Afghane attackiert Ordensschwester & drei weitere Passanten – kein islamistisches Motiv

Graz. Wie berichtet, forschten Polizisten einen 19-jährigen Afghanen aus, welcher am 31. Oktober 2020 eine Ordensschwester (76) in einem Linienbus attackiert hatte.

Nun konnten ihm drei weitere Fälle von unwillkürlichen Attacken auf Passanten zugeordnet und ein religiös motiviertes Handeln ausgeschlossen werden. Polizisten lieferten den Mann in eine Justizanstalt ein.

Mehrere Fälle ermittelt: Weltanschauliches Motiv ausgeschlossen

Weitere Ermittlungen des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) führten zu dem Ergebnis, dass der 19-Jährige in den Wochen vor seiner Ausforschung drei weitere Passanten auf offener Straße in Graz unwillkürlich attackiert hatte. Dabei schlug oder trat er plötzlich und unerwartet auf die insgesamt vier Personen unabhängig voneinander ein und verletzte diese auch zum Teil. Nach nun durchgeführten Ermittlungen und Vernehmungen kann ein weltanschauliches Motiv ausgeschlossen werden, zudem der Tatverdächtige auch die betroffene Ordensschwester glaubhaft nicht als solche erkannt hatte. Bereits bei seiner ersten Einvernahme gab der Mann an, von mehreren Passanten wüst beschimpft worden zu sein, weshalb er vorerst in eine Krankenanstalt eingewiesen worden war.

Streifenpolizisten sowie Kriminalisten des Landeskriminalamtes Steiermark (LKA) hatten den vorerst unbekannten Täter anhand von sichergestelltem Videomaterial aus dem Linienbus wiedererkannt bzw. identifiziert. Beamte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) forschten seinen Aufenthaltsort nach intensiven Ermittlungen aus und nahmen den polizeilich wegen Suchtmitteldelikten und Körperverletzung bekannten Mann nur zwei Tage nach der Tat fest. Der 19-Jährige wurde nach der nunmehrigen Entlassung aus der Krankenanstalt über Auftrag der Staatsanwaltschaft Graz in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.

 

Quelle: LPD Steiermark
Titelbild: Dmitrijs Kaminskis – shutterstock.com


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