Zürich ZH: 90-Jährige mit Kettentrick bestohlen – Rumänisches Duo festgenommen
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Am Freitag, 24. Juli 2026, nahm die Stadtpolizei Zürich im Kreis 9 einen Mann und eine Frau fest.
Die beiden hatten zuvor zwei Frauen mittels Trickdiebstahls Schmuck entwendet. Delikte dieser Art haben sich in letzter Zeit gehäuft.
Kurz vor 11 Uhr meldete ein Passant der Stadtpolizei Zürich, dass er soeben beobachtet habe, wie bei der Örtlichkeit „In der Ey 33“ einer Frau in Zürich-Altstetten eine Goldkette von Autoinsassen gestohlen worden sei.
Fast zur gleichen Zeit ging eine weitere gleichgelagerte Anzeige bei der Stadtpolizei ein. In diesem Fall stoppte gegen 10.30 Uhr ein weisses Fahrzeug neben einer 90-jährigen Rentnerin, die zu Fuss auf dem Trottoir an der Rautistrasse unterwegs war.
Die Beifahrerin stieg in der Folge aus und fragte nach der nächsten Apotheke. Gleichzeitig steckte sie der älteren Frau einen Fingerring an und wollte ihr eine Halskette schenken.
Der unbekannten Täterin gelang es in der Folge, der Rentnerin die getragene Halskette gegen eine mitgeführte Kette auszutauschen.
Danach begab sich die Unbekannte wieder zurück zu ihrem im Auto wartenden Komplizen, worauf das Auto in Richtung Zwischenbächen wegfuhr.
Fahnder der Stadtpolizei konnten das verdächtige Fahrzeug aufgrund der erhaltenen Beschreibung kurze Zeit später, Höhe Albisrieder- / Zurlindenstrasse anhalten und kontrollieren.
Bei dem Mann und der Frau aus Rumänien, im Alter von 34 Jahren, konnten in den Effekten diverse goldfarbene Ketten und Fingerringe sichergestellt werden. Sie wurden für weitere Abklärungen festgenommen und der Staatsanwaltschaft Zürich zugeführt. Die Stadtpolizei geht davon aus, dass es sich bei beiden Fällen um dieselbe Täterschaft gehandelt hat. Es wird abgeklärt, ob die Festgenommenen für weitere gleichgelagerte Delikte in Fragen kommen. Beim mutmasslichen Delikt bei der Örtlichkeit „In der Ey“ ist das Opfer bisher unbekannt.
Seit anfangs 2026 gingen bei der Stadtpolizei Zürich aus verschiedenen Stadtkreisen rund 30 Meldungen über sogenannte Schmuckdiebstähle ein. Dabei spricht die Täterschaft ihre Opfer häufig unter einem Vorwand an, beispielsweise indem sie nach dem Weg zu einer bestimmten Örtlichkeit fragt. Im Anschluss bedankt sich die Täterschaft meist auffallend überschwänglich für die erhaltene Auskunft.
Dabei wird bewusst Körperkontakt gesucht. Als vermeintliches Zeichen der Dankbarkeit legt die Täterschaft dem Opfer Billigschmuck, insbesondere Hals- oder Armbänder, an.
Während die Aufmerksamkeit auf diese Geste gelenkt wird, entwendet die Täterschaft unbemerkt den echten Schmuck der Opfer. Häufig bemerken die Geschädigten die Tat erst zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sie feststellen, dass ihr echter Schmuck durch wertlosen Billigschmuck ersetzt wurde.
So schützen Sie sich vor Kettentrickbetrug
- Lassen Sie sich von unbekannten Personen keinen Schmuck anlegen und geben Sie Ihren eigenen Schmuck niemals aus der Hand.
- Seien Sie skeptisch, wenn Ihnen Fremde zu nahe kommen und wahren Sie Ihren persönlichen Abstand.
- Tragen Sie wertvollen Schmuck in der Öffentlichkeit wenn möglich verdeckt.
- Achten Sie auf Ihr Umfeld und verdächtige Personen oder Fahrzeuge.
- Holen Sie aktiv Hilfe, wenn Sie sich bedrängt oder unsicher fühlen.
- Melden Sie (versuchte) Diebstähle umgehend der Polizei.
Zeugenaufruf
Personen, die Opfer von solchen Diebstählen wurden und noch keine Anzeige erstattet haben, werden gebeten, sich bei der Stadtpolizei Zürich, Tel. 0444 117 117, zu melden. Insbesondere wird auch die Frau gesucht, die am letzten Freitag, 24. Juli 2026, kurz vor 11 Uhr bei der Örtlichkeit „In der Ey 33“ mutmasslich Opfer von Trickdieben wurde.
Quelle: Stadtpolizei Zürich
Bildquelle: Symbolbild © candy candy/Shutterstiock.com