Bahnhofareal im Umbau: Busbahnhof soll im Dezember den Betrieb aufnehmen
Polizei.news Redaktion +Instagram-CH Polizeinews Regionen Schweiz Schwyz Verkehr & Katastrophen Verkehrsmeldungen
(Brunnen/Ingenbohl SZ). Die Kostenentwicklung bei der Neugestaltung des Bahnhofareals Brunnen macht eine Erhöhung der Ausgabenbewilligung erforderlich.
Der Gemeinderat beantragt den Stimmberechtigten deshalb, die bestehende Ausgabenbewilligung von CHF 17’522’000 um CHF 5’931’000 auf neu CHF 23’453’000 zu erhöhen.
CHF 23’453’000
CHF 5’931’000 bzw. rund 34 Prozent
CHF 2’260’000 der Erhöhung
29. November 2026
Stand der Planung: Rund 85 Prozent des gesamten Offertvolumens liegen laut Gemeinde bereits als verbindliche Angebote vor.
Damit soll die Finanzierung des bereits mehrfach von der Bevölkerung bestätigten Projekts sichergestellt und die Realisierung wie geplant ausgeführt werden. Die Abstimmung über die Erhöhung findet am 29. November 2026 statt. Der Anteil der Gemeinde an der Erhöhung beträgt CHF 2’260’000.
Mit der Neugestaltung des Bahnhofareals in Brunnen entsteht eine moderne, hindernisfreie und leistungsfähige öV-Drehscheibe für den Talkessel Schwyz. Das Projekt verbessert die Verkehrsführung, erleichtert das Umsteigen und schafft einen Ort, wo man sich gerne aufhält.
Der Gemeinderat ist trotz gestiegener Kosten überzeugt, dass die Investition notwendig ist und für die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Ingenbohl einen nachhaltigen Mehrwert schafft. Die Stimmbevölkerung hat sich bereits dreimal mit dem Projekt auseinandergesetzt und den eingeschlagenen Weg jeweils deutlich bestätigt: 2020 mit der Zustimmung zur Machbarkeitsstudie, 2022 mit dem Planungskredit und zuletzt am 9. Februar 2025 mit der Zustimmung zum Bauprojekt. Die mehrfache und zuletzt sehr deutliche Zustimmung der Stimmbevölkerung (82.7 %) zum Projekt zeigt, dass die Weiterentwicklung des Bahnhofareals breit getragen wird.
Der Gemeinderat beantragt frühzeitig eine Erhöhung der Ausgabenbewilligung
Seit der letzten Abstimmung wurde das Projekt weiter konkretisiert und die Ausführung detailliert geplant. Alle kostenintensiven Arbeiten wurden bereits ausgeschrieben. Inzwischen liegen rund 85 Prozent des gesamten Offertvolumens als verbindliche Angebote vor.
Dabei zeigt sich, dass die bisher bewilligten CHF 17’522’000 für die Umsetzung des Projekts nicht ausreichen. Der Gemeinderat hat deshalb entschieden, die Stimmberechtigten frühzeitig und transparent über die Kostenentwicklung zu informieren und eine entsprechende Erhöhung der Ausgabenbewilligung um CHF 5’931’000 auf CHF 23’453’000 zu beantragen.
Damit soll nun die finanzielle Grundlage geschaffen werden, um das Projekt wie geplant umzusetzen.
Gründe für die Kostensteigerung
Gegenüber der ursprünglichen Planung wurden keine Projektanpassungen vorgenommen. Das Projekt ist weiterhin auf eine zweckmässige, solide und nachhaltige Ausführung ausgerichtet. Die ursprünglichen Kosten, die der ersten Ausgabenbewilligung zugrunde lagen, wurden durch ein erfahrenes Planerteam ermittelt.
Gemäss der aktuellen Kostenprognose liegen die Gesamtkosten des Projekts nun aber rund 34 Prozent über dem ursprünglichen Kostenvoranschlag. Diese Entwicklung hat verschiedene Gründe: An erster Stelle ist insbesondere die anhaltend hohe Auslastung der Baubranche zu nennen.
Es hat sich in jüngster Vergangenheit gezeigt, dass öffentliche Ausschreibungen von Bauhauptarbeiten in der Region oft weit über dem ursprünglichen Kostenvoranschlag liegen, was auf eine angespannte Marktsituation hinweist. Zudem sind die Rohstoffmärkte zurzeit sehr volatil und die Materialkosten gestiegen. Auch die aktuelle geopolitische Lage sorgt für zusätzliche Unsicherheiten, die sich in den Offerten niederschlagen.
Erhöhung wird von Projektpartnern mitgetragen – Korrektur im Kostenteiler
Das Projekt Bahnhofareal wurde in engster Zusammenarbeit mit dem Kanton Schwyz und der SBB erarbeitet. Die Projektkosten – und nun auch die Erhöhung – werden von den beteiligten Partnern getragen. Auch der Beitrag aus dem Agglomerationsprogramm des Bundes konnte noch aufgestockt werden.
Die Kostenübersicht in der Beilage zeigt detailliert, wo die Kostenabweichungen entstehen und wer diese zu tragen hat.
Im Verlaufe der Bearbeitung des Projekts ist zudem ein Fehler im ursprünglichen Kostenteiler festgestellt worden. Die Kosten für das Perrondach des Busbahnhofs von CHF 951’000 wurden fälschlicherweise der SBB zugeordnet, deshalb waren sie in der ursprünglichen Ausgabenbewilligung nicht enthalten.
Der Fehler entstand, weil sowohl das Perrondach beim Busbahnhof neu erstellt, als auch jenes beim SBB Hauptgebäude saniert wird. In der beigelegten Kostenübersicht sind nun die CHF 951’000 enthalten, davon gehen CHF 399’000 zulasten der Gemeinde.
| SBB Immobilien | CHF 2’948’000 |
| SBB Infrastruktur | CHF 463’000 |
| Agglomerationsbeitrag | CHF 4’392’000 |
| Kanton Schwyz, Tiefbauamt | CHF 3’182’000 |
| Kanton Schwyz, Amt für öV | CHF 2’493’000 |
| Gemeinde | CHF 9’975’000 |
Total: CHF 23’453’000 inklusive Mehrwertsteuer.
Baustart erfolgt – Hauptarbeiten unter Vorbehalt der Abstimmung
Ende August 2026 war Baustart. Bis das Abstimmungsresultat offiziell bestätigt ist, werden ausschliesslich Vorbereitungsarbeiten getätigt.
Damit kann beim Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 der provisorische Busbahnhof den Betrieb aufnehmen. Ebenso gestartet sind die Arbeiten an der Bahnhofstrasse. Da es sich um eine Kantonsstrasse handelt, gehen diese Kosten vollumfänglich zulasten des Kantons.
Die weiteren Arbeiten werden erst ausgeführt, wenn die Finanzierung gesichert ist und die Stimmbevölkerung der Erhöhung der Ausgabenbewilligung zugestimmt hat. Die Abstimmung findet am 29. November 2026 statt.
Bei einem positiven Abstimmungsergebnis können die Bauarbeiten – bis auf den Deckbelag – voraussichtlich Ende 2028 abgeschlossen werden.
Aktuelle Informationen zum Baufortschritt, zu den einzelnen Bauphasen sowie zu allfälligen Verkehrsanpassungen werden laufend auf der Internetseite der Gemeinde Ingenbohl sowie über die Social-Media-Kanäle der Gemeinde veröffentlicht. Ebenfalls auf der Homepage ist die Botschaft zur ausserordentlichen Gemeindeversammlung zu finden.
Quelle: Gemeinde Ingenbohl
Bildquelle: Visualisierung © Dome Visual GmbH