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Castaneda GR: Felssturz versperrt Calancastrasse

Am Sonntagmorgen ist es zwischen der Abzweigung Castaneda und Molina zu einem Felssturz gekommen.

Dabei wurde die Calancastrasse stark beschädigt und für den Verkehr komplett gesperrt.

Am Sonntagmorgen kurz vor 6.30 Uhr ereignete sich ein Felssturz zwischen der Abzweigung Castaneda und Molina. Felsbrocken verschütteten die Calancastrasse auf einer Länge von rund 150 Metern. Einsatzkräfte der Feuerwehren Bassa Mesolcina und Calanca, Polizeipatrouillen und Mitarbeitende des Tiefbauamts Graubünden (TBA) waren vor Ort. Nach ersten Feststellungen wurde niemand verletzt. Der Ort kann grossräumig weder zu Fuss begangen noch befahren werden. Bereits am Sonntag hat eine erste Begehung durch Mitarbeitende des TBA und eines Geologen stattgefunden.

Ausbruch auf 360 Meter Höhe

Das TBA hat zur genauen Beurteilung der Lage Geologen hinzugezogen. Nach ersten Einschätzungen haben sich rund 600 Kubikmeter Material aus der Felswand gelöst. Der Ausbruch ereignete sich 360 Meter über der Strasse, auf einer Höhe von 1050 m ü. M. Die herabstürzenden Gesteinsmassen haben die Strasse, die berg- und talseitigen Stützmauern und den Mauerkordon auf einer Länge von etwa 30 Metern teilweise schwer beschädigt. Einzelne Blöcke sind über die Calancastrasse bis in die Calancasca gestürzt.

Wetterlage erschwert die geologische Gefahrenbeurteilung

Es ist zurzeit unklar, ob sich weitere instabile Felspartien in der über 300 Meter hohen Felswand durch die starken Regenfälle lösen und abstürzen könnten. Aufgrund der aktuell starken Niederschläge und Nebel konnte die erforderliche geologische Felsbeurteilung noch nicht abgeschlossen werden. Insbesondere wird abgeklärt, ob noch weitere unmittelbar absturzgefährdete Felspartien vorhanden sind. Die Kontrolle der Abbruchstelle durch den Geologen mit dem Helikopter erfolgt aufgrund der Wetterlage bis morgen Mittag, 6. Dezember.



Räumung und Instandsetzung der Calancastrasse

Nach den ersten geologischen Abklärungen und der Freigabe der Gefahrenstelle kann die Calancastrasse voraussichtlich frühestens ab morgen Dienstag mit schweren Radbaggern geräumt und provisorisch instandgesetzt werden. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich zwei bis drei Tage. Vorausgesetzt, die Sicherheitslage lässt es zu, wird die Calancastrasse vor dem Wochenende einspurig für den Verkehr freigegeben.

Die Versorgung der bis zu diesem Zeitpunkt abgeschnittenen Dörfer ist durch die Gemeinden organisiert und sichergestellt. Eine Umleitung während der Räumungsarbeiten ist nicht möglich.


Bild: Tiefbauamt Graubünden


 

Quelle: Kanton Graubünden
Bildquelle: BauGrundRisk GmbH

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