25-Jährige rutscht auf Eis 150 Meter ab: Bei Bergunfall lebensbedrohlich verletzt

(Engelberg OW). Bei einem Bergunfall am Tierberg in Engelberg hat sich am Samstag, 31. Oktober 2026, eine 25-jährige Frau lebensbedrohliche Verletzungen zugezogen.

Die Frau war mit einer Gruppe zum Grassenbiwak unterwegs, als sie auf Eis stürzte und rund 150 Meter einen Hang hinunterrutschte. Die Rega barg die Verletzte und flog sie in ein ausserkantonales Spital.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Unfallort: Tierberg bei Engelberg im Kanton Obwalden.
  • Zeitpunkt: Samstag, 31. Oktober 2026, gegen 13.30 Uhr.
  • Verunfallte: 25-jährige Frau.
  • Tour: Mit einer Gruppe auf dem Weg zum Grassenbiwak.
  • Unfallhergang: Sturz auf Eis mit anschliessender Rutschpartie über rund 150 Meter.
  • Verletzungen: Lebensbedrohlich.
  • Rettung: Bergung durch die Rega.
  • Transport: Mit dem Rettungshelikopter in ein ausserkantonales Spital.
  • Unfallursache: Gegenstand der Abklärungen der Kantonspolizei Obwalden.

25-Jährige rutscht auf Eis rund 150 Meter einen Hang hinunter

Am Samstag, 31. Oktober 2026, war eine 25-jährige Frau zusammen mit einer Gruppe auf dem Weg zum Grassenbiwak.

Gegen 13.30 Uhr stürzte sie im Gebiet Tierberg bei Engelberg auf einer vereisten Fläche und rutschte anschliessend rund 150 Meter den Hang hinunter.

Bei dem Unfall zog sich die Frau lebensbedrohliche Verletzungen zu.

Rega birgt lebensbedrohlich verletzte Frau

Die Rega rückte zur Bergung der Verletzten aus. Anschliessend wurde die 25-Jährige mit dem Rettungshelikopter in ein ausserkantonales Spital geflogen.

Kantonspolizei Obwalden untersucht den Bergunfall

Wie es zu dem folgenschweren Sturz kommen konnte, ist derzeit unklar. Die Kantonspolizei Obwalden hat die Abklärungen zum Unfallhergang aufgenommen.

 

Quelle: Kantonspolizei Obwalden
Bildquelle: Kantonspolizei Obwalden


Polizei.news informiert | Sicherheit auf Eis und Schnee

Warum vereiste Berghänge so gefährlich sind

Auf steilen, vereisten Berghängen kann bereits ein einziger Fehltritt schwerwiegende Folgen haben. Auf hartem Eis findet das Schuhprofil oft kaum Halt. Wer ins Rutschen gerät, kann rasch beschleunigen und einen Sturz unter Umständen nicht mehr selbst stoppen. Der Schweizer Alpen-Club (SAC) und die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) empfehlen deshalb eine sorgfältige Tourenplanung und eine den Verhältnissen angepasste Ausrüstung.

1. Vereiste Hänge vor dem Betreten beurteilen

Besonders in Schattenlagen kann der Untergrund auch tagsüber hart gefroren bleiben. Was aus der Distanz wie eine harmlose Schneefläche aussieht, kann beim Betreten extrem rutschig sein.

Prüfen Sie vor dem Queren, wie steil der Hang ist und wohin ein möglicher Sturz führen würde. Endet eine Rutschbahn in Felsen, einer Schlucht oder anderem gefährlichen Gelände, ist besondere Zurückhaltung angezeigt. Im Zweifel sollte die Stelle umgangen oder die Tour abgebrochen werden.

2. Steigeisen und Pickel erfordern Übung

Für steiles, hartes Eis reichen gewöhnliche Wanderschuhe oft nicht aus. Je nach Gelände können geeignete Steigeisen und ein Eispickel notwendig sein.

Entscheidend ist jedoch nicht nur das Mitführen der Ausrüstung, sondern auch deren sichere Anwendung. Das Gehen mit Steigeisen und das Bremsen eines Sturzes mit dem Pickel sollten unter fachkundiger Anleitung geübt werden. In anspruchsvollem Gelände kann die Begleitung durch eine qualifizierte Bergführerin oder einen Bergführer sinnvoll sein.

3. Touren im Spätherbst besonders sorgfältig planen

Ende Oktober und Anfang November können die Verhältnisse in den Bergen stark von jenen im Tal abweichen. Schnee, Eis, kurze Tage und sinkende Temperaturen stellen zusätzliche Anforderungen.

Klären Sie vor dem Start die aktuelle Wetterlage, den Zustand der Route und die verbleibende Tageslichtdauer ab. Informieren Sie sich bei ortskundigen Fachpersonen über mögliche Gefahrenstellen.

Planen Sie genügend Zeitreserven ein und vereinbaren Sie innerhalb der Gruppe klare Kriterien für eine Umkehr. Eine Route sollte immer auf das Können und die Ausrüstung aller Teilnehmenden abgestimmt sein.

4. Bergunfall: So können Begleitpersonen helfen

Nach einem schweren Sturz hat die eigene Sicherheit Vorrang. Vermeiden Sie es, ungesichert einen vereisten Hang zu betreten, um eine verunfallte Person zu erreichen.

Alarmieren Sie möglichst rasch die Rega unter 1414. Geben Sie den Standort, die Art des Unfalls, die Zahl der betroffenen Personen und die beobachteten Verletzungen an.

Ist ein gefahrloser Zugang möglich, leisten Sie Erste Hilfe nach den Anweisungen der Notrufzentrale. Schützen Sie Verletzte nach Möglichkeit vor Kälte. Bewegen Sie Personen nach einem schweren Sturz nicht unnötig, ausser es besteht eine unmittelbare Gefahr oder lebensrettende Hilfe erfordert dies.

Gut zu wissen: Markierte Bergwanderwege sind nicht automatisch für winterliche Verhältnisse gesichert. Schnee und Eis können auch auf normalerweise gut begehbaren Routen eine ernsthafte Absturzgefahr darstellen.

Praktischer Tipp: Speichern Sie vor einer Bergtour die Rega-Notrufnummer 1414 und laden Sie Kartenmaterial für die Offline-Nutzung herunter. Informieren Sie eine Vertrauensperson über die geplante Route und die voraussichtliche Rückkehrzeit.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

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