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Bauingenieur (35) wollte seine Ex-Ehefrau heimtückisch ermorden – Anklageerhebung

Berlin. Familienstreitigkeiten sollen einen 35-jährigen Bauingenieur dazu veranlasst haben, die Ermordung seiner Ex-Frau zu planen. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat wegen versuchten Heimtückemordes und gefährlicher Körperverletzung nun Anklage gegen den Mann vor dem Landgericht Berlin erhoben.

Unter einem Vorwand soll der Angeschuldigte seine Ex-Frau am 31. Juli 2022 nach einem gemeinsamen Abendessen dazu überredet haben, mit in seine Wohnung zu kommen. Dort soll er dann versucht haben, seiner Ex-Frau in ein Auge zu stechen – was diese sogar noch als Witz aufgefasst haben soll. Dann aber soll sich ein längeres Kampfgeschehen entwickelt haben: Nach erfolgreicher Gegenwehr der Geschädigten sollen dann beide aufeinander eingestochen, sich geschlagen und gebissen haben.

Schließlich konnte die Geschädigte ihr Mobiltelefon erreichen und den Notruf tätigen. Schwer verletzt mussten beide zunächst im Krankenhaus stationär behandelt werden.

Meldung der Polizei Berlin vom 1. August 2022:

Streit mit mehreren Stichverletzungen – Mordkommission ermittelt

Berlin-Reinickendorf. Zu einem Fall von häuslicher Gewalt wurden gestern Abend gegen 18.40 Uhr Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 11 zu einem Mehrfamilienhaus im Ortsteil Borsigwalde gerufen.

Vor dem Haus in der Ernststraße saß eine 35-jährige Frau, die angab, dass ihr Ex-Mann sie in der gemeinsamen Wohnung mit einem Messer angegriffen habe. Die Frau wies eine Stichverletzung am Hals und in der Schulter auf und blutete stark.

Den ebenfalls 35-jährigen, tatverdächtigen Mann trafen die Beamtinnen und Beamten in der Wohnung an. Da nicht auszuschließen war, dass er noch ein Messer bei sich führt, wurden ihm die Handfesseln angelegt.

Der Mann hatte eine Stichverletzung am Bauch und Schnittverletzungen an einem Arm und Bein. Er gab an, dass ihm seine Ex-Frau die Verletzungen bei einem Streit zugefügt habe. Beide Verletzten kamen ins Krankenhaus, wo sie notoperiert werden mussten. Sie sollen beide außer Lebensgefahr sein.

Aufgrund der Auffindesituation in der Wohnung und dem Verletzungsbild bei der Frau gehen die Ermittlerinnen und Ermittler von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Gegen den Mann wird wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt, gegen die 35-jährige Frau wurde von Amts wegen eine Anzeige wegen des Verdachts einer gefährlichen Körperverletzung aufgenommen. Die 2. Mordkommission hat die noch andauernden Ermittlungen übernommen.

 

Quelle: Generalstaatsanwaltschaft Berlin
Titelbild: Symbolbild © Valery Evlakhov – shutterstock.com