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Neue Schutzsysteme für die Stadt Winterthur ZH

Der Winterthurer Stadtrat bewilligte im Juli 2018 einen Kredit von 267 000 Franken, damit die Stadtpolizei Winterthur neue Schutzsysteme für Veranstaltungen beschaffen konnte.

Am diesjährigen Albanifest werden die flexiblen Systeme nun erstmals eingesetzt.

Aufgrund der Terrorereignisse in Europa seit Anfang 2015, wobei die Täter Fahrzeuge als Waffen gegen Menschenmassen einsetzten, wurde durch den Nachrichtendienst des Bundes die Gefährdungslage auch für die Schweiz als erhöht eingestuft. Diese Einstufung hat bis heute unverändert Gültigkeit.

Aus diesem Grund wurden in den vergangenen Jahren zum Schutz von Grossanlässen in der Stadt Winterthur die aus dem Strassenbau bekannten und vom Strasseninspektorat angemieteten «Jersey-Betonelemente» genutzt. Diese Lösung war relativ teuer und die Schutzwirkung begrenzt. Aus diesem Grund wurden drei neue Schutzsysteme evaluiert und beschafft.

Die technischen Anforderungen an Fahrzeugsperren, welche im Innenstadtbereich eingesetzt werden, sind hoch. Die Sperren müssen auf engem Raum Tatfahrzeuge stoppen, ohne dass dadurch Fluchtwege und Rettungsachsen unnötig behindert werden. Ziel solcher Schutzmassnahmen ist es, ein Tatfahrzeug auf möglichst kurzem Weg zu stoppen und manövrierunfähig zu machen.

Die drei Systeme erfüllen diese Anforderungen. Sie ergänzen sich und ermöglichen einen flexiblen Einsatz im innerstädtischen Bereich. Eines davon sind die sogenannten «Indutainer». Dabei handelt es sich um mobile Behälter, die mit Wasser gefüllt, als Schutz dienen. Ausserdem wurden die rasch verschiebbaren Poller-Systeme «Citysafe» und «Oktablock» beschafft.

Aufgrund pandemiebedingter Ausfälle der Grossanlässe in den letzten zwei Jahren werden die neuen Sicherheitselemente erst am diesjährigen Albanifest zum ersten Mal aufgestellt und werden auch in Zukunft an verschiedenen Veranstaltungen zu sehen sein.

 

Quelle: Stadtpolizei Winterthur
Titelbild: Symbolbild © SevenMaps – shutterstock.com