Altdorf UR: Staatsanwaltschaft, Teile der Kantonspolizei sowie die Justizdirektion Uri sollen neue Räume im Dorfzentrum beziehen

Der Kanton Uri mietet im Dorfzentrum Altdorf zahlreiche Räumlichkeiten für die Unterbringung der Verwaltung. Diverse Mietverhältnisse bestehen bereits seit Jahrzehnten.

In den kommenden zwei bis fünf Jahren laufen mehrere Verträge aus. Daher ist es angezeigt, dass die Unterbringung der Verwaltung überprüft wird. Aktuell ist ein Umzug einzelner Verwaltungseinheiten ins UKB-Gebäude an der Bahnhofstrasse 1 geplant – sofern die künftigen Eigentümer des Gebäudes den Kanton als Mieter wollen.

Bei der Justizdirektion, der Staatsanwaltschaft sowie Teilen der Kantonspolizei bestehen seit längerem diverse räumliche Unterbringungsprobleme. Diese Verwaltungseinheiten sind zu stark verdichtet, sodass heute zu viele Arbeitsplätze auf zu engem Raum untergebracht werden müssen. Zudem können gewisse Sicherheitsvorgaben wegen den engen Platzverhältnissen nicht eingehalten werden. Dies ist unter anderem etwa bei den Einvernahmeräumen der Staatsanwaltschaft und der Kantonspolizei der Fall. Auch sind bei den erwähnten Einrichtungen der öffentlichen Hand nicht überall die Ansprüche an einen behindertengerechten Zugang eingehalten.

Das Amt für Hochbau hat im Auftrag des Regierungsrats verschiedene Varianten und daraus drei Szenarien für die künftige Unterbringung vertieft überprüft. Erstens ist dies der Umzug in geeignete Mieträumlichkeiten im Dorfzentrum von Altdorf. Zweitens wurde die Umnutzung des bestehenden Personalhauses auf dem Spitalareal überprüft. Drittens wurde der Bau eines eigenen Gebäudes, der Brickermatte II, abgeklärt.

Bestehendes Mieten, nicht selber bauen

Nun spricht sich der Regierungsrat für die Variante 1 aus. Nach Ablauf der Mietlaufzeiten, frühestens ab Mitte 2022, sollen die Justizdirektion und Teile der Kantonspolizei (Abteilung Kriminalpolizei) sowie ab 2023 die Staatsanwaltschaft, umziehen. Der favorisierte Standort ist das heutige UKB-Gebäude an der Bahnhofstrasse 1, da dort die Unterbringungsprobleme der Justizdirektion, der Kantonspolizei sowie der Staatsanwaltschaft flächen- und sicherheitsmässig optimal gelöst werden können.

Die UKB befindet sich aktuell im Verkaufsprozess. Die neuen Mietverträge wird der Kanton mit der neuen Eigentümerschaft abschliessen, sofern diese die Räume nicht selber zur Nutzung benötigt. Ein Vorvertrag sichert dem Kanton Uri wirtschaftlich attraktive Mietbedingungen im Gebäude an der Bahnhofstrasse 1 und Tellsgasse 1 (Haus von Roll). Ein Umzug wäre frühestens nach Umzug der UKB an den Bahnhofplatz 1 und leichten baulichen Anpassungen ab Mitte 2022 möglich.

Kommt der Umzug zustande, verlässt die Justizdirektion den heutigen Standort am Rathausplatz 5, wo sie seit 1974 eingemietet ist. Die Staatsanwaltschaft, die das 1. und Teile des 3. Obergeschosses im Lauenerhaus belegt (Tellsgasse 3, Mietverhältnis seit 1989), zieht ebenfalls an die Bahnhofstrasse 1. Auch die Abteilung Kriminalpolizei der Kantonspolizei Uri wäre neu an diesem Standort beheimatet. Ein Teil der Kantonspolizei bleibt wie bisher weiterhin Mieter im Lauenerhaus.

Mit der gewählten Mietlösung bleibt die Verwaltung flexibel für die Zukunft. Die Variante Umzug ins Spitalpersonalhaus wird nicht weiterverfolgt, da sie mit Investitionskosten in der Höhe von mehreren Millionen Franken verbunden wäre und lediglich eine vorübergehende Unterbringungslösung im über 60-jährigen Gebäude wäre. Die Variante Neubau Brickermatte II wird aktuell nicht vorangetrieben, bleibt als Option für künftige Unterbringungen als mögliche Variante erhalten.

 

Quelle: Baudirektion Uri
Titelbild: joric – shutterstock.com

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