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Vorsicht vor Gaunern am Telefon: Senioren um fünfstelligen Geldbetrag betrogen

Mettmann. Am Freitag, den 21. Januar 2022, haben bislang unbekannte Trickbetrüger eine 87-jährige Seniorin und ihren 89-jährigen Ehemann aus Heiligenhaus um eine hohe Summe Bargeld gebracht.

Das war passiert:

Kurz nach 10 Uhr morgens erhielt die Rentnerin den Anruf einer weinenden Frau. Diese gab ihr zu verstehen, dass sie ihre Tochter sei, welche einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Sie sei durch die Polizei festgenommen worden, könne aber durch die Zahlung einer Kaution frei kommen. Dafür benötige sie einen mittleren fünfstelligen Geldbetrag.

Durch geschickte Gesprächsführung mehrerer Personen, welche sich unter anderem auch als Polizeibeamte ausgaben, gelang es den Anrufern die Heiligenhauserin derart unter Druck zu setzen, dass diese den Geldbetrag beschaffte.

Schließlich wurde die 87-jährige zum Parkplatz eines örtlichen Discounters gelotst, wo sie einer Frau das Geld übergab.

Als die Rentnerin im Anschluss Kontakt zu ihrer richtigen Tochter hatte, kippte der Betrug auf und sie informierte die Polizei.

Bei Anzeigenaufnahme konnte sie folgende Beschreibung der Frau abgeben, welche das Geld in Empfang genommen hatte: – Weiblich – Circa 35 Jahre alt – Normale Statur – Rundliches Gesicht – Zarte Stimme – Schwarze Mütze – Enge dunkle Winterjacke

Die Polizei fragt:

Wer hat am Freitag verdächtige Beobachtungen im Bereich des Lidl Parkplatzes auf der Grüterstraße gemacht oder kennt jemanden, auf den die Beschreibung der Abholerin passt?

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Heiligenhaus jederzeit unter der Rufnummer 02104 982-6150 entgegen.

Diesen Vorfall nimmt die Polizei noch einmal zum Anlass, um eindringlich vor der Masche der Trickbetrüger zu warnen, die sich am Telefon als vermeintliche Angehörige meist hochbetagter Bürgerinnen und Bürger ausgeben.

Beim so genannten „Enkeltrick“ benutzen die kriminellen Anrufer variierende Legenden und Maschen für ihre Betrugshandlungen. Mal melden sie sich am Telefon als vermeintliche Familienangehörige, Freunde oder Bekannte der Angerufenen und täuschen analog zum sogenannten „Enkeltrick“ eine akute, meist finanzielle Notlage vor, aus denen die Angerufenen durch Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen möglichst schnell heraushelfen sollen.

In allen Fällen haben es die betrügerischen Anrufer gezielt auf die Finanzen und Wertgegenstände der Angerufenen abgesehen. Sobald sich Angerufene zur Hilfe für den „notleidenden Angehörigen“ bereit erklären, wird ein Bote angekündigt, der sich nur wenig später persönlich meldet, dabei oft mit einem am Telefon zuvor vereinbarten Kennwort ausweist und das Geld oder andere Werte der betrogenen Opfer abholt.

Zur Prävention gibt die Kreispolizeibehörde Mettmann kreisweit erneut folgende Hinweise und Tipps zum Schutz vor Betrügern:

– Seien Sie am Telefon aufmerksam und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen!
– Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie Betrüger los. Das ist keinesfalls unhöflich!
– Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte, Bekannte oder Amtsträger ausgeben, die Sie nicht zweifelsfrei als solche erkennen.
– Legen Sie sofort auf, wenn Sie der Anrufer nach persönlichen Daten und Ihren finanziellen Verhältnissen fragt, z.B. ob Sie Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände im Haus haben.
– Halten Sie nach finanziellen Forderungen unbedingt Rücksprache mit anderen Familienmitgliedern. Rufen Sie Ihre(n) Verwandte(n), Bekannte(n) oder angeblich beteiligte Ämter und Dienststellen unter der Telefonnummer zurück, die Sie auch bei eigenveranlassten Gesprächen üblicher Weise wählen und besprechen Sie die Angelegenheit noch einmal.

 

Quelle: Kreispolizeibehörde Mettmann
Bildquelle: Kreispolizeibehörde Mettmann