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Corona-Ausbruch nach Feier in Lokal – Justiz ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

Aurich (Niedersachsen). Nach der Wiedereröffnung des Restaurants „Alte Scheune“ in Moormerland (Kreis Leer) kam es im Mai zu einem Corona-Ausbruch. Dieser hat nun juristische Folgen, wie Bild.de berichtet.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Alle damals Anwesenden sollen vernommen werden, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aurich am Mittwoch mit.

Den Namen des Lokals nannte die Sprecherin nicht, doch laut einem Bericht der „Ostfriesen-Zeitung“ handelt es sich um die „Alte Scheune“ in Moormerland.

In dem Lokal hatten sich bei einer Feier am 15. Mai mehr als 30 von 50 Gästen mit Corona infiziert. Zwei Rentner (73 und 74), die sich infizierten, starben später.

Der Verdacht richte sich gegen unbekannt, so die Sprecherin. „Im Moment haben wir nur Zeugen, die vernommen werden. Wir haben keinen Beschuldigten.“

Ein mögliches schuldhaftes Verhalten liege vor, wenn jemand zu der Feier gegangen sei, obwohl er schon verdächtige Symptome aufwies. Die Polizei solle den Ablauf des Abends möglichst genau rekonstruieren, sagte die Sprecherin.

Nach Kenntnisstand vom Mai hatten drei Gäste vor dem Abend Symptome gezeigt, die auf eine Covid-19-Erkrankung hinwiesen. Aufgrund des Corona-Ausbruchs in der geschlossenen Gesellschaft waren etwa 200 Menschen in Quarantäne gekommen, darunter auch Mitarbeiter der Meyer-Werft in Papenburg.

Der Restaurantbetreiber betont, er habe stets alle Hygienerichtlinien in Hinsicht auf das Coronavirus befolgt.

 

Quelle: Bild.de (bearbeitet von belmedia Redaktion)
Titelbild: Valery Evlakhov – shutterstock.com

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