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Jahresfeier 2022 der Rettung Basel-Stadt

Die Rettung Basel-Stadt hat an ihrer traditionellen Jahresfeier am Donnerstagabend über hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Angehörige der Betriebsfeuerwehren und Armee befördert, geehrt und verabschiedet.

Die Rettung schaut auf ein Jahr mit steigenden Einsatzzahlen in allen Abteilungen zurück. Zum zweiten Mal wurde die Auszeichnung Retter/in des Jahres vergeben.

Kommandant Dominik Walliser blickte in seiner Ansprache auf das vergangene Jahr zurück. Der Kriegsausbruch in der Ukraine beeinflusste die Arbeit der Rettung Basel-Stadt, da für die Unterbringung von Flüchtlingen auch das Bereitstellen von Zivilschutzanlagen erforderlich war. Zudem entstand bei der Bevölkerung durch den Krieg ein grosses Bedürfnis nach Informationen. Die Abteilung Militär und Zivilschutz beantwortete zahlreiche Anfragen zu Schutzplätzen und Jodtabletten.

Geprägt wurde die Arbeit der Rettung Basel-Stadt im Jahr 2022 auch von zwei Grossveranstaltungen. Einerseits das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest mit Volksfestcharakter und täglich 200’000 Besuchenden. Anderseits die 125-Jahre-Feierlichkeiten zum Zionistenkongress in Basel mit hochrangigen nationalen und internationalen Teilnehmenden aus Politik, Wirtschaft und Religion. Mit 1’935 Telefonaten, 2’688 Funksprüchen und 542 disponierten Rettungseinsätzen an einem Wochenende waren insbesondere die Einsatzzentrale 144 und die Sanität stark gefordert.

Hohe Einsatzzahlen zeigten sich 2022 in allen Abteilungen der Rettung Basel-Stadt. Die rund 1’000 aktiven Zivilschützer leisteten 2022 bis dato knapp 4’000 Diensttage. Einen neuen Rekordwert verzeichnete die Sanität: Diese leistete bereits 25’000 Einsätze, was einer ausserordentlich hohen Zunahme um 14 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht. Diese starke Zunahme stellt die Sanität vor grosse Herausforderungen, insbesondere in Hinblick auf den bestehenden Fachkräftemangel. Die Feuerwehren mussten bislang mit rund 5’900 Einsätzen ebenfalls deutlich mehr ausrücken als 2021. Die Einsätze entfielen zu 50 Prozent auf die Berufsfeuerwehr Basel und zu 50 Prozent auf die Betriebsfeuerwehren Brenntag, IFRB, Roche, SBB und Universitätsspital. Die Milizfeuerwehr stand 157 Mal im Einsatz. Die Zunahme der Einsätze zeigt sich auch in der Abteilung Einsatzunterstützung, die Einsatzzentralen 118 und 144 nahmen bis Ende November dieses Jahres bereits rund 47’000 Dispositionen vor, was einer Zunahme um beinahe 9’000 Dispositionen entspricht.

In seiner Gastrede fand der Präsident der grossrätlichen Geschäftsprüfungskommission (GPK), Christian von Wartburg, anerkennende Worte für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettung Basel-Stadt. „Ich möchte Ihnen persönlich Danke sagen für Ihren Einsatz, für Ihre Fürsorge für die Menschen in unserem Kanton, für das Aufstehen mitten in der Nacht, für ein kurzes ‘Sorgen Sie sich nicht’ gegenüber Angehörigen bei einem Notfalleinsatz, für Ihre Umsicht in den Fahrzeugen, wenn sich die Rettungsgasse nur langsam bildet. Und danke auch für Ihren Einsatz während der Pandemie.“

Zum zweiten Mal wurde an der Jahresfeier die Auszeichnung zum/r Retter/in des Jahres verliehen. Die Auszeichnung wird an Mitarbeitende für besondere Verdienste vergeben. Für ihren Einsatz im Jahr 2022 wurden Seline Wälchli, diplomierte Rettungssanitäterin, und Thierry Gubler, diplomierter Rettungssanitäter, ausgezeichnet. Gemeinsam transportierten sie einen Palliativ- Patienten, der das Spital verlassen und in einem Hospiz sterben wollte. Aufgrund von unvorhersehbaren Komplikationen mussten Seline Wälchli und Thierry Gubler umdisponieren und unter Zeitdruck nach alternativen Lösungen suchen. Dank ihres ausserordentlichen Engagements und kompetenten Handelns konnte der Patient schliesslich im Kreise seiner Familie sterben.

Die Feier in der Kulturkirche Paulus wurde von der Feuerwehrmusik Basel musikalisch umrahmt. Dem offiziellen Teil mit einer Ansprache von Regierungsrätin Stephanie Eymann folgte ein kleiner Umtrunk für die zahlreichen Gäste.


(Bild 1 vlnr: Dominik Walliser, Seline Wälchli, Thierry Gubler, Stephanie Eymann)


Justiz- und Sicherheitsdepartement Basel-Stadt

Das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt ist für die kantonalen und kommunalen Aufgaben der Blaulichtorganisationen Rettung (Feuerwehr, Sanität, Militär und Zivilschutz) und Kantonspolizei verantwortlich. Es umfasst im Weiteren den Zentralen Rechtsdienst des Kantons, das Bevölkerungsamt mit dem Einwohner-, Pass- und Zivilstandsamt sowie die Ämter für Migration, Handelsregister und Strafvollzug, ferner die Vollzugsanstalten und die Bewährungshilfe. Die in der Strafverfolgung unabhängige Staatsanwaltschaft Basel-Stadt mit der Kriminalpolizei ist administrativ zugeordnet. Insgesamt verfügt das Justiz- und Sicherheitsdepartement über rund 1700 Vollzeitstellen, knapp 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ein Budget von rund 400 Millionen Franken.

 

Quelle: Rettung Basel-Stadt
Bildquelle: Rettung Basel-Stadt