Les Verrières NE: Besonderem Asylzentrum 21 renitente Asylsuchende zugewiesen

26.03.2021 |  Von  |  Neuenburg, Schweiz

Das Besondere Asylzentrum in Les Verrières NE ist seit einem Monat wieder in Betrieb. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass sich diese Massnahme bewährt.

Durch die Zuweisung von bisher 21 renitenten Asylsuchenden konnte in den anderen Bundesasylzentren das Zusammenleben und die Sicherheit für alle merklich verbessert werden.

Dank der verstärkten Betreuung und der Erfahrung des Personals vor Ort, funktioniert der Betrieb gut. So ist es seit der Wiedereröffnung zu keinen Zwischenfällen innerhalb des Zentrums oder in der Umgebung gekommen.

Dem Besonderen Asylzentrum in Les Verrières, das Mitte Februar wiedereröffnet worden ist, wurden bisher 21 renitente Asylsuchende aus anderen Bundesasylzentren (BAZ) zugewiesen. Im Besonderen Asylzentrum gelten striktere Ausgangsregeln als in den übrigen BAZ, zudem ist das Sicherheits- und Betreuungspersonal verstärkt. In Les Verrières halten sich nur männliche erwachsene Asylsuchende vorübergehend auf, die negativ aufgefallen sind.

Erste Erfahrungen in Les Verrières

Das Zentrum konnte rasch und ohne Schwierigkeiten wiedereröffnet werden. Das SEM stellte im engen Kontakt mit den Behörden des Kantons Neuenburgs und der Standortgemeinde sicher, dass die Wiedereröffnung keine Probleme in der Nachbarschaft verursachte. Der Betrieb läuft gut und ohne nennenswerte Störungen.

Die überwiegende Mehrheit der Asylsuchenden in Les Verrières übernimmt verschiedene Wartungsaufgaben, arbeitet in Beschäftigungsprogrammen mit und nimmt an sportlichen Aktivitäten teil. Die Kooperation mit den kantonalen Polizeibehörden funktioniert sehr gut, insbesondere dank einem intensiven Informationsaustausch. Asylsuchende, die das Zentrum unabgemeldet verlassen, können in der Regel rasch wieder ausfindig gemacht werden.

Positive Auswirkungen auf die anderen Bundesasylzentren

In den Monaten vor der Eröffnung häuften sich die Interventionen der Polizei in den Bundesasylzentren aufgrund von Tätlichkeiten unter den Asylsuchenden. Im Januar und Februar gab es 52 solche Ereignisse, während im gleichen Zeitraum des Vorjahres nur 29 solcher Vorfälle verzeichnet wurden. Auch im Umfeld der BAZ gab es mehr Kleinkriminalität. Die Probleme akzentuierten sich insbesondre in der Asylregion Westschweiz (Perreux NE und Giffers FR) sowie in der Nordwestschweiz im Umfeld des BAZ Flumenthal SO.

Renitente Asylsuchende, die die Sicherheit in den Bundesasylzentren und die öffentliche Ordnung stören, können jetzt dank dem Besonderen Zentrum Les Verrières konsequent ihrem Umfeld entzogen werden. Diese Massnahme hat massgeblich zur Verbesserung des täglichen Zusammenlebens in den BAZ und des Sicherheitsgefühls der Mitarbeitenden und der anderen Asylsuchenden beigetragen.

Dank der Wiedereröffnung von Les Verrières kommt es in und um die anderen Zentren zu weniger Zwischenfällen. Daher konnten bereits zusätzlich getroffene Sicherheitsmassnahmen wieder gelockert werden, z.B. konnte eine Sicherheitspatrouille im freiburgischen Giffers wieder abgeschafft werden.

 

Quelle: Staatssekretariat für Migration
Titelbild: Save nature and wildlife – shutterstock.com

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