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Stadt Zürich ZH: Neubau der Wasserschutzpolizei Mythenquai

Per Ende Juli wird der Neubau der Wasserschutzpolizei am Mythenquai fertiggestellt.

Die Wasserschutzpolizei wird vom Provisorium Tiefenbrunnen wieder an den Mythenquai umziehen und ihren Dienst im Neubau Ende August 2022 aufnehmen.

Das bisherige Wachegebäude der Wasserschutzpolizei am Mythenquai war schon seit längerer Zeit instandsetzungsbedürftig und vermochte den aktuellen betrieblichen Anforderungen nicht mehr zu genügen. Mit dem nach rund zweieinhalbjähriger Bauzeit per Ende Juli 2022 fertiggestellten Neubau wird nun ein zeitgemässer Ersatz geschaffen.



Ende August 2022 verlässt die Wasserschutzpolizei das im Februar 2020 bezogene Provisorium im Tiefenbrunnen und kehrt an den alten Standort am Mythenquai zurück. Stadträtin Karin Rykart gibt sich an der Medienkonferenz über den baldigen Umzug erfreut: „Vom Mythenquai aus hat die Wasserschutzpolizei einen optimalen Überblick über das Zürcher Seebecken sowie kurze Ausrückwege für Rettungseinsätze und kann dadurch die grösstmögliche Sicherheit gewährleisten.“

Alles unter einem Dach

Das Herzstück des Ersatzneubaus der ARGE E2A Architekten AG und b+p Baurealisation AG aus Zürich ist der dreiseitig verglaste Kommandoraum im 2. Obergeschoss. An den Stirnseiten im Erdgeschoss befinden sich gegen die Strasse hin eine Fahrzeugeinstellhalle und seeseitig eine grosse abschliessbare Bootshalle sowie Aussenplätze für die Einsatzschiffe. Beat Oppliger, Kommandant Stadtpolizei Zürich: „Die neuen Räumlichkeiten bieten den Mitarbeitenden des Wachenbetriebs, dem Fachbereich Umweltdelikte und der
Kommissariatsleitung der Wasserschutzpolizei im 2. Obergeschoss rund 20 zeitgemässe Arbeitsplätze für einen effizienten und zeitgemässen Dienstbetrieb.“ Das sei besonders wichtig, da die Wache Wasserschutzpolizei rund um die Uhr betrieben werde und der Öffentlichkeit im Bedarfsfall auch als Anlaufstelle zur Verfügung stehe. Wie bereits im alten Wachengebäude ist an der südlichen Längsseite des Neubaus eine Züri WC-Anlage öffentlich zugänglich.

Nachhaltige Deckung des Energiebedarfs und Aufwertung Uferzone

Stadtrat André Odermatt betont, dass auf eine ressourcenschonende Materialisierung bei dem aus grösstenteils Recycling-Beton und Holz gefertigten Neubau viel Wert gelegt worden sei. Mit der nach Süden ausgerichteten Photovoltaik-Anlage auf dem landseitigen Dachbereich würden zudem rund 90 Prozent des Energiebedarfs der neuen Wache abgedeckt. „Der Neubau ist bezüglich Nachhaltigkeit ein Vorzeigeprojekt“, so Odermatt. Auf dem seeseitigen Dachbereich wurde eine biodiversitätsfördernde Flussuferlandschaft gestaltet. Diese dient der Ansiedlung der Flussseeschwalben, von denen es in der Schweiz nur noch 400 Brutpaare gibt. Zur Kompensation für den Ersatzneubau am See werden ausserdem rund 300 m2 Seeuferfläche auf der gegenüberliegenden Seite zwischen dem Hafen Tiefenbrunnen und der Stadtgrenze zu Zollikon ökologisch aufgewertet.

Erhöhte Baukosten

Der von der Zürcher Stimmbevölkerung Jahr 2019 genehmigte Objektkredit von 20,97 Millionen Franken muss trotz Sparbemühungen im Laufe der Realisierungsphase mit einem Nachtragskredit von 1,3 Millionen Franken ergänzt werden, der in den nächsten Tagen dem Stadtrat zur Genehmigung vorliegt. Für die Mehrkosten gibt es drei Hauptgründe: die gegenwärtig starke Materialpreisteuerung und Lieferverzögerungen während der Pandemie, Projektanpassungen aufgrund eines rekursbedingten Unterbruchs während der Projektierung sowie erhöhte technische Anforderungen, wie etwa dem Einbau eines Warenaufzugs und sicherheitsrelevanten Verbesserungen.







 

Quelle: Stadt Zürich Stadtkanzlei
Bildquelle: Stadt Zürich Stadtkanzlei