Frühzeitig gewarnt: Einbruchschutz ohne bauliche Veränderungen

Wer zur Miete wohnt oder Eigentum besitzt, möchte für den Einbruchschutz vielleicht keine baulichen Veränderungen vornehmen. Ein Frühwarnsystem kann dann eine flexible Lösung sein. Es erkennt bestimmte Einbruchversuche und löst Alarm aus, bevor eine Person ins Gebäude gelangt.

Wissenswertes zur Funktionsweise und praktische Tipps für die Auswahl präsentiert polizeinews.ch in Kooperation mit Suritec Swiss.



Was ist ein Frühwarnsystem?

Herkömmliche Alarmanlagen reagieren häufig erst, wenn eine Tür oder ein Fenster geöffnet wird oder sich jemand im überwachten Bereich bewegt. Ein Frühwarnsystem setzt früher an. Es soll Anzeichen eines gewaltsamen Eindringens erkennen, etwa Erschütterungen oder Schallwellen, wie sie beim Aufhebeln einer Tür oder beim Einschlagen eines Fensters entstehen können.

Sobald das System ein verdächtiges Ereignis registriert, löst es Alarm aus. Das Signal soll die eindringende Person abschrecken und die Bewohnerinnen und Bewohner warnen. Abhängig vom Modell ertönt es direkt am Gerät oder an einer verbundenen Aussensirene.

Ein Frühwarnsystem kann zwar auf bestimmte Einbruchversuche reagieren, verhindert aber nicht in jedem Fall einen Einbruch. Sichere Türen und Fenster sowie umsichtiges Verhalten bleiben deshalb wichtig.



Wie funktioniert die Erkennung?

Einige Frühwarnsysteme nutzen Infraschall. Gemeint sind Schallwellen, deren Frequenz unterhalb des menschlichen Hörbereichs liegt. Solche Wellen können bei einem gewaltsamen Einbruchversuch entstehen. Ein Gerät mit passivem Infraschall-Detektor nimmt sie auf und wertet sie aus. Erkennt es ein passendes Muster, löst es Alarm aus.

Die genaue Funktionsweise unterscheidet sich von Produkt zu Produkt. Erkundigen Sie sich deshalb vor dem Kauf, welche Ereignisse das Gerät erkennt und wie es Fehlalarme möglichst vermeidet. Auch die räumlichen Bedingungen wie Grundriss, Raumaufteilung, Etagen und mögliche Hindernisse beeinflussen, wie sich ein System in einer Immobilie einsetzen lässt.



Was bedeutet ohne Montage?

Ein System ohne Montage kommt in der Regel ohne fest installierte Kabel und bauliche Eingriffe aus. Das ist besonders für Mietwohnungen praktisch, denn Wände müssen weder geöffnet noch Leitungen verlegt werden. Manche Geräte benötigen lediglich eine Steckdose. Je nach Modell sorgt ein Akku bei einem Stromausfall für eine zeitweise Stromversorgung.

Trotzdem lohnt sich eine sorgfältige Prüfung vor der Inbetriebnahme. Wählen Sie einen geeigneten Standort und klären Sie, ob das Gerät den vorgesehenen Bereich abdeckt. Halten Sie sich an die Installationshinweise des Herstellers und testen Sie die Alarmfunktion. Wohnen Sie zur Miete, besprechen Sie zusätzliche Geräte oder eine Aussensirene am besten mit der Vermieterschaft.

Welche Funktionen sind im Alltag hilfreich?

Wenn mehrere Personen das System nutzen, sollte es einfach zu bedienen sein. Prüfen Sie, wie sich der Alarm aktivieren und deaktivieren lässt und ob das Gerät die Eingaben eindeutig bestätigt. Eine Fernbedienung kann den Alltag erleichtern. Bei manchen Modellen zeigt ein Vibrationssignal an, dass ein Befehl übertragen wurde.

Auch ein Nachtmodus kann nützlich sein. Je nach System lässt sich damit die Lautstärke des Alarms reduzieren oder festlegen, welche Signale nachts ausgelöst werden. Welche Einstellungen möglich sind, hängt vom jeweiligen Gerät ab.

Ob eine Aussensirene sinnvoll ist, richtet sich nach Ihrer Wohnsituation. Sie macht den Alarm nach aussen hör- und sichtbar. In einem Mehrfamilienhaus sollten Sie jedoch auch an die Nachbarschaft und die Hausordnung denken.

Worauf sollten Sie bei der Auswahl achten?

Neben dem Anschaffungspreis zählen vor allem die passende Abdeckung und der vorgesehene Einsatzbereich. Klären Sie, für welche Fläche das Gerät ausgelegt ist, ob es sich für mehrere Etagen eignet und ob zusätzliche Komponenten erforderlich sind. Fragen Sie ausserdem, ob laufende Gebühren anfallen und wie lange ein Akku bei einem Stromausfall hält.

Lassen Sie sich die Bedienung wenn möglich vorführen. Dabei können Sie auch klären, wie das Gerät auf typische Situationen reagiert, wie sich ein Fehlalarm beenden lässt und welche Wartung nötig ist. Aussagen zu geprüfter Funktion, Strahlung oder Verschlüsselung sollten nachvollziehbar belegt sein. Verlassen Sie sich daher nicht allein auf Werbeversprechen.



Frühwarnsystem und einfache Schutzmassnahmen kombinieren

Am wirksamsten ist die Technik als Teil eines umfassenden Schutzkonzepts. Schliessen Sie Türen und Fenster auch dann, wenn Sie nur kurz weggehen. Verstecken Sie Schlüssel nicht unter Fussmatten oder in Blumentöpfen. Bei längerer Abwesenheit hilft es, den Briefkasten regelmässig leeren zu lassen und die Wohnung bewohnt wirken zu lassen. Teilen Sie Ihre Abwesenheit zudem nicht öffentlich in sozialen Medien.

Kontrollieren Sie auch, ob Türen, Fenster und Balkontüren zuverlässig schliessen. Während eine Alarmanlage auf einen Einbruchversuch aufmerksam machen kann, erschweren mechanische Sicherungen das Eindringen. Die beiden Massnahmen erfüllen unterschiedliche Aufgaben und können sich ergänzen.



Die Leistungen von Suritec im Überblick

Suritec bietet das Frühwarnsystem FR.ED für Mietwohnungen, Einfamilienhäuser und Gewerbeobjekte an. Für den Betrieb genügt eine Steckdose. Laut Unternehmen sind weder Montage noch Kabelverlegung oder zusätzliche Sensoren und Bewegungsmelder nötig. Bei einem Stromausfall soll ein Akku das System bis zu 24 Stunden weiterbetreiben.

FR.ED arbeitet mit passiver Infraschall-Technologie und verfügt über einen Nachtmodus. Zum System gehören auch eine Fernbedienung mit Vibrations-Feedback und eine wechselnde Signalverschlüsselung. Ergänzend ist eine Aussensirene erhältlich, die optisch und akustisch alarmiert. Suritec gibt an, dass das Gerät für Flächen bis zu 1’000 Quadratmetern und mehrstöckige Gebäude geeignet ist.

Zum Angebot gehören ausserdem ein kostenloser Sicherheitscheck im Wert von CHF 150 sowie eine kostenlose, unverbindliche Vorführung zu Hause oder im Unternehmen. Suritec stellt auch auf verschiedenen Messen aus, bei denen das System vor Ort besichtigt werden kann.

 

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