Häusliche Gewalt: Theater zeigt, warum Wegschauen gefährlich ist

(Zürich ZH). Das Forumtheater „Gwalts-Überraschig“ macht Mut hinzuschauen, zu handeln und Betroffene häuslicher Gewalt zu unterstützen.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 23. Oktober 2026, von 19.00–20.30 Uhr statt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Veranstaltung: Forumtheater „Gwalts-Überraschig“
  • Thema: Häusliche Gewalt erkennen und Betroffene unterstützen
  • Datum: Freitag, 23. Oktober 2026
  • Zeit: 19.00 bis 20.30 Uhr
  • Ort: GZ Bachwiesen, Bachwiesenstrasse 40, Zürich
  • Zielgruppe: Erwachsene
  • Teilnahme: Spontaner Besuch möglich, Anmeldung für Gruppen empfohlen
  • Anschliessend: Apéro mit Gelegenheit zum Austausch

GZ Bachwiesen
Bachwiesenstrasse 40
8047 Zürich

Ideal für: Erwachsene

Gewalt in der Familie ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. In der Schweiz ist jede fünfte Beziehung von häuslicher Gewalt betroffen, und ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen berichtet, Gewalt zwischen den Eltern mitzuerleben. Häusliche Gewalt ist nach wie vor ein Tabuthema. Oft fällt es uns leichter wegzuschauen, als uns einzumischen. Dabei beginnt häusliche Gewalt nicht erst mit sichtbaren Verletzungen. Sie zeigt sich häufig subtil – manchmal genau dort, wo man sie nicht vermuten würde.

Mit einer Mischung aus Spannung, Ernst und feinem Humor bringt das Forumtheater diese schwierigen Themen auf die Bühne – direkt, berührend und lebensnah. Es regt zum Nachdenken an und macht Mut: „Gwalts-Überraschig“ leistet einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention, indem es Zivilcourage, Dialog und Handlungsmöglichkeiten stärkt.

  • Datum: Freitag, 23. Oktober 2026, 19 Uhr, Dauer ungefähr 90 Minuten (anschliessend Apéro mit Gelegenheit zum Austausch)
  • Ort: GZ Bachwiesen, Bachwiesenstrasse 40, 8047 Zürich

Anmeldung: Eine Anmeldung wird insbesondere für Gruppen empfohlen. Eine spontane Teilnahme ist ebenfalls möglich.

Das Forumtheater „Gwalts-Überraschig“ ist Teil des Schwerpunkts „Schutzfaktor soziales Umfeld“. Es zeigt auf, wie Menschen im Umfeld von Betroffenen häusliche Gewalt erkennen, ansprechen und unterstützend handeln können. Damit möchte „Zürich schaut hin“ Zivilcourage stärken und aufzeigen, dass das soziale Umfeld einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor häuslicher Gewalt leisten kann.

Polizei.news informiert | Häusliche Gewalt und Zivilcourage

Hinschauen statt wegsehen: Wie das soziale Umfeld helfen kann

Häusliche Gewalt findet häufig im Verborgenen statt. Dabei geht es nicht ausschliesslich um körperliche Übergriffe. Auch Drohungen, Demütigungen, Einschüchterungen, soziale Isolation und die ständige Kontrolle einer anderen Person können Formen häuslicher Gewalt sein.

Für Aussenstehende ist es nicht immer einfach, solche Situationen zu erkennen. Betroffene sprechen aus Angst, Scham oder wegen emotionaler und finanzieller Abhängigkeiten möglicherweise nicht offen über ihre Erfahrungen.

Gerade deshalb können Freunde, Angehörige, Nachbarn und Arbeitskolleginnen eine wichtige Rolle spielen. Wer aufmerksam bleibt, behutsam nachfragt und Unterstützung anbietet, kann dazu beitragen, dass Betroffene Zugang zu Hilfe finden.

5 konkrete Tipps: So können Sie Betroffene unterstützen

1. Warnsignale wahrnehmen

Wiederholte Angst, Rückzug, unerklärliche Verletzungen oder auffälliges Kontrollverhalten in einer Beziehung können Hinweise auf Gewalt sein. Einzelne Anzeichen sind allerdings noch kein Beweis.

2. Einen geschützten Moment suchen

Sprechen Sie die betroffene Person möglichst unter vier Augen an. Eine offene Frage wie „Ich mache mir Sorgen um dich. Möchtest du darüber reden?“ kann den Einstieg erleichtern.

3. Zuhören und ernst nehmen

Vermeiden Sie Vorwürfe und drängen Sie niemanden zu einer sofortigen Trennung oder Anzeige. Lassen Sie die betroffene Person möglichst selbst entscheiden, welche Schritte sie gehen möchte.

4. Professionelle Unterstützung vermitteln

Die Opferhilfe bietet in der Schweiz vertrauliche und kostenlose Beratung. Auch Angehörige und Personen aus dem sozialen Umfeld können sich beraten lassen.

5. Bei akuter Gefahr die Polizei verständigen

Wenn eine Person unmittelbar bedroht wird oder Gewalt stattfindet, alarmieren Sie die Polizei über die Notrufnummer 117. Bringen Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr.

Gut zu wissen: Was ist Forumtheater?

Beim Forumtheater bleibt das Publikum nicht auf die Rolle des Zuschauers beschränkt. Die Teilnehmenden können aktiv in dargestellte Konfliktsituationen eingreifen, alternative Handlungen ausprobieren und deren mögliche Auswirkungen erleben. Das macht gesellschaftliche Probleme anschaulich und eröffnet neue Handlungsmöglichkeiten für den Alltag.

Wichtig: Konfrontieren Sie eine gewaltausübende Person nicht eigenmächtig. Gut gemeinte Eingriffe können eine Situation verschärfen. Die Sicherheit der Betroffenen und die eigene Sicherheit haben immer Vorrang.

 

Quelle: Stadt Zürich
Bildquelle: Stadt Zürich