Pinke Markierungen vor Schulhäusern: Stadt will Elterntaxis auf Abstand halten
Polizei.news Redaktion +Instagram-CH ➔ elterntipps.ch ➔ familie.ch ➔ praevention.ch ➔ sicherheit.ch Polizeinews Prävention Regionen Schulanfang Schulweg Schweiz Stadt Baar Stadt Rotkreuz Stadt Zug Steinhausen Verkehrssicherheit Zug
(Zug ZG). Der Schulweg ist ein wichtiger Lern- und Erfahrungsraum, der die Entwicklung von Kindern auf vielen Ebenen fördert.
Mit ihrer Sensibilisierungskampagne „Z’Fuess fahrsch besser!“ will die Stadt Zug dazu anregen, vom Elterntaxi in die Selbstständigkeit umzusteigen. Damit soll die Entwicklung der Kinder gefördert und die Verkehrssicherheit erhöht werden. Die Kampagne und die Strassenbemalung starten als Pilotprojekt in den Schulhäusern Herti und Kirchmatt.
- Kampagne: „Z’Fuess fahrsch besser!“
- Start: Montag, 19. Oktober 2026
- Veranstalterin: Stadt Zug
- Pilotstandorte: Schulhäuser Herti und Kirchmatt
- Neue Massnahme: Pinkfarbene Strassenbemalung mit der Aufschrift „SCHULE“
- Empfehlung an Eltern: Mit dem Auto mindestens 100 Meter von Schule und Betreuung entfernt anhalten
- Ziele: Mehr Verkehrssicherheit, Selbstständigkeit und Orientierung für Kinder
- Schulwegplanung: Digitaler Plan mit Fussgängerstreifen, Ampeln, Tempo-30-Zonen und Schülerlotsen
- Baustellen: Schulwegumleitungen werden in Echtzeit angezeigt
- Meldungen: Bevölkerung kann Hinweise über die App „Notiqo“ einreichen
Stadt Zug will Kinder auf dem Schulweg besser schützen
Die Schulwegsicherheit hat bei der Stadt Zug eine hohe Priorität. In der koordinierten Zusammenarbeit der zuständigen drei Departemente für Bildung, Bau sowie Soziales, Umwelt und Sicherheit werden die Grundlagen dafür geschaffen, dass Kinder ihren Schulweg alleine sicher zurücklegen können.
Zur Schulwegsicherheit gehört auch der Strassenraum vor den Schulhäusern. Auf diesen sensiblen Bereich wird im Rahmen der Kampagne durch eine pinkfarbene Strassenbemalung mit der Aufschrift „SCHULE“ hingewiesen.
Elterntaxis sollen mindestens 100 Meter entfernt anhalten
Hier sollen Fahrzeuge möglichst nicht anhalten. Allfällige Elterntaxis sind gebeten, mindestens 100 Meter entfernt von der Schule und Betreuung zu halten, um Staus und Behinderungen zu vermeiden und die Unfallgefahr zur reduzieren.
Die Strassenbemalung wurde bereits als Pilotprojekt für die Schulhäuser Herti und Kirchmatt umgesetzt. Weitere Standorte der Schule und Betreuung können folgen. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten sind solche Strassenbemalungen jedoch nicht bei allen Schulhäusern und Kindergärten umsetzbar.
Vom Elterntaxi in die Selbstständigkeit
Für den Umstieg vom Elterntaxi in die Selbstständigkeit braucht es Informationen, Vertrauen und ein bisschen Übung.
Die Stadt Zug zeigt, wie es gelingt – zum Beispiel durch einen optimalen Schulwegplan, gemeinsames Üben des Schulwegs, eine langsame Eingewöhnung mit einem Elterntaxi-freien Tag pro Woche oder mit Teilstrecken, die gemeinsam mit Freunden zurückgelegt werden.
Auch ein Pedibus – ein „Bus auf Füssen“, bei dem die Kinder gemeinsam zu definierten Haltestellen laufen, kann bei der Eingewöhnung helfen. Initiativen von Eltern zur Gründung eines Pedibusses werden von der Stadt Zug unterstützt.
Website rund um Schulwegsicherheit
Informationen, Tipps und weiterführende Links rund um die Schulwegsicherheit finden sich auf der Website der Stadt Zug www.stadtzug.ch/schulweg.
Hier gibt es neben dem Schulwegsicherheitskonzept der Stadt auch einen Schulweginfrastrukturplan, der Fussgängerstreifen, Lichtsignalanlagen, Tempo-30-Zonen, Begegnungszonen und Standorte von Schülerlotsen anzeigt, sowie die App „Notiqo“ für Schulwegmeldungen aus der Bevölkerung.
Der Schulweginfrastrukturplan ist eine ideale Grundlage für die individuelle Planung des Schulwegs. Baustellen und baustellenbedingte Schulwegumleitungen werden in Echtzeit angezeigt.
Auch die Schulwegmeldungen via „Notiqo“ sind in Echtzeit sichtbar. Die Meldungen werden fachlich geprüft und je nach Dringlichkeit entweder mit Sofortmassnahmen behoben oder in Strassensanierungsprojekte aufgenommen.
Kampagnenstart am 19. Oktober
Die Sensibilisierungskampagne „Z’Fuess fahrsch besser!“ wurde pünktlich zum Schulbeginn am 19. Oktober mit dem Ziel lanciert, die Selbstständigkeit, Orientierung und Sozialisierung von Kindern zu fördern und die Verkehrssicherheit rund um Schulhäuser zu erhöhen.
Neben der Strassenbemalung wurden Plakate und Flyer mit Informationen zur Schulwegsicherheit realisiert.
Der Flyer wurde unter anderem an die Eltern der schulpflichtigen Kinder geschickt und steht auf der Website der Stadt Zug in den Sprachen Deutsch und Englisch zum Download zur Verfügung.
Bildlegende: „Z’Fuess fahrsch besser!“ beim Schulhaus Kirchmatt: Mit einer auffälligen Strassenbemalung und Info-Plakaten will die Stadt Zug dazu anregen, vom Elterntaxi in die Selbstständigkeit umzusteigen.
Quelle: Stadt Zug / Polizei.news
Bildquelle: Stadt Zug