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Stadt Luzern LU: CAS Führung im Polizeieinsatz (FIP) – 71 neu diplomierte Polizeioffiziere/-innen

71 amtierende und angehende Polizeioffiziere/-innen aus der Deutschschweiz nahmen am 1. Dezember im KKL Luzern ihr Diplom des CAS FIP – Führung im Polizeieinsatz entgegen – so viel wie noch nie.

In dieser berufsbegleitenden, rund 15-monatigen Weiterbildung werden höhere Polizeikader auf die Einsatzführung vorbereitet.

Doppelter Jahrgang ausgewählter Spezialisten/-innen

Da der Jahrgang aufgrund der vorjährigen Corona-bedingten Ausfälle doppelt geführt worden war, ist die Zahl dieses Jahr mit 71 erfolgreich Diplomierten entsprechend hoch. Das CAS „Führung im Polizeieinsatz“ (FIP), ein Certificate of Advanced Studies, wird in Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Betriebs- und Regionalökonomie (IBR) der Hochschule Luzern – Wirtschaft und dem Schweizerischen Polizei-Institut (SPI) in Neuenburg angeboten.

Kompetenzorientiertes Führen im Einsatz

Die Teilnehmenden haben ihre Kompetenzen und Leistungen im Laufe ihrer Karriere in verschiedensten Bereichen unter Beweis gestellt und wurden deshalb für die Laufbahn als Offiziere/-innen im höheren Kader vorgeschlagen. Neben Kenntnissen in Polizeiethik, Medien und Kommunikation bildete die taktische Ausbildung zur polizeilichen Einsatzleitung das Schwergewicht. Abgeschlossen wurde die Ausbildung mit einer anspruchsvollen Schlussprüfung.

Bunte Zusammensetzung

Die 71 neu Diplomierten stammen aus 26 verschiedenen Polizeikorps der Deutschschweiz: aus dem Bundesamt für Polizei (fedpol), dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG), der Fremdenpolizei der Stadt Bern, der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt, dem Kommando Militärpolizei, der SBB Transportpolizei sowie verschiedenen Polizeikorps der Städte, Gemeinden, Regionalpolizeien und Kantone.

Schlichte, würdige Feier

Am 1. Dezember 2022 überreichten Prof. Erik Nagel, Vizedirektor Hochschule Luzern – Wirtschaft, Kursdirektor Adi Achermann, Kommandant der Polizei Luzern, und Stefan Aegerter, Direktor des Schweizerischen Polizei-Instituts (SPI), den Absolventen/-innen das begehrte Diplom. Die schlichte, aber würdige Feier fand dieses Jahr im KKL Luzern statt.

Gemeinsames Verständnis

In ihrer Diplomrede hielt Nicoletta della Valle, Direktorin fedpol fest, dass das SPI eine Schlüsselrolle spiele, wenn es um die Entwicklung einer gemeinsamen „Polizei-Sprache“» gehe. Die Polizeien in der Schweiz müssten ihre Kräfte bündeln, denn genau das tue die Gegenseite auch. Bei verschiedenen Formen der digitalen Kriminalität sowie in der nationalen und internationalen Kooperation brauche es ein gemeinsames Verständnis der Lage und des polizeilichen Vorgehens. Zudem müssten vermehrt Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger in die Polizeiarbeit eingebunden werden. Hier sieht Nicoletta della Valle eine wesentliche Herausforderung für die heutigen Führungskräfte: „Die Führung wird damit nicht einfacher, die unterschiedlichen Profile und Kulturen müssen zu einem starken Netz zusammengeführt werden.“

Weiterentwicklung der Weiterbildung

Die Weiterbildung für Kader und Spezialisten/-innen der Schweizer Polizeien steht vor einem wegweisenden Umbruch: Erworbene Bildungsleistungen sollen in Zukunft angerechnet, zu jedem Abschluss eine weiterführende Anschlussweiterbildung geboten werden. Eine umfassende Harmonisierung, Modernisierung und Modularisierung soll individuelle Bildungswege ermöglichen und Laufbahnen attraktiver gestalten. Hierzu werden 2023 Kompetenzprofile erarbeitet.

Stefan Aegerter gratulierte den Absolventinnen und Absolventen für das erfolgreiche Bestehen der Prüfungen. Einen besonderen Dank sprach er dem Kursstab unter Kommandant Adi Achermann aus für ihre grosse Flexibilität im Zusammenhang mit der Corona-bedingten ausserordentlichen Durchführung der beiden Jahrgänge.

In der ersten Reihe Kursdirektor Adi Achermann (links) und SPI-Direktor Stefan Aegerter.

 

Quelle: Schweizerisches Polizei-Institut
Bildquelle: Schweizerisches Polizei-Institut