Kaltfront leitet nachhaltigen Wetterwechsel ein

30.11.2020 |  Von  |  News, Schweiz, Wetter

Heute erwartet uns noch einmal ein ruhiger Spätherbsttag mit der klassischen Verteilung aus Hochnebel unten und strahlendem Sonnenschein oben. Morgen am 1. Dezember setzt dann aber eine Kaltfront diesen statischen Verhältnissen ein Ende, sie leitet einen nachhaltigen Wetterwechsel ein und bringt die ersten Flocken bis ins Flachland.

Mit dem Start in den Dezember beginnt für die Meteorologen auch eine neue Jahreszeit – nämlich der Winter.

Und das Timing könnte in diesem Jahr nicht besser sein, eine Kaltfront bringt morgen wieder neuen Schwung ins Wettergeschehen! In der kommenden Nacht macht sich zunächst aber nach wie vor Hochnebel breit, in der Höhe ist es zu Beginn noch sternenklar. Im weiteren Verlauf lichten sich dann zwar die Nebelschwaden mehr und mehr, allerdings ziehen auch in der Höhe zunehmend Wolken auf. Gegen Morgen erfasst uns von Frankreich und Deutschland her eine Kaltfront – in diesem speziellen Fall handelt es sich um eine sogenannte “maskierte Kaltfront”. Im Flachland liegt nämlich aktuell schon kalte Luft, die Kaltfront bringt hier keinen Wechsel der Temperaturen. Im Gegenteil, sie könnten morgen sogar um eine Nuance höher liegen als heute. Auf den Bergen kühlt es dagegen markant ab.

Erste Schneeflocken im Flachland

Gegen Morgen beginnen sich Niederschläge auszubreiten, dabei schneit es zunächst bis in tiefe Lagen. Bei vorübergehend höheren Intensitäten kann sich auf den Strassen zum Teil eine dünne schmierige Schicht mit Schneematsch bilden. Das ist um diese Jahreszeit zwar nicht aussergewöhnlich, aber für die meisten doch das erste Mal in dieser Saison. Probleme im Frühverkehr sind möglich – wer auf das Auto angewiesen ist, sollte sicherheitshalber etwas mehr Zeit einplanen. Wer noch immer Sommerpneus montiert hat, sollte sein Fahrzeug stehen lassen.
Den restlichen Vormittag ist es meist stark bewölkt und zeitweise nass, die Schneefallgrenze variiert dann typischerweise zwischen 500 und 600 Metern.

In den tiefsten Lagen gibt es also eher Regen oder Schneeregen, die Strassen sind wieder schwarz. Am Nachmittag konzentrieren sich die Niederschläge entlang der Alpen, im Flachland gibt es längere trockene Phasen und ein paar Auflockerungen. Bei leichtem bis mässigem Westwind werden 2 bis 3 Grad erreicht. Am Abend ziehen von Norden her noch einmal ein paar Schauer zu uns herein, dabei sinkt die Schneefallgrenze tendenziell wieder auf 400 bis 500 Meter. In der Nacht lassen auch diese Schauer nach, das Wetter beruhigt sich. Insgesamt ergeben sich in erhöhten Lagen in der Regel 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee, nur lokal reicht es für 20 Zentimeter. Insbesondere in den Skigebieten würde es mehr vertragen, aber der Optik tut es sicher gut.

Weitere Entwicklung

Am Mittwoch und Donnerstag dominieren klar die Wolken, die Sonne tut sich relativ schwer und zeigt sich nur zwischendurch. Dabei ist es aber zum grössten Teil trocken, nur gelegentlich könnte ein Tief über dem Mittelmeer schubweise noch etwas feuchtere Luft in den Alpenraum führen – ein paar Flocken oder in den tiefsten Lagen Tropfen wären dann möglich. Am Freitag kommen wir auf die Vorderseite eines markanten Tiefs bei den Britischen Inseln, in den Alpen wird es föhnig. Im Laufe des nächsten Wochenendes zeichnen sich dann aus heutiger Sicht vor allem für die Alpensüdseite grössere Niederschlagsmengen ab. In dem jeden Fall endet das ruhiges spätherbstliche Hochdruckwetter mit dem heutigen Tag, ab morgen gewinnt unser Wetter deutlich an Dynamik.

 

Quelle: MeteoNews
Titelbild: Michal Stipek – shutterstock.com