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Drei Fälle von schwerem Betrug durch „falsche Polizisten“ – Warnung

Wien. 1) Eine 82-jährige Pensionistin soll mehrmals von einem vermeintlichen Polizisten telefonisch kontaktiert worden sein. In den manipulativen Telefongesprächen soll der Unbekannte der Frau erzählt haben, dass es Einbrecher auf ihre Wohnung abgesehen hätten.

Die Frau solle daher „zum Schutz“ ihr Erspartes und Wertgegenstände an einen „Kollegen“, einen zweiten angeblichen Polizisten, aushändigen. Der zweite unbekannte Täter soll die Frau zu mehreren Bankfilialen begleitet haben, wobei er niemals mit der Frau gemeinsam die Bank betreten haben soll. Das Opfer soll insgesamt knapp 60.000€ behoben und dem Komplizen ausgehändigt haben. Am Ende soll der Mann die Frau noch nach Hause begleitet haben, wo sie ihm noch Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro ausgehändigt haben soll.

2) Ein 95-jähriger Pensionist soll von einem angeblichen Polizisten telefonisch kontaktiert worden sein. Auch hier soll dem Opfer am Telefon eingeredet worden sein, dass es Einbrecher auf dessen Wohnung abgesehen hätten. Der Mann wurde in den manipulativen Telefongesprächen dazu bewegt, seine gesamten Wertgegenstände (Schmuck, Goldbarren und –münzen) im Wert von ca. 40.000€ vor seine Wohnungstüre zu legen. Dort wurden sie von einem Unbekannten abgeholt.

3) Eine 82-jährige Pensionistin soll von einer angeblichen Polizistin telefonisch kontaktiert worden sein. In dem Gespräch soll der Frau eingeredet worden sein, dass ihre Tochter einen schweren Verkehrsunfall gehabt haben soll und festgenommen worden sei. Die angeblich festgenommene Tochter würde nur gegen eine erhebliche Kaution wieder freikommen. Das Opfer ließ sich dazu manipulieren, zu einem späteren Zeitpunkt einer unbekannten Täterin vor dem Stiegenhaus Bargeld sowie Schmuck im Wert von ca. 50.000€ auszuhändigen. Erst nach der Übergabe kontaktierte das Opfer ihre Angehörigen, die umgehend die echte Polizei verständigten.

Werte Bürgerinnen und Bürger, es ergeht das dringende Ersuchen an Sie alle, gegen diese Betrugshandlungen vorzugehen – bitte warnen Sie Ihre Eltern und vor allem die ältere Generation, suchen Sie aktiv das Gespräch. Ersuchen Sie ihre Verwandten und Bekannten, immer Sie selbst anzurufen, sollte die Behauptung aufgestellt werden, dass Sie, aus welchem Grund auch immer, in Not seien und dringend Geld benötigen würden.
Bitte beachten Sie auch, dass die Polizei NIEMALS Bargeld oder Wertgegenstände zur Aufbewahrung oder zum Schutz fordert! Schämen Sie sich nicht, kritisch zu sein – lassen Sie sich die Dienststelle und die Dienstnummer nennen, LEGEN Sie AUF, erkundigen Sie sich und erstatten Sie im Zweifelsfall eine Anzeige bei der nächstgelegenen Polizeiinspektion!

 

Quelle: LPD Wien
Titelbild: omravestudio – shutterstock.com