sollten wir wissen dass wenn Mutterkühe auf der Weide sind man auf keinen Fall durch die Weide soll. Ist doch schon soviel gesschrieben worden wegen angriffen von Mutterkühen

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