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Das Smartphone richtig absichern

20.08.2021 |  Von  |  Konsum, Neue Medien

Das Smartphone gehört in unserer heutigen Gesellschaft zu den wahrscheinlich wichtigsten Gegenständen, die wir besitzen. Längst nicht mehr nur ein Werkzeug zur Kommunikation, können fast alle Bereiche des Alltags mit den handlichen Geräten erledigt oder zumindest erleichtert werden.

Wer heutzutage kein Smartphone besitzt fällt auf, dies zeigen auch die Statistiken dahinter deutlich. Im Jahr 2020 wurden entsprechenden Zahlen zu dem Thema erhoben, die die Bedeutung der cleveren Handys klarmacht:

  • 14 – 19 Jahre: 97,3%
  • 20-29 Jahre: 98,1%
  • 30-39 Jahre: 97,8%
  • 40-49 Jahre: 96,1%
  • 50-59 Jahre: 90,2%
  • 60-69 Jahre: 82,1%
  • 70 Jahre+: 52,1%

In der gesamten deutschen Bevölkerung sind es damit 86% aller Menschen, die ein Smartphone besitzen. Das ist insofern verständlich, als dass die Helfer oft die erste Wahl sind, wenn es um vielerlei Aktivitäten bei der täglichen Routine geht. Banking-Apps sparen den Weg zur lokalen Bank, wenn man schnell eine Überweisung tätigen möchte, Bestellungen im Netz sind mit einem Klick vollbracht und auch das nächste Hotel kann simpel über die entsprechende Anwendung gebucht werden.

Auch in Sachen Unterhaltung sind Smartphones ganz vorne mit dabei. Ob eine Partie Roulette im Mobile-Casino oder lustiges Gesellschaftsspiel mit Freunden, auf den Geräten ist nicht nur alles verfügbar, sie sind mittlerweile auch leistungsfähig genug, um selbst die anspruchsvollsten Spiele problemlos auszuführen. Eine Sache haben all diese Anwendungen allerdings gemein. Man ist überall und jederzeit mit der Aussenwelt verknüpft und wem das Smartphone abhandenkommt, fühlt sich – verständlicherweise – recht aufgeschmissen. Die Wichtigkeit der Geräte ist enorm und ebenso wichtig sollte für alle Besitzer ein weiterer Aspekt sein – die Sicherheit.

Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Möglichkeiten, die sich bieten, um das Handy zu schützen und eventuell dem Verlust oder Diebstahl vorzubeugen.

Displaysperren

Der erste Schritt sollte eine persönliche Displaysperre sein, für die es verschiedene Optionen gibt. Üblicherweise wird eine PIN festgelegt, die aus vier oder sechs Ziffern besteht und in den Einstellungen festgelegt werden kann. Alternativ kann ein bestimmtes Muster eingestellt werden, dass zum Entsperren korrekt nachgezeichnet wird. Eine weitere Möglichkeit ist ein klassisches Passwort, was allerdings etwas mehr Zeit bei der Eingabe erfordert, potenziell aber schwieriger zu erraten ist als eine PIN. Mit einer dieser Sperren wird dafür gesorgt, dass Fremde auf die Schnelle nicht über den Sperrbildschirm hinaus Zugriff auf das Gerät erhalten. Moderne Smartphones bieten zusätzlichen Schutz durch Fingerabdrucksensoren und Gesichtserkennung an, die für den Besitzer eine echte Erleichterung darstellen.

SIM-Schutz

Der SIM-Schutz ist eine vierstellige PIN, die nach einem Neustart des Gerätes eingegeben werden muss. Ohne sie kann nicht auf das Smartphone zugegriffen werden, sodass die Funktionen gar nicht erst nutzbar sind. Ist die Nummer dreimal falsch eingetippt worden, wird der sechsstellige PUK gefordert, den man beim Kauf einer SIM-Karte in den Unterlagen findet. Hier gilt, wie auch bei der Displaysperre, dass der kurzfristige Zugriff verhindert werden kann. Haben Personen nach einem Diebstahl entsprechend viel Zeit, stellt das Umgehen der beiden Sperren keine sonderlich grosse Herausforderung dar.

Regelmässige Updates

Auch die Software des Telefons spielt eine entscheidende Rolle bei der Sicherheit des Geräts. Besonders bei Cyberangriffen oder Hack-Versuchen ist sie die erste Instanz, um böswillige Absichten abzuwehren. Die meisten Smartphones bieten Updates auf monatlicher Basis an, die Sicherheitslücken schliessen und Anfälligkeiten so gut wie möglich ausbügeln. Je älter die Software, desto leichter wird es für Kriminelle Schadsoftware einzuspeisen und gegebenenfalls an sensible Daten zu gelangen.

Fremde Downloads vermeiden

Auch dieser Schritt liegt voll und ganz in der Verantwortung des Nutzers. Wer eine App herunterlädt oder sonstige Downloads mit dem Smartphone durchführt, sollte immer darauf achten, dass die Quellen einen vertrauenswürdigen Ursprung haben. Bei Anwendungen aus dem App Store bei Apple oder im Google Play Store bei Android Geräten, ist man auf der sicheren Seite. Hier werden alle Angebote auf Sicherheit geprüft und Viren oder Schadsoftware gelangen dadurch nicht auf das Smartphone. Bei allen anderen Downloads ist höchste Vorsicht geboten und wer sich über den Ursprung unsicher ist, sollte es tunlichst vermeiden Anwendungen auf dem Handy zu installieren.

Daten verschlüsseln

Daten zu verschlüsseln ist grundsätzlich immer sinnvoll, vor allem aber dann, wenn diese sensible Informationen privater oder geschäftlicher Art beinhalten. Schliesslich kann heutzutage quasi alles über den Nutzer herausgefunden werden, wenn man Zugriff auf das persönliche Smartphone hat. Ob Urlaubsplanung, Bilder von Freunden und Familie oder kürzlich getätigte Einkäufe, alles offenbart etwas über die Person hinter dem Gerät. Bei einigen Smartphones ist eine solche Option bereits in den Einstellungen zu finden. Um noch sicherer zu sein gibt es allerdings entsprechende Apps in den jeweiligen App-Stores, die genau das bewirken. Häufig fällt dafür ein geringer Preis an, was aber kein Vergleich zu der gesteigerten Sicherheit ist, die dadurch geboten wird.

Verbindungen überprüfen

Bei allen Verbindungen, auf welche die heutigen Alleskönner zugreifen ist ebenso Vorsicht geboten. Das gilt speziell für Bluetooth, das im Normalfall ausgeschaltet werden sollte, wenn es nicht genutzt wird. Das grösste Gefahrenpotenzial besteht allerdings bei öffentlichen WLAN-Netzwerken. Diese sind in der Regel äusserst unsicher und bieten Cyberkriminellen problemlosen Zugriff auf die Daten des Geräts. Es ist zwar verlockend, sich am Flughafen oder im Café in das kostenlose Netz einzuloggen, private Mails, Einkäufe oder gar Banking-Vorgänge sollten aber definitiv vermieden werden.

Diebstahlschutz

Sollte das Smartphone gestohlen werden, empfiehlt es sich zuerst die SIM-Karte sperren zu lassen. Damit wird verhindert, dass Telefonate getätigt oder SMS geschrieben werden und die Rechnung ins Exorbitante wächst. Der nächste Schritt ist das Melden bei der Polizei. Hier ist es ratsam, die IMEI-Nummer des Geräts anzugeben, die zur eindeutigen Identifikation benötigt wird. Smartphones, die mit iOS und Android laufen bieten zusätzlich die Möglichkeit, das Gerät zu orten. Ausserdem können auf diesem Wege Daten gelöscht werden oder eine Rufnummer angegeben werden, was besonders bei verlorenen Handys sinnvoll ist.

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Eine gute Option, um die Sicherheit weiter zu erhöhen ist eine sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung. Wie der Name suggeriert, muss anschliessend nicht nur eine einfache Sperre umgangen werden, sondern eine weitere Abfrage wie ein Code oder Passwort eingegeben werden. Vor allem bei Bezahlungen per Smartphone kann damit eine stärkere Schutzstufe erreicht werden. Wieder haben einige Modelle eine solche Option bereits in den Einstellungen vorinstalliert, ansonsten bieten etliche Apps eine entsprechende Funktion.

Regelmässige Backups

Regelmässige Backups können eine echte Rettung sein, besonders wenn das Gerät kaputt oder verloren geht. Ist das physische Smartphone abhandengekommen, können zumindest die darauf gespeicherten Daten zurückgeholt werden. Mehr Sicherheit wird dadurch zwar nicht gewährleistet, doch zumindest das Kopfzerbrechen kann im Notfall reduziert werden.

Es gibt also einige Möglichkeiten, um für einen besseren Schutz des Smartphones zu sorgen. Speziell in der heutigen Zeit, in der eine ganze Bandbreite an Informationen abgerufen werden kann, ist es in jedem Fall sinnvoll, frühzeitig für die Sicherheit des Geräts zu sorgen.

 

Titelbild: ImYanis – shutterstock.com