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Tochter (3) missbraucht und im Internet angeboten – Prozess gegen 39-Jährigen

Stuttgart. Ein 39-Jähriger Mann aus dem Ortenaukreis muss sich seit heute wegen des Verdachts, seine dreijährige Tochter sexuell missbraucht und diese im Internet zum Missbrauch angeboten zu haben, vor dem Landgericht Offenburg verantworten.

Die Anklage lautet unter anderem auf schweren sexuellen Missbrauch von Kindern. Der Angeklagte hat die ihm zur Last gelegten Taten vor Anklageerhebung teilweise eingeräumt, zum Teil bestritt er die Vorwürfe.

Nach einem Hinweis durch Dritte aus dem Raum Waldshut-Tiengen im Juli 2021, dass ein Kind über eine Verkaufsplattform angeboten werde, reagierten die Staatsanwaltschaften Offenburg und Waldshut-Tiengen, die Polizeipräsidien Offenburg und Freiburg sowie das Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA BW) sofort.

Der nunmehr Angeklagte konnte noch am gleichen Tag identifiziert und seine Wohnung durchsucht werden. Dabei konnten kinder- und jugendpornografische Dateien sowie verschiedene weitere Beweismittel sichergestellt werden.

Nach erster Bewertung der Beweismittel wurde durch den Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Offenburg ein Untersuchungshaftbefehl erlassen, der Angeklagte befindet sich seither in Haft.

Das rasche Handeln der beteiligten Behörden dürfte das Opfer dabei vor weiteren Missbrauchstaten bewahrt haben.

Im Rahmen der unverzüglichen Auswertung von beim Angeklagten sichergestellten Mobiltelefonen und Speichermedien ergaben sich zudem Hinweise, dass dieser Kontakt zu weiteren potentiell pädosexuellen Personen unterhielt, weshalb seitens des LKA BW die Sachbearbeitung übernommen wurde. Das LKA BW konnte seither fünf weitere Verfahren initiieren und führt die Ermittlungen bzw. Identifizierungsmaßnahmen fort.

Präventionshinweise: www.missbrauch-verhindern.de und www.polizei-beratung.de/faqzukinderpornografie

 

Quelle: Staatsanwaltschaft Offenburg und Landeskriminalamt Baden-Württemberg
Titelbild: Symbolbild © Valery Evlakhov – shutterstock.com