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Kapo Waadt: Präventionskampagnen für Sicherheit im Strassenverkehr

13.09.2021 |  Von  |  Beitrag

Insgesamt zehn Mitarbeitende der Kantonspolizei Waadt kümmern sich um die Verkehrssicherheit. In einer besonderen Präventionskampagne geht es um die Sicherheit auf dem Schulweg. Auch für Velofahrer und Autolenker sowie die Sichtbarkeit bei Dunkelheit halten die Verkehrsexperten wichtige Tipps bereit.

Die Präventionsarbeit der Waadtländer Kantonspolizei zielt darauf ab, Unfälle zu vermeiden. Darum lenken die Experten die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmenden auf wichtige Themen und ermuntert die Bevölkerung, umsichtig und vorsichtig zu sein. Sicherheit sollte im Strassenverkehr stets eine entscheidende Rolle spielen. 



Kinder für Gefahren im Strassenverkehr sensibilisieren 

Nach Angaben der Kantonspolizei Waadt verunglücken jedes Jahr rund 950 Kinder unter 15 Jahren im Strassenverkehr. Dabei sind die Heranwachsenden zu Fuss, mit dem Roller oder dem Velo unterwegs. Glücklicherweise verlaufen die meisten Unfälle glimpflich, dennoch gab es 190 schwere Verletzungen und 7 Kinder kamen ums Leben. Zu Beginn eines neuen Schuljahres geht es darum, den Kleinsten das Verhalten im Strassenverkehr nahezubringen und Autolenker für die Gefahren zu sensibilisieren.

Kinder verhalten sich im Strassenverkehr unter Umständen unerwartet und bringen damit sich und auch andere in Gefahr. Die Sicht der kleinen Verkehrsteilnehmenden ist oft eingeschränkt. Bis zu einem Alter von etwa zehn Jahren haben Kinder zudem Probleme, Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen und treten daher unvermutet auf die Strasse.



Sicherheit auf dem Schulweg 

Die Kantonspolizei Waadt und das Amt für Unfallprävention BPA raten daher Autolenkenden zu besonderer Aufmerksamkeit bei Zebrastreifen. Wichtig ist, stets bremsbereit zu sein und direkt anzuhalten, wenn Kinder die Strasse überqueren möchten. Besondere Vorsicht ist dabei in der Nähe von Schulen geboten. Idealerweise zeigen Eltern ihren Kindern frühzeitig, wie sie eine Strasse korrekt überqueren. Zudem sollte der Schulweg bereits vor dem Schulbeginn mit den Kleinen geübt werden. Dabei sollten Erwachsene bedenken, dass der kürzeste Weg nicht unbedingt der sicherste ist.



Elterntaxis für mehr Sicherheit für Schulgebäuden 

Geht es um die Verkehrssicherheit von Kindern, müssen auch die Eltern mit einbezogen werden. Vor allem in der Nähe von Schulen sollten Erwachsene, die ihre Kinder in die Schule fahren, Rücksicht nehmen. Oftmals bringen Mutter oder Vater den Schulanfänger mit dem Auto in die Schule. Leider führen diese „Elterntaxis“ oftmals zu Problemen vor den Schulgebäuden. Eltern lassen ihre Kinder direkt vor der Schule aussteigen und gefährden so Mitschülerinnen und Mitschüler.

Idealerweise bewältigen Kindern den Schulweg allein oder fahren, wenn sie älter sind, mit dem Rad in die Schule. Alternativ bieten sich Fahrgemeinschaften an, die den Verkehr vor der Schule deutlich reduzieren. Es kann sinnvoll sein, die Ankunftszeit an der Schule so zu planen, dass kein grosser Verkehr herrscht. Auf unbefugtes Parken sollten Eltern in jedem Fall verzichten. Die Kantonspolizei Waadt unterstützt mit der sogenannten „Elterntaxi-Aktion“ die Sicherheit auf den Schulwegen. Die Mitarbeitenden der Polizei treffen sich mit Schülerinnen und Schülern, um ihnen die Regeln des Strassenverkehrs nahezubringen. In Verkehrserziehungskursen lernen die kleinen Verkehrsteilnehmer das richtige Verhalten im Strassenverkehr.

Mehr über die Sicherheit auf Schulwegen erfahren Interessierte hier.

Vorsicht in der Dämmerung

Im Dunkeln ist besondere Vorsicht gefragt. Sind Schülerinnen und Schüler im Morgengrauen oder in der Abenddämmerung unterwegs, sind sie für Autolenkende oftmals nicht zu sehen. Entscheidend ist daher helle Kleidung. Zudem sorgen reflektierende Accessoires dafür, dass die Kinder besser zu sehen sind. Eltern sollten beim Kauf von Winterkleidung oder Taschen darauf achten, dass reflektierende Flächen für eine gute Sichtbarkeit sorgen. Unter Umständen erhöhen Vater und Mutter mit Reflektoren oder einer reflektierenden Weste die Sichtbarkeit des Kindes. Die Waadtländer Polizei betont, dass reflektierende Manschetten an Händen und Füssen sehr gut geeignet sind.



Kantonspolizei Waadt unterstützt Sicherheit von Velofahrern

Wer mit dem Velo unterwegs ist, sollte sich, ebenso wie andere Verkehrsteilnehmende auch, an die Regeln halten. Wege, die nicht zum Befahren geeignet sind oder auf denen Velofahren verboten ist, sind tabu. Zu bedenken ist auch, dass Fussgänger Vorrang haben und gegebenenfalls vom Radfahrenden gewarnt werden sollten. Ein wichtiger Aspekt beim Radfahren ist der Sicherheitsabstand. Sind mehrere Velofahrende gemeinsam unterwegs, sollte ein ausreichender Abstand zum Vorausfahrenden eingehalten werden. Bei einem unvermittelten Bremsmanöver kann es so nicht zu Problemen kommen. Auf nasser Fahrbahn sollte der Abstand vergrössert werden.



Fahrradhelm mindert das Risiko schwerer Verletzungen

Auch wenn es in der Schweiz keine Verpflichtung für das Tragen eines Fahrradhelms gibt, rät die Waadtländer Kantonspolizei zum Tragen eines Helms. Das Risiko eine schwere Kopfverletzung zu erleiden, wird durch den Helm halbiert. Wichtig ist, einen Fahrradhelm zu wählen, der gut sitzt. Nur wenn der Helm optimal am Kopf anliegt, ist ein optimaler Schutz gewährleistet.




 

Bildquelle: Kantonspolizei Waadt